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III) ZWEI GEGENSÄTZLICHE BOTSCHAFTEN: 7-8Zwei Jahre liegen zwischen den Gesichten in Kap. 1-6 und den zwei Botschaften in Kap. 7-8. Diese Botschaften haben den Gottesdienst zum Thema. In der ersten Botschaft prangert der Prophet den falschen und heuchlerischen Gottesdienst des Volkes an. 4) DIE VERWERFUNG DES FALSCHEN GOTTESDIENSTES: 7Die Frage des Volkes in 7,3 gibt die Grundlage für diese Botschaften:
*) Die Juden hatten es sich in der Verbannung zur Gewohnheit gemacht, als Erinnerung an die Hauptereignisse bei der Einnahme Jerusalems an gewissen Tagen des 4., 5., 7. und 10. Monats zu fasten. Der Herr antwortet darauf, dass das Volk dieses Ritual aus eigenem Gutdünken und zum eigenen Zweck eingeführt hat (7,4-6). Es war eine leere Schale. Die Tatsache, dass sie diese Frage überhaupt aufbringen, zeigt ihre Hartherzigkeit. 5) DIE WIEDERHERSTELLUNG DES WAHREN GOTTESDIENSTES: 8Kap. 8 zeigt eine Szene aus dem Tausendjährigen Reich. Hier ist die Anbetung geistlich und wahrhaftig. Der wahre Gottesdienst ist mit Freude und Wonne verbunden und nicht heuchlerisches Pflichtbewusstsein (8,19). IV) ZWEI PROPHEZEIUNGEN: 9-14Den Abschluss des Buches bilden zwei Prophezeiungen, die mit den Worten "Ausspruch des Wortes Jahwes über ..." (9,1 und 12,1) beginnen. Diese Prophezeiungen beziehen sich auf die prophetische Geschichte des Volkes, wie sie in den acht Nacht-Gesichten (Kap. 1-6) dargestellt wird. Nun wird diese Zeit im Hinblick auf das Wirken des Messias beobachtet. 6) DIE VERWERFUNG DES MESSIAS: DIE ERSTE ANKUNFT 9-11Die Betonung in diesem Abschnitt liegt auf dem irdischen Dienst Jesu Christi, des Messias. Er kam in Demut: "Siehe, dein König wird zu dir kommen ... demütig und auf einem Esel reitend" (9,9). In Mt 21 wurde diese Prophezeiung erfüllt. Aber die Juden verwarfen ihren König. Sie lehnten den guten Hirten ab (11,1-13) und werden als Folge davon in die Hände eines "törichten Hirten" fallen (11,14-17). Dieser "törichte Hirte" ist vermutlich der Antichrist. Israel wird ihn, kurz vor der Wiederkunft des Messias, als seinen Retter annehmen. 7) DIE HERRSCHAFT DES MESSIAS: DIE WIEDERKUNFT 12-14Diesen Abschnitt kann man wie folgt zusammenfassen:
Das Buch schließt in Kap. 14 mit einer Beschreibung des Erscheinens des Königs Israels auf dem Ölberg. Er wird an alle Armeen, die um Israel versammelt sind, Gericht ausüben. Die Wiederkunft wird auch gewaltige topographische Veränderungen auslösen. Ein Merkmal wird das Reich des Messias kennzeichnen - nämlich HEILIGKEIT (14,20-21). Wenn man den Dienst der beiden Propheten miteinander vergleicht, erkennt man, dass sowohl Haggai als auch Sacharja den Tempel in den Mittelpunkt stellten. Haggai aber sah seine Aufgabe darin, die Juden so zu motivieren, dass sie den Tempel fertigstellten. Sacharja hatte teilweise auch dieses Anliegen, aber sein Blick war mehr auf die Zukunft gerichtet.
