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HAUSAUFGABE
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Das goldene Zeitalter der Regierungszeiten Davids und Salomos hat sich im AT nie wiederholt. Die politische Karriere und der Aufstieg Davids waren außerordentlich erfolgreich. Durch militärische Siege und politische Verhandlungen und Verträge machte er Israel zu der bedeutendsten Macht der Mittelmeergegend, und das innerhalb der kurzen Zeit von 10 Jahren. Durch seine Bemühungen wurde das Königreich befestigt, was auch die Hauptbetonung des Buches ist. Sein Reich erstreckte sich von dem Bach Ägyptens im Süden bis Phönizien und Hamath im Norden (siehe Karte 69).
2. Samuel berichtet ausführlich über das Leben von David. 1. Chronika gibt interessante Ergänzungen zu diesem Bericht. Manchmal sind Abschnitte fast identisch. Doch obwohl der Verfasser von 1. + 2. Samuel und der Verfasser von 1. + 2. Chronika gemeinsame Quellen verwendet haben müssen, bleibt die Absicht welche sie verfolgten, grundsätzlich verschieden. In 2. Samuel liegt die Betonung auf David als Staatsmann, Krieger, König und Gesalbter Gottes, der sein Reich durch Gottes Hilfe aufgebaut hat, doch am Höhepunkt seines Lebens in große Sünde fiel. In 1. Chronika liegt die Betonung auf David als demjenigen, welcher die notwendigen Vorbereitungen für den Bau des Tempels getroffen hat.
Karte 69 - Das vereinigte Reich Davids um ca. 1000 v. Chr.

Wie bereits erwähnt wurde, berichten 2. Samuel und 1. Chronika von demselben Abschnitt in der Geschichte Israels, obwohl die jeweilige Betonung ganz verschieden ist.
Die Karte 70 zeigt die chronologische Beziehung zwischen den Büchern Samuel, Könige und Chronika.
Karte 70 - Die chronologische Beziehung zwischen den Büchern Samuel, Könige und Chronika
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1. SAMUEL |
2. SAMUEL |
1. KÖNIGE |
2. KÖNIGE |
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1. CHRONIKA |
2. C H R O N I K A |
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2. Samuel ist in Bezug auf vier Bereiche wichtig:
Der Wendepunkt in 2. Samuel ist die Sünde Davids mit Bathseba in Kap. 11 und 12. Die Kapitel 1-10 berichten von dem Aufstieg Davids. Die Kapitel 13-20 schildern die schweren Folgen in Familie und Staat, welche diese Sünde auslöste.

Die Kapitel 21-24 sind nicht in der chronologischen Reihenfolge der Geschichte, sondern sind eher Einblendungen über verschiedene Ereignisse während der Regierungszeit.
Diese Aufstellung liefert auch die Grundlage für die Unterteilung des Buches –
Karte 71 – Die Unterteilung von 2. Samuel
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1 – 10 |
11 – 12 |
13 – 20 |
21 – 24 |
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DER AUFSTIEG DAVIDS |
DIE SÜNDE DAVIDS |
DIE FOLGEN DER SÜNDE |
DER RÜCKBLICK |
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HAUPTGEDANKE: DAS KÖNIGREICH BEFESTIGT - DAVID |
I) DER AUFSTIEG DAVIDS: 1-10
1) DAVID REGIERT IN HEBRON 1-4
a) der Tod Sauls (1)
b) die Krönung Davids (2,1-11)
c) der Kampf Davids (2,12-4,12)2) DAVID REGIERT IN JERUSALEM 5-10
a) eine neue Hauptstadt (5)
b) eine neue Stätte der Anbetung (6)
c) ein neuer Bund (7)
d) neue Siege (8-10)
II) DIE SÜNDE DAVIDS: 11-12
3) DIE URSACHE DER SÜNDE 11,1-5
4) DIE ART DER SÜNDE 11,6-27
5) DIE AUSWIRKUNGEN DER SÜNDE 12
III) DIE FOLGEN DER SÜNDE: 13-20
6) DIE SCHWIERIGKEITEN MIT SEINER FAMILIE 13-18
a) die Schwierigkeiten mit Amnon – Blutschande (13)
b) die Schwierigkeiten mit Absalom – Aufstand (14-18)
IV) DER RÜCKBLICK: 21-24
8) DIE PROBLEME DAVIDS 21
9) DER LOBPREIS DAVIDS 22
10) DIE PROPHEZEIUNGEN DAVIDS 23,1-7
11) DIE HELDEN DAVIDS 23,8-39
12) DIE STRAFE DAVIDS 24
Über die Jugend, die Erwählung und die Salbung Davids wurde bereits in 1. Samuel berichtet. 2. Samuel fängt mit dem Tod Sauls an. Nun kann David, der rechtmäßige König von Israel, seinen Thron besteigen.
