| [ vorheriger Teil | Inhalt | nächster Teil ] |
HAUSAUFGABE
|
Josua war nicht nur der geistliche Führer des Volkes, sondern auch ein Feldherr ersten Ranges. Um eine mögliche Allianz der verschiedenen Fürstentümer des Landes zu verhindern, fing er mit einem zentralen Angriff an, welcher das Rückgrat des Widerstandes zerbrechen sollte. Nachdem er diesen Keil in den feindlichen Widerstand hineingetrieben hatte, wandte er sich zuerst nach Süden und dann nach Norden, um die feindlichen Könige und ihre Heere systematisch auszurotten.
Karte 53 - Die Feldzüge Josuas

a) Jericho (6)
b) Ai (7-8)
c) Gibeon (9)
Den Kern des zentralen Feldzuges stellten die Angriffe gegen die drei Städte - Jericho, Ai und Gibeon dar. Diese Festungen der Kanaaniter können als Typen für verschiedene Probleme im christlichen Leben angesehen werden, die das Kind Gottes überwinden muss, -
Jericho - organisierter Widerstand gegen Gott, wie z. B. die Welt
Ai - die Überheblichkeit und das Selbstvertrauen
Gibeon - die List des Feindes
Das Wort Gottes offenbart in diesem Bericht mehr darüber, WIE der Sieg errungen wurde, als dass Einzelheiten angeführt werden, was eigentlich geschehen ist. Man kann sagen, dass Jericho eingenommen wurde, weil das Volk bereit war, den Weisungen Gottes Gehorsam zu schenken -
d. h. insgesamt dreizehnmal um Jericho zu marschieren.
Im übertragenen Sinn heißt das, dass es für das Kind Gottes möglich ist, die Welt durch Glauben und Gehorsam zu überwinden - "Denn alles was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube." (1Jo 5,4).
Indem Gott die Israeliten nicht gleich angreifen ließ, gab Er in Seiner Gnade, Jericho Zeit, sich zu beugen und zu ergeben.
Kap. 7 berichtet von der einzigen Niederlage Israels in dem Buche Josua. Für diese Niederlage gibt es drei mögliche Gründe :
Es war klar, dass man nicht mit Gottes Hilfe rechnen konnte, solange diese Sünde vorhanden war. Achan wurde zur Rechenschaft gezogen. Die drei Schritte seiner Übertretung waren -
Er und seine Familie wurden gesteinigt.
In Kap. 8 erringt Josua den Sieg, welchen er in Kap. 7 hätte haben sollen. Josua machte den Fehler, aus vergangenen Siegen für gegenwärtige Kämpfe Schlüsse zu ziehen.
Das Gesetz verbot Israel ausdrücklich, mit dem Volk des Landes einen Bund zu schließen (siehe 5Mo 7,2 und 20,16-17). Da das Volk nicht bereit war, auf die Stimme Gottes zu hören, wurden sie durch die List der Gibeoniter verführt und machten einen Bund mit ihnen. Viele Probleme in späteren Jahren sollten aus diesem Bündnis resultieren.
Die Könige des südlichen Teiles von Kanaan verbündeten sich. In diesem Bündnis befanden sich die fünf Könige der Amoriter - der König von Jerusalem, der König von Hebron, der König von Jarmuth, der König von Lachis und der König von Eglon (siehe Karte 54). Diese Könige zogen gegen Gibeon und Josua war verpflichtet, den Gibeonitern zu helfen. Gott schenkte ihm einen großen Sieg, in dessen Verlauf zwei große Naturwunder geschahen -
In Kap. 11 wird ein kurzer Bericht über diesen Feldzug gegeben, hauptsächlich um den See Kinnereth oder Genezareth. König Jabin von Hazor war der Anführer des Widerstandes.
In Kap. 12 wird eine Zusammenfassung der Siege gegeben, welche Josua durch Glauben errungen hat. Insgesamt werden 31 Könige erwähnt:
Karte 54 - Das Land Kanaan (81 KB)

| [ vorheriger Teil | Inhalt | nächster Teil ] |
© 2001 Evangeliums-Zentrum e.V.