EINLEITUNG VON MALEACHIMaleachi schrieb das Buch wahrscheinlich um 433 v.Chr., das war ungefähr die Zeit, als Nehemia Jerusalem wieder besuchte (Neh 13,6). Einige Indizien weisen auf diese Zeit hin:
Zur Zeit Maleachis befanden sich die Juden bereits etwa 100 Jahre wieder in ihrer Heimat. Die früheren Propheten hatten von Tagen der Segnungen und der Herrlichkeit gesprochen, doch sind sie nie gekommen. Das Volk wurde langsam ungeduldig. Es gab nur wenig, was ihren "geistlichen Alltag" ein bisschen aufhellen konnte. Die kritischen Stimmen mehrten sich und die Anklagen gegen Gott wurden unüberhörbar. Der Name des Buches kommt von der Aussage in 1,1 - "Ausspruch des Wortes Jahwes an Israel durch Maleachi". Es wird daher angenommen, dass der Prophet Maleachi hieß. Maleachi bedeutet schlechthin "der Bote des Herrn" (hebr. "Malachiah"). Der Ausdruck kommt in 2,7 und in 3,1 vor. Die Aussage in 3,1 bezieht sich eindeutig auf Johannes den Täufer. Es ist daher möglich, dass Maleachi die Bezeichnung des Propheten war und gar nicht sein richtiger Name. Die Botschaft deckt einige Sünden des Volkes auf. Hinter diesen Sünden steckt die Einstellung des Volkes, eine Einstellung von geistlichem Zynismus. Dies drückt sich in den wiederholten Fragen des Volkes aus, mit denen sie die Anklagen Gottes erwidern:
Diese ständigen Fragen offenbaren ein grundlegendes Problem des Volkes Gottes, nämlich REBELLION. Dieser Zustand ist noch verheerender, wenn man bedenkt, dass dies auch das erste und größte Problem des Volkes Gottes war, als sie aus Ägypten erlöst wurden:
Im Verlauf von ca. 1000 Jahren hat das Volk Gottes geistlich nichts dazugelernt! Das ist ein geistliches Prinzip. Man kann das Fleisch nicht belehren oder verändern. Die einzige Hoffnung für das Fleisch ist das Kreuz!
Das Buch hat zwei Betonungen, die auch die Unterteilung des Buches ergeben. Karte 170 - Die Unterteilung von Maleachi
EINTEILUNG VON MALEACHI
I) DIE GEGENWÄRTIGE GLEICHGÜLTIGKEIT ISRAELS: 1-2
II) DAS ZUKÜNFTIGE GERICHT ISRAELS: 3-4
I) DIE GEGENWÄRTIGE GLEICHGÜLTIGKEIT ISRAELS: 1-21) DIE BEWEISE DER LIEBE GOTTES: 1,1-5Das Buch beginnt mit der Beteuerung Gottes, dass Er Sein Volk geliebt hat. Dies wird vom Volk sofort in Frage gestellt - "Worin hast Du uns geliebt? (1,2). Der Herr führt daraufhin zwei Beweise an:
2) DIE SÜNDEN DES VOLKES: 1,6-2,17
Der Herr erwähnt einige Sünden im Zusammenhang mit der Verantwortung der Priester und des Volkes für den Gottesdienst und die Befolgung des Gesetzes. II) DAS ZUKÜNFTIGE GERICHT ISRAELS: 3-43) DER HERR KOMMT !: 3,1-6Der Herr wird plötzlich zu Seinem Tempel kommen. Er wird an diesem Tag all die Gesetzlosigkeit und Bosheit aus dem Volk ausrotten. Diese Tat wird mit der Reinigung von Metallen verglichen. 4) WEITERE SÜNDEN DES VOLKES: 3,7-15Das Volk fragt, warum Gericht auf sie kommen sollte. Als Grund gibt der Herr Raub an: "Darf ein Mensch Gott berauben, dass ihr Mich beraubt?" (3,8). Sie haben Gott den Zehnten und das Hebopfer nicht dargebracht, deswegen bestraft Er sie dahingehend, dass sie keinen materiellen Segen genießen. 5) DIE ABSONDERUNG DES VOLKES: 3,16-4,6Gott merkt auf diejenigen, die Ihm gehorchen. Sie sind in einem "Gedenkbuch" eingetragen (3,16). Sie werden von Ihm belohnt. Die Treulosen hingegen werden wie "Stoppeln" verbrannt
werden an dem Tag, an dem "die Sonne der Gerechtigkeit" aufgehen wird.
Dieser große Tag wird durch den Propheten Elia angekündigt (4,6). Hier ist das Ende des AT. Alles wartet auf "die Sonne der Gerechtigkeit"; zuerst wird aber ein großer Prophet kommen, um den Weg für Ihn zu bereiten. Vierhundert Jahre werden nun verstreichen, bis aus der Wüste Judas ein gewisser Johannes der Täufer kommen soll. Seine Botschaft wird sein: "Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen" (Mt 3,2). |
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