| [ vorheriger Teil | Inhalt | nächster Teil ] |
HAUSAUFGABE
|
Die Reise in das gelobte Land fing wieder an. Nach der Wüstenwanderung ging das Volk wieder nach Kadesch zurück und marschierte von dort aus weiter, um die südliche Spitze des Toten Meeres und nördlich nach Edom und Moab. Die folgenden drei Begebenheiten offenbarten die Bewahrung Gottes für Sein Volk während dieser Reise:
Bevor das Volk Gottes Kadesch verließ ist Mirjam gestorben.
1. Bewahrung vor Durst bei Meriba (20,1-13) -
Das Volk murrt wieder, da es kein Wasser gibt. Gott befiehlt Mose zu einem Felsen zu reden, damit für das Volk Wasser hervorströme. Aus Verärgerung schlägt Mose jedoch den Felsen, anstatt wie von Gott befohlen zu ihm zu reden. Trotz dieses Ungehorsams von Mose, gab Gott das lebenswichtige Wasser. Er bewahrte Sein Volk trotz allen Ungehorsams und Murrens. Mose aber musste den persönlichen Preis für seine Sünde bezahlen - er durfte das Volk nicht in das verheißene Land Kanaan hineinführen. Er würde das verheißene Land nicht betreten. Der Ort wo sich diese Begebenheit abspielte, hieß Meriba, was "das Haderwasser" bedeutet.
Nach dieser Begebenheit ist auch Aaron gestorben "am Berge Hor, an der Grenze des Landes Edom" (20,23). Mose sollte den Sohn von Aaron, Eleasar, mit dem hohepriesterlichen Gewand seines Vaters bekleiden. Der erste Wechsel in der Führungsspitze des Volkes, in Vorbereitung auf die Einnahme des Landes, wurde vollführt.
Karte 46 - Die Führungsspitze des Volkes Gottes
|
DIE ALTE MANNSCHAFT |
DIE NEUE MANNSCHAFT |
||
|
POLITISCH |
RELIGIÖS |
POLITISCH |
RELIGIÖS |
|
Mose |
Aaron |
Josua |
Eleasar |
|
der Auszug aus Ägypten; |
die Einnahme des Landes |
||
2. Bewahrung vor den feurigen Schlangen (21,4-9) -
Mose bat den König von Edom um die Erlaubnis, auf der Straße des Königs durch sein Land zu ziehen. Doch die Antwort des Königs war eindeutig - "Du sollst nicht durchziehen!" (20,20). Das Volk war nun gezwungen, das Land Edom zu umgehen. Entmutigt fingen sie wieder an zu murren (21,4-5). Als Antwort auf dieses neuerliche Murren, brachte Gott das Gericht der feurigen Schlangen auf das Volk. In Joh 3,14-15 bestätigt der Herr, dass diese Begebenheit ein Typus für Sein Erlösungswerk auf dem Kreuz war.
Einen Vergleich zwischen diesem Typus und der Erfüllung in Christus ergeben folgende Parallelen:
|
|
DER TYPUS |
DIE ERFÜLLUNG IN CHRISTUS |
|
1) |
das Volk murrte und rebellierte gegen Gott |
der Fall des Menschen im Garten Eden |
|
2) |
das Gericht Gottes - die feurigen Schlangen |
der Mensch kommt unter die Macht der Sünde und des Todes |
|
3) |
ein Biss der Schlange brachte den Tod |
die Folge von Sünde war der Tod; er ist unausweichlich |
|
4) |
viele Leute sind bereits gestorben |
viele Menschen sind in ihren Sünden, getrennt von Gott, gestorben |
|
5) |
das Volk kommt zu Mose - er betet für sie |
das Gesetz, die guten Werke (Mose ist ein Typus dafür) können niemandem helfen - die Hilfe ist allein bei Gott |
|
6) |
Gott gibt einen Ausweg - eine feurige Schlange aus Erz soll auf einem Stab aufgestellt werden - wer auf diese Schlange blickt, wird augenblicklich gerettet |
das Evangelium - "denn also hat Gott die Welt geliebt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe" (Joh 3,16) |
Nach dieser Begebenheit setze das Volk seine Reise fort und lagerte in den Ebenen oder Steppen Moabs, "jenseits des Jordan von Jericho" (22,1).
3. Bewahrung vor der Bosheit des Königs Balak, der Israel durch Bileam verfluchen lassen wollte (22-25) -
Balak, der König von Moab, fürchtete sich vor dem Volk Gottes und ließ Bileam, einen Propheten aus Mesopotamien, holen. Zuerst weigerte sich Bileam mitzugehen, doch nachdem Balak zum zweiten Mal nach ihm schickte, ging er mit, obwohl es auf der Hand lag, dass Gott an der Haltung Bileams kein Wohlgefallen hatte. Es scheint, als ob Bileam gute Kenntnis über den Herrn hatte, doch einige Schriftstellen würden eher darauf hindeuten, dass er keine persönliche Beziehung zu Gott hatte und daher ein Ungläubiger war (siehe 4Mo 31,16; 5Mo 23,5-6; Jos 13,22; 24,9-10; Neh 13,2; 2Petr 2,13-16; Jud 11; Offb 2,14)
Über die Prophezeiungen Bileams wird in den Kap. 23-24 berichtet:
| die erste Prophezeiung (23,1-12) | von den Höhen des Baal |
| die zweite Prophezeiung (23,13-26) | von dem Gipfel des Pisga |
| die dritte Prophezeiung (23,27-24,9) | von dem Gipfel des Peor |
| die vierte Prophezeiung (24,10-25) |
Viermal segnete er Israel, anstatt es zu verfluchen, wie Balak es von ihm verlangte. Der Schlüsselvers ist 23,8 "Wie soll ich verfluchen, den Gott nicht verflucht, und wie verwünschen, den Jahwe nicht verwünscht hat?" Die Absicht Balaks, das Volk Gottes zu verfluchen, war von Anfang an zum Scheitern verurteilt, da diese Absicht gegen ein Grundprinzip des Bundes mit Abraham stieß, nämlich - ".... und wer dir flucht, den werde ich verfluchen" (1Mo 12,3).
