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HAUSAUFGABE
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Der Verfasser des Buches ist Josua. Dieser Name heißt auf hebräisch - "Jahwe shua" und bedeutet - "der Herr ist Heil". Die NT-Form dieses Namens ist "Jesus".
Der Name hat auch eine Bedeutung als Typus. In 5Mo 6,23 steht ...."uns führte Er (Jahwe) von dannen (Ägypten) heraus, um uns herzubringen, uns das Land zu geben". In diesem Vers ist von einer zweifachen Tätigkeit Gottes die Rede -
Für die erste Tätigkeit verwendete Gott Mose. Mose bedeutet "herausgenommen" und er ist ein Typus für den Herrn als Erlöser von der Macht der Finsternis. Er nahm uns heraus.
Die zweite Tätigkeit wurde von Josua ausgeführt. Wie erwähnt, bedeutet sein Name "Heiland". Er ist ein Typus für den Herrn, der uns hineinführen will in den ganzen Segen und Sieg des christlichen Lebens.
Karte 22 zeigte, dass die Befreiung Israels von Ägypten ca. 1450 v. Chr. stattfand. Israel irrte fast 40 Jahre in der Wüste umher, dann begann die Einnahme des Landes um ca. 1400 v. Chr. Die Geschehnisse, von denen in den Kap. 1-12 berichtet wird, spielen sich in einer Zeitperiode von etwa 5 Jahren ab (vergleiche 14,7 mit 14,10). Die Begebenheiten des ganzen Buches umfassen wahrscheinlich eine Periode von 25-35 Jahren.
Dieses Datum von ca. 1400 v.Chr. wird auch aufgrund von Beweisen außerhalb des biblischen Berichtes bestätigt. Ägyptische Beamte, die in Kanaan arbeiteten, schrieben Berichte an den Pharao, welche über das Eindringen eines fremden Heeres, "Habiru" genannt, informieren. Diese "Habiru" haben mehr und mehr von dem Land eingenommen und die Völker in Furcht versetzt. Laut den Berichten fand dieses Eindringen um 1400 v. Chr. statt. Das Wort "Habiru" kommt von demselben Stamm wie "Hebräer" und weist auf die israelischen Streitkräfte unter Josua hin. Diese Berichte wurden im Jahre 1887 in Ägypten gefunden und werden die Amarna-Briefe genannt.
Wie bereits auf Seite 25, "der religiöse Hintergrund" erwähnt wurde, gab es drei Merkmale der Religion der Kanaaniter -
Es war unmöglich, dass die strenge, moralische Jahwe-Anbetung der Kinder Israels neben solchen Greueln gedeihen konnte. Aus diesem Grund, der für viele Leute unverständliche Befehl, die Kanaaniter samt ihrer satanisch-inspirierten Religion auszurotten.
Der Hauptgedanke des Buches ist der SIEG DURCH GLAUBEN. 2Kor 2,14 fasst diesen Hauptgedanken gut zusammen "Gott aber sei Dank, Der uns allezeit im Triumphzug umherführt in Christo ........".
Das Buch Josua könnte mit dem Epheserbrief im NT verglichen werden, da es das fortschreitende Besitzergreifen des Erbteiles Gottes für Israel offenbart. Dasselbe Thema zeigt der Epheserbrief im NT.
Der Inhalt des Buches kann in drei Worten zusammengefasst werden:
EINMARSCHIEREN - EROBERN - BESITZERGREIFEN
Diese drei Worte liefern die Grundlage für die Unterteilung von Josua.
Karte 50 - Die Unterteilung von Josua
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1-5 |
6-12 |
13-24 |
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DIE EINNAHME DES |
DIE EROBERUNG DES |
DIE VERTEILUNG DES |
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EINMARSCHIEREN |
EROBERN |
BESITZERGREIFEN |
Die Zeit der Erlösung Israels aus Ägypten und die Zeit der Eroberung Kanaans waren in der internationalen politischen Lage von großen Unruhen gekennzeichnet.
Pharao Thutmose III war ein brillanter Feldherr. Während seiner Regierungszeit marschierte er siebzehn oder achtzehnmal durch Kanaan, um mit den Mitanni, einem indo-iranischen Volk, das vom Hochland der Tigris- und Euphrat-Flüsse stammte, Krieg zu führen. Später verloren die Mitanni an Macht und Einfluss und wurden von den Hethitern überschattet. Die Hethiter führten Krieg mit Ägypten und versuchten die Kontrolle über Kanaan und somit über das Große Meer (das Mittelmeer) für sich zu sichern (siehe Karte 52). Ca. 1300 v. Chr., etwa 100 Jahre nach der Einnahme des Landes durch Josua, gab es noch immer Kämpfe zwischen Ägypten und den Hethitern. Dieser Krieg wurde 1280 v. Chr. beendet, als Ramses II von Ägypten und Hattusil, König der Hethiter, ein Friedensabkommen unterzeichneten.
