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EINLEITUNG ZU HESEKIELGott hatte das Volk für seine Sünde gestraft. Die Juden wurden in die babylonische Gefangenschaft geführt. Dies bedeutete aber nicht, dass Gott sie vergessen hatte. Zwei Männer wurden von Gott beauftragt, während der Gefangenschaft zu Seinem Volk zu sprechen. Diese Männer waren Daniel und Hesekiel. Im Laufe der Regierungszeit der letzten drei Könige Judas kam es zu mindestens vier Wegführungen der Juden nach Babylon (siehe Jer 52,28-34):
Hesekiel war ein Zeitgenosse Jeremias. Bevor er in die Gefangenschaft weggeführt wurde, hatte er sicherlich die Botschaften des großen Propheten des öfteren gehört. Man schätzt, dass Jeremia etwa 20 Jahre älter als Hesekiel war. Als Hesekiel ungefähr 25 Jahre alt war, wurde er 597 v. Chr. mit König Jojakin und anderen Gefangenen nach Babylon weggeführt (siehe 2Kö 24,10-16). Dort richtete er, nach seiner Berufung 593 v. Chr. (1,2), gewissermaßen als die "verlängerte Stimme von Jeremia", dieselbe Botschaft an die Gefangenen in Babylon wie Jeremia an die Juden des Südreiches, nämlich "das Gericht ist gewiss". Man findet in der Bibel sehr wenig Information über den Lebenslauf von Hesekiel (hebr. "Yehezqe’l" was "der Herr stärkt" bedeutet). Wenn der Ausdruck "im dreißigsten Jahre" (1,1) sich auf das Alter von Hesekiel zu diesem Zeitpunkt (593 v. Chr.) bezieht, dann wurde er ca. 623 v. Chr., unter der Regierung von Josia, geboren. Wie Jeremia, hatte auch er eine priesterliche Abstammung (1,3; 40,46; 44,15). Sein Vater hieß Busi. Im Gegensatz zu Jeremia war Hesekiel verheiratet. Während seines Dienstes empfing Hesekiel zwei tragische Nachrichten vom Herrn:
Die Prophezeiungen Hesekiels sind sehr genau mit Datumsangaben versehen. Er begann seinen Dienst 593 v. Chr. (1,2), und die letzte Botschaft findet man im Jahre 571 v. Chr. (29,17). Insgesamt gibt es 14 Datumsangaben. Hesekiel wird im Buch mehr als neunzig Mal als "der Menschensohn" bezeichnet. Dies zeigt seine völlige Verbundenheit mit dem Volk, zu welchem er geschickt wurde. (Dies war auch die Lieblingsbezeichnung, die der Herr Jesus für sich selbst benutzte. Sie kommt in den Evangelien fast 90 mal vor.) Andere wichtige Ausdrücke im Buch sind:
(Weitere Hintergrundinformation über Hesekiel findet man im nachfolgenden Teil 84) Wie die folgende Karte zeigt, kann man den Dienst Hesekiels geschichtlich in zwei klare Phasen trennen. Karte 139 - Der Dienst Hesekiels, geschichtlich gesehen
Die Kapiteleinteilung ist nicht immer chronologisch, z.B. findet man die letzte Prophezeiung in 29,17. Die Unterteilung des Buches gestaltet sich ziemlich einfach, wenn man die Ereignisse um die Herrlichkeit des Herrn betrachtet. Dann ergibt sich folgende Unterteilung: Karte 140 - Die Unterteilung Hesekiels
DIE ZEITEN HESEKIELS
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HAUPTGEDANKE: |
I) DIE HERRLICHKEIT DES HERRN ERSCHEINT: 1-3
1) DIE VISION 1
2) DIE STIMME 2-3
II) DIE HERRLICHKEIT DES HERRN VERSCHWINDET: 4-39
3) DAS GERICHT IST GEWISS 4-24
4) DIE HEIMSUCHUNG DER NATIONEN 25-32
5) DIE HOFFNUNG AUF WIEDERHERSTELLUNG 33-39a) die Wiederberufung des Propheten (33-34)
b) die Wiederherstellung des Landes (35-37)
c) die Vernichtung der Feinde Israels (38-39)
III) DIE HERRLICHKEIT DES HERRN ERSCHEINT WIEDER: 40-48
6) DER WIEDERAUFGEBAUTE TEMPEL 40-42
7) DIE WIEDERKEHR DER HERRLICHKEIT DES HERRN 43,1-12
8) DIE WIEDEREINFÜHRUNG DES GOTTESDIENSTES 43,13-46,24
9) DIE NEUVERTEILUNG DES LANDES 47-48
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1 |
2 - 3 |
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DIE VISION |
DIE STIMME |
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DIE HERRLICHKEIT DES HERRN ERSCHEINT |
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Im Jahr 593 v. Chr.: Während Jeremia in Jerusalem seine Botschaft von dem bevorstehenden Gericht unentwegt predigte, bekam der junge Hesekiel in Babylon eine wunderbare aber zugleich furchteinflößende Offenbarung der Herrlichkeit Gottes. Er sah einen Sturmwind, eine Wolke und ein Feuer aus dem Norden kommen.
