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DIE SYNOPTISCHEN EVANGELIEN UND DAS JOHANNES-EVANGELIUMDie in den vier Evangelien dargelegte Botschaft wird von vier Schwerpunkten geprägt:
Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas beschrieben das Leben Jesu von derselben Perspektive. Daher nennt man ihre Evangelien die SYNOPTISCHEN Evangelien. Das Johannes-Evangelium hingegen enthält sehr wenig von den Einzelheiten der Synoptiker; man hat ausgerechnet, dass das Johannes-Evangelium zu 92 % völlig neue Information enthält und nur 8 % behandeln gleiche Themen wie die Synoptiker. Aufgrund der Darstellung des Lebens Jesu Christi wurde es ein "geistliches Evangelium" genannt; es behandelt die "innere Geschichte".
Karte 6 - Ein Vergleich der vier Evangelien
DIE ENTWICKLUNG DER EVANGELIENDas erste Evangelium (Markus) wurde erst 20-30 Jahre nach dem Tod Jesu geschrieben. Die anderen Synoptiker wurden etwas später geschrieben. Das Johannes-Evangelium wurde wahrscheinlich erst am Ende des ersten Jahrhunderts verfasst. Welche Erklärung gibt es dafür, dass über soviel Gemeinsames berichtet wird, es aber doch einiges gibt was angeblich nicht übereinstimmt? Einige Theorien bezüglich der Entwicklung der Evangelien sind nachstehend angeführt: 1. Die mündliche TraditionDie gesprochene Botschaft ging der geschriebenen Botschaft voraus. Die Urgemeinde hatte eine bestimmte evangelistische Botschaft bezüglich des Evangeliums, die "kerygma" genannt wurde. Die Hauptteile dieser Botschaft waren:
(Siehe Apg 2,16-36; 10,36-43; 13,23-41; 1Kor 15,1-8) Diese Botschaft oder "kerygma" wurde sorgfältig übertragen und bildete die Grundlage für die geschriebenen Evangelien. 2. Die FormgeschichteSie betont die Rolle der Urgemeinde, wie diese aufgrund ihrer Erinnerungen an das Leben und den Dienst Jesu, die Geschichte des Herrn "formte" - jeweils passend für die Not und Bedürfnisse ihrer eigenen Lage. (z.B. schrieb Markus aus der Perspektive der römischen Christen ein Evangelium über den Herrn Jesus; Lukas schrieb aus der Perspektive der griechischen Christen, usw.) 3. Die geschriebene TraditionSie behauptet, dass es in der frühen Urgemeinde grundsätzlich zwei Berichte über das Leben Jesu gab, die die Grundlage für die späteren Evangelien bildeten. Diese zwei Berichte waren:
Matthäus und Lukas verwendeten daher Markus (fast die gesamte Information von Markus befindet sich auch in den anderen Synoptikern) und "Q", als sie ihre Evangelien zusammenstellten. (Zusätzlich nahmen Matthäus und Lukas noch andere Informationen in ihre Evangelien hinein, die sonst nirgends vorkommen - z.B. Mt 22,1-14; 25,31-46 oder Lk 10,29-37; 18,9-14. DER INHALT DER EVANGELIENDie Evangelien haben das Leben und den Dienst Jesu Christi zum Inhalt. Jesus wurde während der Regierungszeit des Kaisers Augustus geboren (Lk 2,1), als Herodes der von Rom eingesetzte König über Palästina war (Matth. 2,1). Seine Geburt fiel wahrscheinlich in das Jahr 5 v.Chr. (später konnte es nicht gewesen sein, da Herodes 4 v.Chr. starb) - siehe Karte 7. Mit zwölf Jahren ging Jesus nach Jerusalem (Lk 2,42). Es wird erst wieder von Ihm berichtet, als Er "ungefähr dreißig Jahre alt war" (Lk 3,23) und mit Seinem öffentlichen Dienst begann. Dies war "im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius" (Lk 3,1) - (entweder 26/27 n.Chr. oder 28/29 n.Chr.). Dieser öffentliche Dienst war etwas mehr als drei Jahre später vollendet. Karte 7 - Wann wurde Jesus geboren ?
In den Evangelien wird nicht über alle Einzelheiten des Lebens Jesu berichtet (Joh 21,25). Es wird aber auch keine für das göttliche Porträt Jesu Christi wichtige Information weggelassen. Wenn man die Aussagen der vier Evangelien zusammenlegt, entsteht ein wunderbares und harmonisches Bild von dem Herrn Jesus. Sein irdisches Leben kann man in drei Abschnitte unterteilen:
Auf der Karte 8 (Das irdische Leben Jesu Christi) sieht man, dass es im Leben des Herrn zwei Phasen gegeben hat: d i e n e n Der Höhepunkt des Dienens fand fast ein ganzes Jahr vor der Kreuzigung statt; Sein Tod war das wichtigste Ereignis. Sein öffentlicher Dienst dauerte etwa 3 ½ Jahre (die Passahfeste im Johannes-Evangelium, sowie "das Fest der Juden" (Joh 5,1), liefern die chronologische Reihenfolge). Jedes der drei Jahre hatte seinen eigenen Charakter:
Sechs Prinzipien, die man im Leben Jesu sehen kann:
Karte 8 - Das irdische Leben Jesu Christi DIE GEOGRAPHIE PALÄSTINASDie politischen Bezirke PalästinasPalästina, das Land, in dem Jesus lebte, war in drei politische Bezirke aufgeteilt (siehe Karte 9):
Die Landschaft PalästinasEs gab fünf unterschiedliche Landschaftsgebiete in Palästina (siehe Karte 9):
Karte 9 - Palästina zur Zeit Jesu Christi
Die Städte und Dörfer PalästinasNachdem der Herr etwa ein Jahr in Judäa tätig war (darüber berichtet nur das Johannes-Evangelium - siehe Karte 6), ging Er nach Galiläa zurück, wo Er den Hauptteil Seines irdischen Dienstes ausübte. Von den vielen Städten und Dörfern, die der Herr Jesus besuchte, werden in den Evangelien nur etwa 20 erwähnt.
Die Ziffern korrespondieren mit denen von Karte 9. |
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