Doch die Wahrheit über Bileam kommt auch ans Licht. 2Petr 2,15 offenbart, dass Bileam "den Lohn der Ungerechtigkeit liebte" und daher versuchte er immer noch dieses Geld zu bekommen, indem er Gottes Volk durch Ausschweifungen zu Fall brachte. Er beriet das Volk dahingehend, dass ihnen überhaupt nichts passieren könnte, ganz egal was sie tun würden, da sie das Volk des Bündnisses wären (31,16). Gott richtete Sein Volk wegen der Ausschweifungen, und auch dieser falsche Prophet von Mesopotamien wurde erfasst und getötet (31,8).
a) die Verteilung des Landes (26-27)
b) die Opfer und die Gelübde (28-30)
c) die feindlichen Völker (31)
d) das Transjordanland (32)
e) eine Betrachtung der Reise (33)
Eine Volkszählung in Kap. 26 zeigt, dass das Volk in den 40 Jahren um 1.820 Männer kleiner geworden ist. Die Gesamtzahl der wehrfähigen Männer betrug 601.730.
Karte 47 - Ein Vergleich der zwei Volkszählungen in 4. Mose
|
D I E Z W Ö L F S T Ä M M E I S R A E L S |
|||
|
REIHENFOLGE NACH GRÖSSE |
REIHENFOLGE NACH GRÖSSE |
||
|
1) JUDA |
74.100 |
1) JUDA |
76.500 |
|
2) DAN |
62.700 |
2) DAN |
64.400 |
|
3) SIMEON |
59.300 |
3) ISSASCHAR |
64.300 |
|
4) SEBULON |
57.400 |
4) SEBULON |
60.500 |
|
5) ISSASCHAR |
54.400 |
5) ASSER |
53.400 |
|
6) NAPHTALI |
53.400 |
6) MANASSE |
52.700 |
|
7) RUBEN |
46.500 |
7) BENJAMIN |
45.600 |
|
8) GAD |
45.650 |
8) NAPHTALI |
45.400 |
|
9) ASSER |
41.500 |
9) RUBEN |
43.730 |
|
10) EPHRAIM |
40.500 |
10) GAD |
40.500 |
|
11) BENJAMIN |
35.400 |
11) EPHRAIM |
32.500 |
|
12) MANASSE |
32.200 |
12) SIMEON |
22.200 |
|
603.550 |
601.730 |
||
In Kap. 27 kamen die Töchter Zelophchads, von dem Stamme Manasse, zu Mose, um eine Frage hinsichtlich der Erbschaft zu klären.
Im späteren Verlauf dieses Kapitels wurde Mose beauftragt, Josua als seinen Nachfolger einzusetzen.
Obwohl die Einnahme des Landes eine geänderte Lebensweise für Sein Volk bedeuten wird, befiehlt Gott, Seine Opfer- und Anbetungseinrichtungen einzuhalten.
Dieses Kapitel beschreibt die Vertilgung der Midianiter wegen ihrer Auflehnung gegen Israel.
Die Stämme Ruben und Gad "hatten viel Vieh, in gewaltiger Menge; und sie sahen das Land Jaser und das Land Gilead, und siehe, der Ort war ein Ort für Vieh" (32,1). Sie wollten im Transjordanland bleiben. Sie wollten den Segen ohne den Streit haben. Mose gab ihnen dieses Gebiet unter der Bedingung, dass sie aber in den Kampf mitziehen und dem restlichen Volk bei der Einnahme des Landes helfen müssten.
Dieses Kapitel gibt einen Überblick von "der Pilgerreise des Volkes Gottes". Trotz allen Murrens, Auflehnung und Ungehorsams, war die FÜHRUNG GOTTES immer deutlich. Er brachte Sein Volk zum Ziel.
a) die Grenzen des Landes (34)
b) die Städte der Leviten (35)
c) einige Fragen bezüglich Erbschaft (36)
Der Herr bildete einen Ausschuss, welcher das Land gerecht aufteilen sollte (34,16-29).
Der Stamm Levi erhielt kein Erbe wie die übrigen Stämme, sondern den Leviten wurden 48 Städte mit dem umliegenden Weideland gegeben. Diese Städte waren über das ganze Land verstreut, damit die Leviten den Kindern Gottes in ihrem Leben mit Gott überall helfen konnten. Auch die Zufluchtsstädte wurden erwähnt.
Kann der Besitz des Landes von Stamm zu Stamm gewechselt werden? Der Herr sagt "Nein". Das Erbe des Landes muss in dem jeweiligen Stamm bleiben.
| [ vorheriger Teil | Inhalt | nächster Teil ] |
© 2001 Evangeliums-Zentrum e.V.