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HAUSAUFGABE
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Die Welt der Patriarchen war ein fruchtbares, halbmondförmiges Gebiet (siehe Karte 13). Zwei Kulturen prägten in dieser Welt die Anfänge der Patriarchen. Diese Kulturen waren in Mesopotamien und in Ägypten. Die Geschichte der Patriarchen beginnt in 1. Mose 12 in Mesopotamien. Am Ende von 1. Mose befinden sich die Patriarchen in Ägypten.
Um ein wirkliches Verständnis für die Entwicklung in der Bibel zu erlangen, ist es notwendig zumindest einen flüchtigen Begriff von dem Hintergrund, aus dem die Patriarchen stammen, zu haben.
Karte 13 - Die Welt der Patriarchen

Abraham kam ursprünglich von Ur in Chaldäa (1Mo 11,31). Nach der Berufung Gottes zog er mit seinem Vater und seiner ganzen Familie nach Haran (Apg 7,1-4). Erst nach dem Tode seines Vaters Tarah, leistete Abraham dem Worte Gottes völligen Gehorsam und reiste von Haran nach Kanaan. Abraham kam aus der Kultur von Mesopotamien und einige Jahre später waren seine Nachkommen bereits in dem kulturellen Einflussbereich der Ägypter.
Karte 14 zeigt verschiedene Aspekte dieser zwei Kulturen und ihre chronologische Beziehung zu den Patriarchen. Aus dieser Karte ist ersichtlich, dass Abraham Mesopotamien ungefähr zu der Zeit verlassen hat, als das kaukasische Volk, die Gutäer, dort eindrangen. Seine Nachkommen kamen in das Land Ägypten ungefähr zur Zeit der Herrschaft der eingedrungenen Hyksos.
Karte 14 - Die zwei wichtigsten Kulturen zur Zeit Abrahams
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Ä G Y P T E N |
DIE PATRIARCHEN |
M E S O P O T A M I E N |
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ca. v. Chr. |
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ca. v. Chr. |
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3000 |
2800 |
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2700
2200 |
DAS ALTE REICH Dynastien 3-10 |
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2400 |
DIE AKKADER ein semitisches Volk nördlich von Ur - betete Nannar, den Mondgott, an |
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2080 |
DIE GUTÄER |
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DIE |
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2000
1750 |
DAS MITTLERE REICH Während der 13. und 14. Dynastie, dringt ein semitisches Volk von Asien, die Hyksos, in Ägypten ein - das ganze Land steht unter ihrem Einfluss. Die 15. und 16. Dynastie |
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1950 |
DIE NEO-SUMERER |
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1800
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DIE AMORITER |
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ISRAEL IN |
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1600 |
DAS NEUE REICH Während der nächsten 5 Jh. befand sich Ägypten auf dem Gipfel seiner politischen Macht, ein Zeitalter, in dem es im höchsten Glanz stand und seine größte Pracht entfaltete; und schließlich durch den Niedergang des altägyptischen Geistes und Zerfall der ägypt. Lebensweise und Kultur gekennzeichnet war. |
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Das Land, in welches Gott Abraham berufen hatte, hieß Kanaan. Dieses Land lag an der östlichen Küste des Mittelmeeres und erstreckte sich von Gaza im Süden bis nach Hamath im Norden. Die Bewohner dieses Gebietes wurden später von den Handel treibenden Griechen "Phöniker" genannt. Diese Bezeichnung stammt von dem Wort für die berühmte Purpurstofffarbe ab, welche dort produziert wurde. Aus diesem Grund kann man allgemein sagen, dass die Phöniker und die Kanaaniter den selben kulturellen, geographischen und geschichtlichen Hintergrund haben.
Als Abraham nach Kanaan kam, rückte dieses Land in den Brennpunkt der biblischen Erzählung. Das Land liegt auf einem sehr strategischen Platz zwischen den zwei großen Kulturen von Mesopotamien und Ägypten und wurde von diesen beeinflusst.
"Kanaaniter" war ein Sammelbegriff für viele verschiedene Völker - unter anderem die Hethiter, die Jebusiter, die Amoriter, die Girgasiter, die Hewiter, die Perisiter, die Philister. Diese Völker waren gut organisiert und hatten bereits große Städte gebaut, wie z. B. Jericho, Dothan.
Die Kanaaniter beteten Götzen an, die ihnen hauptsächlich Fruchtbarkeit und Gelingen bei der Landwirtschaft und in der Familie schenken sollten. Der höchste Gott war El, ein Blutrache übender Tyrann, der (den Überlieferungen nach) seinen Vater entthront, einen von seinen Söhnen umgebracht und seine Töchter geköpft hat. El war mit der Göttin Aschera verheiratet. Von den siebzig Göttern und Göttinnen, die aus dieser "Ehe" gekommen sind, war Hadad oder Baal (Herr), die führende Persönlichkeit. Als Gott des Sturmes und des Regens war er für die Landwirtschaft und die Fruchtbarkeit "zuständig".
Die Götter Kanaans hatten keinen moralischen Charakter. Den Kanaanitern, die sie anbeteten und die ihnen dienten, fehlten deshalb genauso irgendwelche moralischen Werte - Kinderopfer, Tempelprostitution und Schlangenanbetung waren feste Bestandteile ihrer Religion.
Der Geist Gottes bestätigt im NT, dass diese (und alle heidnischen Religionen) nichts anderes als reine Satans- und Dämonenanbetung waren (1Kor 10,20).
Die Landschaft Kanaans war sehr unterschiedlich. Die hohen Berge und die tiefen Täler, sowie die vielen wüstenähnlichen Gebiete, ließen keine wirkliche politische Einheit im Lande zu. Die verschiedenen Völker des Landes lebten getrennt voneinander; unter anderem bedingt durch die geographischen Verhältnisse. Sogar als Israel das Land besiedelt hatte, gab es dieses Problem noch.
Das Land kann in 5 landschaftliche Gebiete eingeteilt werden, wie aus der Karte 15 ersichtlich ist.
Karte 15 - Das Land Kanaan

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