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HAUSAUFGABE
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Eliphas: 22 - Die versteckten Andeutungen der drei Freunde werden nun offen herausgesagt. Sie behaupten nun genau das, was Satan vor Gott beweisen wollte und zwar, dass Hiob ein Heuchler ist, und Gott nur aus dem Grund dient, um in den Genuss des Segens Gottes zu kommen. In den Versen 5 - 11 greift Eliphas Hiob ganz besonders an. Unbewusst sind die drei Freunde, welche anfangs ihren angeschlagenen Freund helfen wollten, zu Botschaftern Satans geworden.
Hiob: 23-24 - Hiob antwortet auf die heftigen Anschuldigungen Eliphas nicht direkt, sondern setzt seine Rede von Kap. 21 fort. Noch einmal überlegt er, warum man die Gerechtigkeit Gottes nicht klar erkennen kann. Weder in Gottes Handeln gegen Hiob, den gerechten Menschen (Kap. 23), noch in Gottes Handeln gegen den ungerechten Menschen (Kap. 24), sieht man Gerechtigkeit.
Bildad: 25 - Am Ende seiner Rede stellt Hiob eine Herausforderung: "Und wenn es nun nicht so ist, wer wird Lügen strafen und meine Rede zunichte machen?" (24,25). Bildad geht auf diese Worte erst gar nicht ein, sondern begnügt sich mit der Wiederholung bereits gesagter Wahrheiten (z.B. 4,17-21 und 15,14-16). Hiob hatte bereits in 9,2 bzw. 14,4 diese Wahrheiten akzeptiert. Bildad sagt: "Und wie könnte ein Mensch gerecht sein vor Gott, und wie könnte rein sein ein vom Weib Geborener?" (25,4)
Hiob: 26-27,7 - Bildad versucht die Herrlichkeit Gottes gegenüber der Vergänglichkeit des Menschen darzustellen (25,2-6). Hiob aber übertrifft ihn mit seinen Worten. Er beschreibt die Größe Gottes in der Schöpfung: "Er spannt den Norden aus über das Leere, hängt die Erde auf über dem Nichts." (26,7)
Zophar: 27,8-23 - Der Name Zophars wird bei dieser Rede nicht angeführt. (Manche Bibelausleger behaupten sogar, dass er überhaupt nicht mehr gesprochen hat, sondern dass Hiob von 26,1-28,28 redet). Die Wahrheiten welche erwähnt werden, sind eine Wiederholung von bereits behandelten Themen.
Hiob: 28 - Viele sehen in diesem Kapitel einen Einschub zwischen den drei Gesprächsrunden und der Abschlussrede von Hiob in Kap. 29 - 31.
Bezüglich der Reden der "leidigen Tröster" kann man sieben Punkte herausgreifen:
In 42,7 liest man: Da sprach Jahwe zu Eliphas, dem Temaniter: "Mein Zorn ist entbrannt wider dich und wider deine beiden Freunde; denn nicht geziemend habt ihr von mir geredet, wie mein Knecht Hiob."
Hiob fasst seine Grundhaltung zusammen. Er überprüft sein Leben und stellt fest, dass er eigentlich schuldlos ist und fordert daher eine Erklärung von Gott. In dieser Hinsicht hat sich nun seine Einstellung gegenüber den Kap. 1 + 2 geändert. Jak 5,11 spricht von "dem Ausharren Hiobs". In diesem Sinne hat Hiob, trotz aller Leiden, seinen Glauben an Gott niemals aufgegeben. Doch durch die Not, welche er durchmachte, hat er alle Geduld und Langmut in dem herkömmlichen Sinn verloren. In einer Rede, in welcher er drei Schwerpunkte setzt, spricht Hiob Gott an:
Vor allem Kap. 31 unterstreicht die Einstellung Hiobs. Das Schlüsselwort ist "WENN". Es kommt 17 mal vor ( V. 5; 7; 9; 13; 14; 16; 19; 20; 21; 24; 25; 26; 29; 31; 33; 38; 39). Die Formulierungen in diesen Versen weisen starke Ähnlichkeiten zu der Bestätigung eines Bundes (normalerweise bei einem öffentlichen feierlichen Anlass) in einem Oberlehnsherr-Lehnsmann-Vertrag auf. Neue Erkenntnisse der letzten Jahre über die verschiedenen Vertragsformen, welche in den Zeiten der Patriarchen üblich waren, haben nicht nur auf 5. Mose, sondern auch auf Hiob neues Licht geworfen. Zu jener Zeit gab es nämlich einen sogenannten Oberlehnsherr- (oder Suzerän) Lehnsmann- (oder Vasall) Vertrag, welcher zwischen einem König oder Führer und seinem Volk oder besonderen Individuen abgeschlossen wurde.
Solche Verträge wiesen eine bestimmte Form auf:

Die unausgesprochene Folgerung als Antwort auf alle die Fragen Hiobs in diesem Kapitel ist, dass er unschuldig ist. Wenn er seinen Teil des Vertrages eingehalten hat, wie kann Gott es dann zulassen, dass er leidet? Leise, aber bestimmt steigt Hiobs Anklage vor Gott auf! Er ist nicht schuldig, daher muss Gott schuldig sein. "Die Worte Hiobs sind zu Ende" (31,40).
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