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HAUSAUFGABE
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Wie bereits erwähnt wurde, steht der Tempel im Brennpunkt von 1. + 2. Chronika. Die Gegenüberstellung von Chronika und Samuel/Könige auf Karte 76 zeigt, dass Samuel/Könige mehr den prophetischen Blick (d.h. Gericht) und Chronika mehr den priesterlichen Blick (d.h. Hoffnung) betonen. Aus diesem Grund enden Samuel/Könige in dem endgültigen Gericht der babylonischen Gefangenschaft und der Zerstreuung. 1. + 2. Chronika hingegen erwähnen das Gericht, finden aber ihre Fortsetzung in dem Buch Esra, welches von der neuen Hoffnung durch die Wiedererrichtung des Tempels berichtet.
Karte 78 - Der priesterliche Blick von 1. + 2. Chronika

Diese Hoffnung, welche auf den Tempel gesetzt wurde, musste auf einer festen Grundlage gebaut werden. 1Chr 10-20 zeigt diese feste Grundlage, nämlich die militärische und politische Sicherheit, welche David Israel und im besonderen Jerusalem gegeben hat. Dies war die Voraussetzung für den Bau des Tempels.
a) David besteigt den Thron (10-12)
b) David holt die Bundeslade (13-17)
c) David siegt im Krieg (18-20)
Diese Kapitel beginnen mit dem Tode Sauls, als Einleitung für die rechtmäßige Besteigung des Thrones durch David.
Kap. 11,1-3 beschreibt, wie ganz Israel David von Hebron holte und ihn zum König über Israel salbte. Alle Ältesten Israels machten einen Bund mit ihm. 11,4-9 zeigt, wie ganz Israel nach Jerusalem kam, die Stadt einnahm und sie zur politischen Hauptstadt Israels machte. Der Rest von Kapitel 11 und Kapitel 12 zeigt die Helden Davids, welche ihm zu dieser Stellung als König über Israel verholfen haben.
In diesen Kapiteln tat David grundsätzlich das Richtige, nur wie er es tat, war falsch. Kap. 11 zeigt, wie Jerusalem zur politischen Hauptstadt Israels wurde. Kap. 13 zeigt die ersten Schritte, Jerusalem zur religiösen Hauptstadt der Nation zu machen. David holte die Bundeslade von Kirjath-Jearim – dies war sicherlich richtig. Nur wie er sie holte, war falsch. Gemäß dem Worte Gottes durfte die Lade nur von Leviten, und zwar auf Stangen, getragen werden (2Mo 25,10-15; 4Mo 3,27-31). David schenkte dieser Anordnung Gottes nicht allzuviel Beachtung und Gottes Gericht fiel auf Ussa, weil er die Lade angefasst hatte (13,1-14).
In Kap. 15 versucht David es zum zweiten Mal. Diesmal gelingt es ihm, weil er die Anordnungen Gottes einhält. Kap. 16 beschreibt die große Freude, welche dieses Ereignis begleitete. Diese Beschreibung fehlt in dem Bericht von 2. Samuel (siehe 2Sam 6-7) zur Gänze; dies ist wiederum eine Bestätigung dafür, dass 1. + 2. Chronika den Tempel und die Anbetung Israels in den Mittelpunkt stellen. 1Chr 16,7-42 zeigt auch den geschichtlichen Anfang der Psalmen. Hier werden sie zum ersten Mal im Rahmen des Gottesdienstes vor der Bundeslade verwendet.
In Kap. 17 wollte David Gott ein Haus bauen (17,1). Statt dessen versprach Gott David ein Haus zu bauen (17,10). David durfte Gott nicht ein Haus (Tempel) bauen, aber Salomo, der Sohn Davids, durfte diese Aufgabe übernehmen.
Diese Kapitel zeigen, dass der größte Beitrag Davids im militärischen und politischen Bereich geleistet wurde. Er besiegte alle Feinde ringsum und schuf dadurch die notwendige Sicherheit, damit in späteren Jahren der Tempel gebaut werden konnte.
Die Feinde Israels waren:
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