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HAUSAUFGABE
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In 1Mo 15,12-16 versprach Gott, dass Er dem Samen Abrahams das Land als Erbteil geben würde. Nachdem nun 400 Jahre oder noch mehr vergangen sind, liest man in Jos 13-24, wie Gott Seinem Wort treu ist, als die Einzelheiten von den verschiedenen Erbteilen angeführt werden.
Statt alle Einzelheiten in diesen Kapiteln zu betrachten, seien nur vier darin vorkommende Prinzipien erwähnt -
1) Der große Segen
Es ist sehr eindrucksvoll, wenn man von dem individuellen Segen liest, welcher durch die Gnade Gottes jedem Stamm zuteil wurde.
Karte 55 - Die Erbteile der 12 Stämme

Josua und Eleasar, der Priester, waren zusammen mit den Häuptern der Stämme für die Verteilung des Landes verantwortlich (14,1). Neuneinhalb Stämme erhielten ihr Erbteil in Kanaan. Zweieinhalb Stämme hatten ihr Erbteil bereits zur Zeit Moses im Trans-Jordanland in Besitz genommen. Ein Stamm - Levi - bekam kein Erbteil - " .... Jahwe, der Gott Israels ist ihr Erbteil." (13,33) - " .... und man gab den Leviten kein Teil im Lande, außer den Städten zum Wohnen und deren Bezirke für ihr Vieh und für ihre Habe." (14,4). Die Leviten erhielten 48 Städte.
In dem Bericht über die allgemeine Verteilung des Landes, wird das Erbteil Judas am meisten beschrieben - siehe Kap. 15,1-63. Da Juda in späteren Jahren in der Entfaltung des Planes Gottes eine besonders wichtige Rolle spielt, hat dieser Bericht große Bedeutung.
2) Die ausständigen Verheißungen
Das Erbteil Juda wurde in vier große Bereiche unterteilt:

Zweimal (in 13,1 und in 18,3) erinnerte Gott Sein Volk daran, dass sie die Verheißungen hinsichtlich des Landes noch nicht völlig ausgeschöpft hatten. Der Kampf war noch nicht zu Ende. Es gab noch viel Land einzunehmen.
3) Das hervorragende Zeugnis
In Kap. 14 wird das Erbteil Kalebs beschrieben. Aufgrund eines Vergleiches von 14,7 und 14,10 ist anzunehmen, dass die Zeitperiode der Feldzüge (d. h. Kap. 1-12) ca. 5 Jahre betragen hat. Kaleb wurde ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt, nämlich, dass er dem Herrn "völlig nachgefolgt" ist (14,8; 14,9; 14,14) und seine Kraft mit 85 Jahren unverändert war - "ich bin heute noch so stark wie an dem Tage, da Mose mich aussandte" (V. 11). Damals war er 40 Jahre alt (V. 7). Sein Erbteil war Hebron im Lande Juda (siehe 15,54).
4) Unberechtigte UnzufriedenheitDie Kinder Josephs (Manasse und Ephraim) beschwerten sich, weil ihrer Meinung nach ihr Erbteil zu klein war (17,14 – 18). Sie behaupteten "ein zahlreiches Volk" zu sein (V.14). Josua antwortete ihnen, dass wenn sie wirklich so stark und zahlreich sind, sie in den Wald im Gebirge Ephraim hinaufgehen und die Kanaaniter von dort vertreiben sollten.
a) die Zufluchtsstädte (20)
b) die Städte der Leviten (21)
c) die Gefahr eines Bürgerkrieges (22)
In diesen Kapiteln werden drei Angelegenheiten behandelt, welche bereits in 4. Mose erwähnt wurden.
Es wurden die Städte bestimmt, welche einen Totschläger, "der jemand aus Versehen, unabsichtlich, erschlagen hat" aufnehmen konnten -

Für die Leviten trifft Gott eine besondere Vorkehrung. Da sie durch ihren Dienst an dem Heiligen Zelt keine Zeit für die normale tägliche Arbeit haben würden, schenkte Er ihnen innerhalb der verschiedenen Erbteile 48 Städte, wo sie ohne zusätzliche Mühe wohnen und ihr Vieh weiden lassen konnten (siehe 4Mo 35).
Zuallererst dachten die Stämme in Kanaan, dass der von Ruben, Manasse und Gad errichtete Altar ein direkter Verstoß gegen das Gebot Gottes hinsichtlich eines zentralen Altares war. Erst nachdem sie Pinehas, den Sohn Eleasars, und zehn Häupter der in Kanaan lebenden Stämme Israels in das Trans-Jordanland schickten, erfuhren sie, dass der Altar als ein Zeugnis errichtet wurde (V. 27-28).
In den Kap. 23-24 wird von zwei Reden von Josua berichtet, welche zwei Schwerpunkte haben.
In Kap. 23 legt Josua die Betonung auf HEILIGUNG. Die Siege der Vergangenheit sind keine Garantie dafür, dass dadurch die Probleme der Gegenwart überwunden werden. Josua ermahnt Israel, sich daran zu erinnern, dass das Land nur durch Heiligung völlig eingenommen werden wird, vor allem durch Vermeidung des Kontakts mit den Kanaanitern und ihren Götzen.
In Kap. 24 legt der Diener Gottes die Betonung auf DIENST. Der Schlüsselvers ist V. 15 - "ich aber und mein Haus, wir wollen Jahwe dienen".
Das Buch endet mit einer ernsten Bestätigung des Oberlehnsherr-Lehnsmann-Vertrages bei Sichem und mit einem Schwur des Volkes "auch wir wollen Jahwe dienen, denn ER ist unser Gott!" (24,18).
Leider hielt dieser Vorsatz Israels nicht sehr lange an. Bereits in dem nächsten Buch der Bibel, in dem Buch Richter, findet man das Volk sehr weit von ihrem Gott entfernt.
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