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HAUSAUFGABE
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Bereits im ersten Vers des Buches wird berichtet, dass die Ereignisse während der Zeit der Richter stattfanden. Das Buch ist von vier Gesichtspunkten her wichtig:
Karte 62 - Die Unterteilung von Ruth
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RUTH |
RUTH |
RUTH |
RUTH |
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Ruth kommt nach |
Ruth begegnet |
Ruths Bitte |
die Hochzeit von |
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HAUPTGEDANKE: TREUE INMITTEN VON UNTREUE |
1) RUTH ENTSCHEIDET 1
2) RUTH DIENT
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3) RUTH RUHT
3
4) RUTH WIRD BELOHNT 4
Elimelech und seine Familie verließen Bethlehem-Juda während einer Hungersnot und gingen nach Moab. Wahrscheinlich war dieser Aufenthalt nur als vorübergehend geplant, doch sollten er und seine zwei Söhne die Heimat nie wieder sehen.
Nach dem Tod ihres Mannes und ihrer beiden Söhne entschied sich Naomi wieder nach Israel zurückzukehren. Sie ermutigte jedoch ihre beiden moabitischen Schwiegertöchter in Moab zu bleiben. Wenn die zwei Frauen nach Israel mitgingen, hätten sie, zumindest vom Gesetz her, keine Hoffnung jüdische Ehemänner zu bekommen. Das Gesetz verbot ausdrücklich Mischehen.
"Orpa küsste ihre Schwiegermutter" (1,14) und blieb in Moab. "Ruth aber hing ihr an." (1,14). Ruth sah nämlich nicht nur das Problem der Ehe, sondern sie sah vielmehr die wichtige geistliche Wahrheit dahinter. Durch ihre Ehe mit dem Sohn von Elimelech hatte sie den Gott Israels, Jahwe, kennengelernt. Als sie jetzt mit der Wahl konfrontiert wurde - Ehe oder Jahwe - entschied sie sich für den Herrn und ging mit Naomi nach Bethlehem.
In diesem Kapitel wird Boas als der göttliche Gutsbesitzer bezeichnet, der viel von seinem Herrn sprach (V.4). Er war auch diesbezüglich dem Herrn gehorsam, dass er gemäß dem Gesetz die Armen nach der Ernte auflesen ließ (siehe 3Mo 19,9-10). Ruth wird als beispielhafte Dienerin gezeigt, welche unermüdlich arbeitet. Sie brachte ein Epha Gerste (V. 17) mit nach Hause. Diese Menge bedeutet, dass sie schwer gearbeitet hat.
Auf Anraten von Naomi ging Ruth zu Boas, während er auf seiner Tenne arbeitete. Sie deckte seine Füße auf; dies war eine symbolische Geste, wodurch sie ihre Bereitschaft seine Ehefrau zu werden, ankündigte. Boas verstand völlig ihre sittlichen Absichten. Bevor er sie aber in der Schwagerpflicht-Ehe heiraten konnte, musste er noch mit einem nicht näher definierten Verwandten verhandeln, der laut Gesetz den ersten Anspruch hatte.
Boas konfrontierte diesen nahen Verwandten mit der Lage, und obwohl dieser gern den Besitz gehabt hätte, war er nicht bereit, Ruth zu heiraten. Sein Verzicht wurde vertraglich festgelegt und nun war Boas frei und konnte Ruth heiraten. Ruth bekam einen Sohn, Obed, welcher der Großvater von König David war.
In Mt 6,33 steht "trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach Seiner Gerechtigkeit, und dies wird euch hinzugefügt werden".
In Kap. 2 war Ruth wirklich bereit, nach dem Reiche Gottes zu trachten und auf alle ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen zu verzichten. Kap. 4 zeigt die Erfüllung von Mt 6,33; da Ruth bereit war nach dem Reiche Gottes zu trachten, schenkte ihr Gott alles, wonach sich ihr Herz sehnte.
Die vier Kapitel in Ruth können auch als Typus für vier Stufen im christlichen Leben angesehen werden. Es beginnt mit der Entscheidung, dem Herrn nachzufolgen und endet bei der Belohnung am Tage des Preisgerichtes.
Karte 63 - Die vier Stufen in Ruth

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