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HAUSAUFGABE
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Das Buch Esther wurde nach der Regierungszeit von Xerxes I (oder Ahasveros), wahrscheinlich während der Herrschaft von Artaxerxes I (d.h. zwischen 464-425 v. Chr.) geschrieben. Der Verfasser ist unbekannt. Esther ist in den offiziellen persischen Geschichtsaufzeichnungen nicht bekannt. Aus diesem Grund wurde die Echtheit bzw. Wahrheit dieser Geschichte oft bezweifelt. Gemäß der offiziellen Niederschrift hieß die Königin zu diesem Zeitpunkt Amestris.
Der Name Gottes kommt in Esther überhaupt nicht vor. Doch Seine Hand "hinter" den Ereignissen ist deutlich zu erkennen. Obwohl die Juden weit von ihrer Heimat entfernt waren, wurden sie von Gott beschützt und bewahrt. Der Hauptgedanke dieses Buches ist "die Vorsehung Gottes".
Die Ereignisse von Esther fallen in die etwa 50-jährige Zeitlücke zwischen Esr 6 und 7 (d.h. in die Zeit zwischen der Fertigstellung des Tempels und der zweiten Rückkehr der Juden unter Esra).
Karte 106 - Der zeitliche Ablauf von Esra, Esther und Nehemia

In Esra wurde das Wirken Satans gegen den Wiederaufbau des Tempels geoffenbart. In Esther wird das Wirken Satans im allgemeinen gegen das Volk Gottes, die Juden im persischen Reich, aufgezeigt. Er wollte sie völlig ausrotten. Als Werkzeug diente ihm Haman. Das Buch zeigt, wie durch die Vorsehung Gottes alles anders gekommen ist.
Karte 107 - Das Buch kann in zwei Teile unterteilt werden:
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1-5 |
6-10 |
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DIE JUDEN IN GEFAHR |
DIE JUDEN ERRETTET |
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HAUPTGEDANKE: DIE VORSEHUNG GOTTES |
I) DIE JUDEN IN GEFAHR: 1-5
1) ESTHER WIRD KÖNIGIN 1-2
2) HAMAN SCHMIEDET EIN KOMPLOTT 3-5
II) DIE JUDEN ERRETTET: 6-10
3) HAMAN WIRD GERICHTET 6-7
4) DIE JUDEN WERDEN GERETTET 8-10
Die ganze Geschichte von Esther spielte sich in dem persischen Reiche ab.
Karte 108 - Das persische Reich

Ahasveros, der zwischen 486 und 465 v. Chr. regierte, versuchte 481 v. Chr. das Reich Griechenlands zu erobern. Dieser Versuch scheiterte kläglich. Viele behaupten, dass das Fest in Esther Kap. 1 eine Art Konferenz war, um die Pläne für den bevorstehenden Angriff auf Griechenland auszuarbeiten. Seine Königin, Vasti, brachte den König durch ihre Rebellion in Verlegenheit. Sie wurde abgesetzt und Esther zur Königin gewählt.
Einige behaupten, dass Esther nicht im Willen Gottes handelte, da sie erstens nicht bereit war, in ihre Heimat zurückzukehren, als die Gelegenheit dazu gegeben wurde, und zweitens sie nicht bereit war, gleich ihre Identität als Jüdin bekanntzugeben.
Drei Gründe sprechen gegen diese Behauptungen:
Mardochai erfuhr von einem Komplott gegen den König. Er informierte Esther, welche als Königin leichten Zugang zu dem König hatte. Ein kleiner Satz offenbart die wunderbare Vorsehung Gottes. Dieser Satz ist in dem späteren Ablauf der Ereignisse von großer Bedeutung: "Und es wurde vor dem König ins Buch der Geschichte geschrieben." (2,23).
Haman präsentierte dem König einen Plan, welcher vorsah, die Juden im ganzen persischen Reich auszurotten. Zwei Eigenschaften kennzeichnen Haman:
Als Mardochai von dem Plan erfuhr, ermutigte er Esther zu dem König zu gehen. Seine Bitte basierte auf zwei Gründen (4,13-14):
Die volle Tragweite des Planes von Haman wurde Ahasveros deutlich – laut Plan, sollte auch seine Königin Esther ermordet werden. Er befahl, dass Haman auf jenem Baum aufgehängt werden sollte, welchen dieser für Mardochai aufgerichtet hatte.
Der König erließ ein neues Dekret, welches den Juden die Möglichkeit einräumte, sich gegen ihre Feinde zu verteidigen. Sie feierten einen großen Erfolg, welcher in der Geschichte der Juden durch das Purimfest festgehalten wird.
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Das Buch Esther beginnt mit einem Fest und endet mit einem Fest. Dazwischen kann man das wunderbare Wirken Gottes und Seine Vorsehung erkennen. Obwohl der Name Gottes in diesem Buche nicht einmal erwähnt wird, kommt deutlich hervor, dass Er hinter und über allen Ereignissen stand.
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