Drei Aspekte sollten bei dieser Vision beachtet werden:
Es gibt große Ähnlichkeiten zwischen dieser Version und jener, welche Johannes in Off 4-5 sah. Beide haben etwas Wichtiges gemeinsam (abgesehen von den offensichtlichen Ähnlichkeiten), und zwar wurden sie beide unmittelbar, bevor Gott die Erde richtete, gegeben. Durch die Vision bereitet Gott Hesekiel für das bevorstehende Gericht vor. Zeitlich gesehen blieben nur 7 Jahre, bevor das fürchterliche Gericht über Jerusalem kommen würde.
Es gibt drei Wahrheiten, die Gott Hesekiel und den anderen Gefangenen in Babylon durch diese Vision mitteilen wollte:
Es gibt 4 Befehle, die Hesekiel vom Herrn empfing:
Diese Kapitel bilden den Kern des Buches. Die meisten beschreiben das bevorstehende Gericht (4-32). Chronologisch gesehen wird Jerusalem zum Zeitpunkt von Kap. 33 zerstört. Ab diesem Kapitel ändert sich die Betonung der Botschaft Hesekiels, und zwar, von dem bevorstehenden Gericht, hin zur Hoffnung auf Errettung und Wiederherstellung.

Die Juden in Babylon glaubten fest, dass ihre Gefangenschaft nur von kurzer Dauer sein würde. Bald würden sie wieder in ihrer Heimat sein. Sie glaubten noch immer nicht, dass Gott es ernst meinte, als Er durch seinen Propheten Jeremia verkündigen ließ: "Das Gericht ist gewiss". Maßgebliche Schuld an diesem Unglauben des Volkes trugen solche falsche Propheten wie Schemaja (siehe Jer 29).
Zuerst wird Hesekiel beauftragt, gegen Jereusalem und den Tempel zu weissagen.
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4-7 |
8-11 |
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JERUSALEM |
DER TEMPEL |
In den Kap. 4-7 zeigt Hesekiel durch vier symbolische Zeichen, was Jerusalem bevorsteht:
In den Kap. 8-11 zeigt Hesekiel, warum das Gericht kommen muss; welche Greuel in dem Tempel geschehen. Doch Gott wird die Treuen vor diesem Gericht bewahren. Sie werden versiegelt (9,2). In diesem Kapitel verlässt die Herrlichkeit des Herrn den Tempel – jetzt ist alles bereit für das Gericht!
Hesekiel empfing diese Vision über die Greuel im Tempel 591 v. Chr. (8,1), d.h. etwa 5 Jahre vor der Zerstörung des Tempels.
Karte 141 - Die Herrlichkeit des Herrn verlässt den Tempel

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Die Greuel im Tempel |
Die Herrlichkeit des Herrn verschwindet |
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1) |
das Bild der Eifersucht [Astarte] (8,3-6) |
A) |
von der Bundeslade bis zur Schwelle des Hauses (9,3) |