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HAUSAUFGABE
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Gott hat Sein Volk aus der Sklaverei in die Freiheit geführt. Es war nun unbedingt erforderlich, dass Er ihnen genaue Anweisungen gab, damit sie ein richtiges Leben führen konnten. Diese Anweisungen sind in dem mosaischen Bund enthalten.
Der Bund mit Mose bestand aus den 10 Geboten und den Satzungen, die eigentlich eine Auslegung der Gebote waren. Diese Satzungen bezogen sich auf moralische, zivilrechtliche und zeremonielle Angelegenheiten. Es wird öfters die Frage gestellt - welchen Sinn oder welche Absicht haben die 10 Gebote oder das Gesetz? Die Antwort dazu gliedert sich in drei Teile:
Das Gesetz wurde nicht gegeben, um den Menschen zu
retten
Aus Röm 3,20 geht klar hervor, dass kein Mensch durch das Einhalten
des Gesetzes gerechtfertigt wird. Gal 3,10-13 zeigt, dass man das ganze
Gesetz halten muss, wenn man durch das Gesetz leben will. Wenn man dies
nicht tut, dann wird das Gesetz einen Fluch über einen bringen. Jak 2,10 wiederholt diese Wahrheit. Es ist unmöglich, dass der Mensch das ganze
Gesetz halten kann. Das Gesetz kann nicht retten.
Das Gesetz wurde nicht gegeben, um dem Christen zu
zeigen wie er leben soll
Röm 8,1-4 zeigt, dass "das Gesetz des Geistes" den
Gläubigen von dem "Gesetz der Sünde und des Todes" (d. h. dem
mosaischen Gesetz) befreit hat. In diesem Zeitalter der Gnade sollten die
Gläubigen vom Geiste geführt werden und nicht durch den Buchstaben
gezwungen werden. Wenn wir vom Geiste geführt werden, dann erfüllen wir
automatisch die Forderungen des mosaischen Gesetzes. Dies ist aber ganz
anders, als wenn man unter dem Gesetz ist und es erfüllen muss!
Das Gesetz wurde gegeben, um Sünde zu offenbaren
..."Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde....."
(Röm 3,20)
Gott gab das Gesetz, um Sünde zu "definieren" und um den
Unterschied zwischen dem Gesetz und Seiner Gnade klar zu offenbaren (Röm 5,20). Man kann das Gesetz nicht erfüllen, aber Seine Gnade kann man als
Geschenk annehmen.
In diesem Sinn ist das Gesetz heute noch aktuell, um verlorenen Menschen
ihre Bedürftigkeit nach einem Erretter zu offenbaren.
Es gibt verschiedene Methoden, die 10 Gebote oder das Gesetz einzuteilen (siehe Karte 26)
Karte 26 - Die unterschiedlichen Einteilungen der 10 Gebote
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NACH JOSEPHUS |
NACH AUGUSTUS |
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TAFEL 1 TAFEL 2 |
TAFEL 1 1) andere Götter (20,2-3) 2) Bilder (20,4 – 6) 3) der Name Gottes 4) Sabbath TAFEL 2 |
TAFEL 1 TAFEL 2 |
Wie aus Karte 26 ersichtlich ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die 10 Gebote zu unterteilen. Die logischste Enteilung ist die Ordnung nach Josephus, welcher alle Verpflichtungen Gott gegenüber auf der einen Tafel und alle Verpflichtungen den Menschen gegenüber auf der anderen Tafel festlegt. Vielleicht hat der Herr Jesus auch eine ähnliche Einteilung im Sinne gehabt, als Er Seine Zusammenfassung der 10 Gebote in Lk 10,27-28 festsetzte.
Karte 27 - Die Zusammenfassung der 10 Gebote durch Jesus Christus
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VERPFLICHTUNG GOTT GEGENÜBER |
VERPFLICHTUNG DEN |
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GEBOTE 1-4 |
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"Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus
deinem ganzen Herzen, und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen
Kraft und mit |
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Die Schlussfolgerungen von dieser Zusammenfassung sind zweifach:
Die Satzungen, wie bereits erwähnt wurde, waren eine weitere Auslegung der Gebote. Die Absicht Gottes war es, Sein Volk zu heiligen. Wenn Israel die 10 Gebote und die Satzungen als Grundlage für ihr Leben gelten lassen hätte, dann wäre es ein ganz anderes Volk als die Nationen rund um Israel gewesen. Einige Beispiele von moralischen Gesetzen zeigen dieses Prinzip.
In Kanaan und Ägypten waren folgende Praktiken üblich; Israel hingegen wurde klar davor gewarnt, solche Dinge zu tun:
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Kanaan |
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Israel |
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Ägypten |
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Die Israeliten waren Sklaven in Ägypten. Gott erinnerte sie auch daran, als Er durch die Satzungen zu einer fairen Behandlung der Sklaven in Israel ermahnte. Diese Barmherzigkeit und Fairness stand im vollkommenen Gegensatz zu den Völkern rund um Israel.
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