Der Aufstieg Davids kann in zwei Teile unterteilt werden: zuerst die Jahre in Hebron, dann die Jahre in Jerusalem.
Karte 72 - Der Aufstieg Davids
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1-4 |
5-10 |
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DAVID REGIERT IN HEBRON |
DAVID REGIERT IN JERUSALEM |
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7 Jahre |
33 Jahre |
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der örtliche König |
der nationale König |
a) der Tod Sauls (1)
b) die Krönung Davids (2,1-11)
c) der Kampf Davids (2,12-4,12)
Kap. 1 zeigt die tiefe Trauer, welche David empfand, als er von dem Tod Sauls und seines geliebten Freundes Jonathan hörte. Die Unterschiede bei den Berichten über Sauls Tod in 1Sam 31 und 2Sam 1 beruhen auf der Tatsache, dass der Amalekiter, um vermeintlich in die Gunst Davids zu kommen, bezüglich des wirklichen Herganges der Ereignisse gelogen hat. Der "richtige" Bericht steht daher in 1Sam 31. Die Lüge des Amalekiters wurde dementsprechend geahndet (1,15).
David suchte den Willen Gottes. Der Herr führte ihn aus dem Philisterland hinauf nach Juda, wo er in Hebron zum König über das Haus Juda gemacht wurde (2,1-7). Als Gegenschlag dazu nahmen die Nachfolger Sauls, vor allem sein General, Abner, Isboseth, den Sohn Sauls, und salbten ihn zum König über Israel (2,8-11).
Die nächsten Kapitel beschreiben den Kampf zwischen dem Thron Davids und dem Thron Isboseths. Dieser Kampf kann wie in 3,1 zusammengefasst werden –
"Und der Streit war lang zwischen dem Hause Sauls und dem Hause Davids; David aber wurde immerfort stärker, während das Haus Sauls immerfort schwächer wurde."
Isboseth verlor seinen General, Abner, und war dadurch nicht mehr imstande, der Macht Davids zu widerstehen. Er selbst wurde von zwei seiner Leute brutal erschlagen, welche sich einen Lohn von David erhofften. David bestraft diesen Verrat genauso, wie er bisher jeden Verrat und Verletzung von göttlich eingesetzter Autorität behandelte, nämlich mit einem gerechten Gericht (4,8-12).
a) eine neue Hauptstadt (5)
b) eine neue Stätte der Anbetung (6)
c) ein neuer Bund (7)
d) neue Siege (8-10)
David wählte Jerusalem als die neue Hauptstadt seines vereinigten Reiches aus. Die Stadt war jedoch noch mit Einwohnern des Landes, den Jebusitern, besiedelt, welche David Widerstand leisteten. Er nahm aber trotzdem die Stadt ein und baute sie aus (5,1-16).
Als die Philister hörten, dass David zum König des Vereinigten Reiches Israel gekrönt wurde, erkannten sie die Gefahr und zogen aus gegen ihn (5,17). Es gab einige Kämpfe gegen die Philister, bevor David den endgültigen Sieg über sie errungen hatte (5,17-25 und 8,1).
David wollte Jerusalem nicht nur als politische Hauptstadt haben, sondern es sollte auch die zentrale Stätte der Anbetung im Lande sein. In diesem Sinne versuchte er die Bundeslade nach Jerusalem zu bringen. Beim ersten Versuch beachtete der König nicht das Wort Gottes hinsichtlich der richtigen Methode des Transportes und der Versuch scheiterte kläglich (6,1-11). Beim zweiten Versuch war David vorsichtiger und brachte die Bundeslade in seine Hauptstadt.
David wollte auch ein Haus für die Bundeslade bauen, doch Gott gewährte ihm diesen Wunsch nicht. Ein Grund für diese Absage war sicherlich, dass die Zeiten noch zu unsicher waren, sodass der Tempel ständig einer Gefahr ausgesetzt gewesen wäre. Anstatt dass David etwas für Gott tun durfte, tat Gott etwas für ihn – Gottes Bund mit David (7,8-16).
In diesen Kapiteln werden zwei Seiten von David gezeigt :
Es wird in der Bibel sehr wenig vom Wachstum des Reiches Davids berichtet – nur die Erwähnung der Siege über einige heidnische Völker lässt dieses Wachstum erkennen –
In all diesen Siegen versäumte es David nicht, Gott für alles die Ehre zu geben (siehe Kap. 22 bzw. Ps 18).
Ganz besonders wird die Milde und Barmherzigkeit Davids auch in der Begebenheit mit Mephiboseth geoffenbart. Zweimal half er ihm :
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