Diese ständigen kriegerischen Auseinandersetzungen hatten auf die Kanaaniter eine große Auswirkung. Kanaan diente stets als Pufferstaat und wurde ständig von dieser oder jener Großmacht besetzt, die dadurch politische und militärische Überlegenheit zu erreichen suchten. Kanaan bestand aus vielen kleinen Fürstentümern, die aus zwei Gründen niemals eine politische Einheit bilden konnten -
Wenn diese Fürstentümer Kanaans angegriffen wurden, hatten sie nur zwei Möglichkeiten zur Verteidigung
Karte 51 - Der geschichtliche Hintergrund der Eroberung Kanaans
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ca. v. Chr. |
ÄGYPTEN |
KANAAN |
ANDERE MÄCHTE |
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1500 |
Thutmose III ständig im Krieg mit den Mitanni verwickelt |
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das Mitanni-Volk übt in Kanaan großen Einfluss aus |
Karte 52 - die Welt der Patriarchen zur Zeit der Eroberung Kanaans

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HAUPTGEDANKE: SIEG DURCH GLAUBEN |
I) DIE EINNAHME DES LANDES: 1-5
1) DER FÜHRER JOSUA 1
2) DAS AUSKUNDSCHAFTEN DES LANDES 2
3) DER EINMARSCH IN KANAAN 3-5
II) DIE EROBERUNG DES LANDES: 6-12
4) DER ZENTRALE FELDZUG 6-9
a) Jericho (6)
b) Ai (7-8)
c) Gibeon (9)5) DER SÜDLICHE FELDZUG 10
6) DER NÖRDLICHE FELDZUG 11
7) EINE ZUSAMMENFASSUNG 12
III) DIE VERTEILUNG DES LANDES: 13-24
8) DIE ALLGEMEINE VERTEILUNG 13-19
9) BESONDERE ANGELEGENHEITEN 20-22a) die Zufluchtsstädte (20)
b) die Städte der Leviten (21)
c) die Gefahr eines Bürgerkrieges (22)10 ) DIE ABSCHLIESSENDEN WORTE VON JOSUA 23-24
Israel machte genaue Pläne, bevor es über den Jordan ging, um das Land einzunehmen, welches Gott ihnen versprochen hatte.
Dieses Kapitel stellt die Verbindung zu 5. Mose dar. Man kann dieses Kapitel in zwei Abschnitte unterteilen:
Der Auftrag Gottes an Josua umfasst drei Teile:
Die Herausforderung Josuas an das Volk war hauptsächlich an die zweieinhalb Stämme gerichtet, welche auf dem Ost-Jordan-Ufer bleiben wollten. Die Entscheidung der Rubeniter, der Gaditer und des halben Stammes Manasse, ihr Erbteil in dem verheißenen Land nicht in Anspruch zu nehmen, zeigt eher eine mangelnde Bereitwilligkeit zu kämpfen.
Dieses Auskundschaften steht im völligen Gegensatz zu jenem vor 40 Jahren. Der Bericht der zwei Kundschafter in V. 24 ist ganz anders als jener Bericht der 10 Kundschafter in 4Mo 13,26-30.
Durch die Aussendung der Kundschafter erreichte Gott drei Ziele -
Bevor Gott den wundervollen Durchzug durch den Jordan ermöglichen konnte, musste sich das Volk heiligen (3,1-13). Als dann die Priester die Bundeslade in den reißenden Fluss trugen (es war gerade Hochwasser v. 15), hörte der Strom sofort auf zu fließen.
Die Überquerung wird in 3,14-4,24 beschrieben. Die Priester mussten mit der Bundeslade so lange in dem Flussbett stehenbleiben, bis alle hinübergegangen waren. Als Erinnerung an das Wirken Gottes musste das Volk zwei steinerne Gedächtnisstätten aufrichten -
In Kap. 5 wird Josua auf eine sehr eindrucksvolle Art und Weise gezeigt, dass obwohl er der Führer der Streitkräfte Israels ist, der wahre Heerführer Gott selbst ist.
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