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HAUSAUFGABE
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Matthäus war ein Zöllner (Mt 9,9), der von den beauftragten römischen Zöllnern angeheuert war, um die betreffende Steuer vom jüdischen Volk einzuheben. Solche Menschen wurden von ihrem eigenen Volk als Verräter betrachtet. Im Allgemeinen waren sie skrupellose Menschen, die unter römischem Schutz ihre Stellung ausnützten, um das Volk auszubeuten (siehe Zachäus, der Oberzöllner, Lk 19,8). Sie wurden als Außenseiter und Ausgestoßene der jüdischen Gesellschaft betrachtet und behandelt.
Matthäus saß "an der Zollstätte", als Jesus ihn berief. Bevor er jedoch seine alte Gesellschaft und seine Berufskollegen endgültig verließ, gab er ein großes Festmahl zur Ehre Jesu, seines neuen Herrn, so dass alle seine Bekannten genau wissen konnten, wo er ab jetzt stand. Er machte einen klaren Bruch mit der Sünde, ohne sich von Sündern zu distanzieren.
"...da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen mit Jesus und Seinen Jüngern zu Tische". (Mt 9,10).
Einige wichtige Informationen über das Matthäus-Evangelium werden in den folgenden Punkten kurz zusammengefasst:
Karte 10 - Die Unterteilung des Matthäus-Evangeliums

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HAUPTGEDANKE: DER VERSPROCHENE KÖNIG |
1) DIE VORSTELLUNG DES KÖNIGS: 1,1 - 4,11
2) DIE FORDERUNGEN DES KÖNIGS: 4,12 - 7,29
a) Bericht (4,12-25)
b) Rede - Bergpredigt (5,1-7,27) (Grundsätze des Reiches Gottes)
3) DIE TATEN DES KÖNIGS: 8,1 - 11,1
a) Bericht (8,1-9,38)
b) Rede - Berufung der Zwölf (10,1-11,1) (Mission)
4) DAS PROGRAMM DES KÖNIGS: 11,2 - 13,53
a) Bericht (11,2-12,50)
b) Rede - sieben Gleichnisse (13,1-53) (Heilsgeschichte)
5) DAS SCHICKSAL DES KÖNIGS: 13,54 - 19,1
a) Bericht (13,54-17,27)
b) Rede - Rangordnung und Vergebung (18,1-19,1) (Lehre über die Gemeinde)
6) DIE PROBLEME DES KÖNIGS: 13,54 - 19,1
a) Bericht (19,2-23,39)
b) Rede - Predigt auf dem Ölberg (24,1-26,2) (Endzeit-Ereignisse)
7) DER TOD UND DIE AUFERSTEHUNG DES KÖNIGS: 26,3 - 28,20
Die Karte 8 zeigt das irdische Leben des Herrn in drei Abschnitten: Vorbereitung, öffentlicher Dienst und Opfer. Die folgende Karte zeigt, wie sich diese dreifache Unterteilung auf das Matthäus-Evangelium auswirkt:
Karte 11 - Das irdische Leben des Herrn im Matthäus-Evangelium

Der Stammbaum des Königs 1,1-17 (vgl. Lk 3,23-38)
In Mt 1,1 fängt die Abstammung mit Abraham an, von dem die Segensverheißung stammt, und mit David, von dem die Thronverheißung stammt.
Im Matthäus-Evangelium findet man Josephs Abstammung, weil er in den Augen der Juden der gesetzliche Vater war (diese Linie führt von David über Salomo).
Im Lukas-Evangelium findet man Marias Abstammung, weil sie die Trägerin der fleischlichen Linie Davids (Ps 132,11; Apg 13,22-23) bis zu Jesus war (diese Linie führt von David über Nathan).

Im Matthäus-Evangelium (auf die Juden gezielt)
Im Lukas-Evangelium (auf die Griechen gezielt)
Im Markus-Evangelium
Im Johannes-Evangelium
Die Geburt des Königs 1,18-2,13 (vgl. Lk 1,1-2,20)
Über die drei wichtigsten Ereignisse im Leben Jesu - die Geburt, die Kreuzigung und die Auferstehung - liefert uns die Bibel verhältnismäßig wenig Information.
Dieses große Ereignis in der Weltgeschichte wird schlicht und einfach in einigen Versen beschrieben. Die Evangelisten verwenden allerdings viel mehr Worte für die verschiedenen "Ankündigungen" der Geburt des Herrn.
In jeder Ankündigung kann man zwei Teile beobachten:
Karte 12 - Die Ankündigungen der Geburt Jesu
Setze in die jeweils vorgesehenen Spalten die richtigen Antworten ein.
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Die Empfänger |
Die Ankündigung der Geburt Jesu |
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Wie wird Jesus bezeichnet? |
Wie ist die Reaktion? |
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Elisabeth (Lk 1,39-45) |
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Zacharias (Lk 1,16-17) |
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Simeon (Lk 2,25-35) |
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Anna (Lk 2,36-38) |
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die Hirten (Lk 2,8-20) |
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die Weisen (Mt 2,1-12) |
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Herodes und das Volk (Mt 2,1-6) |
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Maria (Lk 1,26-38; 1,45-56) |
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Josef (Mt 1,18-25) |
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Die Flucht nach Ägypten 2,14-18
In diesem Abschnitt werden zweit AT-Prophezeiungen erfüllt:
Das Heim in Nazareth 2,19-23 (vgl. Lk 2,39-40)
Da Jesus in Nazareth aufgewachsen ist, wurde Er öfters als Nazarener bezeichnet. Seine Feinde spotteten Ihn öfters durch die Bezeichnung "Nazarener". Dieser Spott wurde im AT vorausgesagt (siehe Jes 53,3; Ps 22,6; Dan 9,26).
Der Herold des Königs 3,1-12 (vgl. Mk 1,1-8; Lk 3,1-20; Joh 1,6-34)
Zwischen 2,23 und 3,1 liegen ca. 30 Jahre. In Lk 3,23 steht, dass der Herr ungefähr 30 Jahre alt war, als Er mit Seinem öffentlichen Dienst begann.
Dieser öffentliche Dienst wurde durch den Dienst von Johannes dem Täufer eingeleitet. Seine Botschaft lautet "das Himmelreich ist nahe herbeigekommen".
Die Taufe des Königs 3,13-17 (vgl. Mk 1,9-11; Lk 3,21-23)
Als Jesus etwa 30 Jahre alt war, nahm Er von Seiner Familie und Seinen Freunden in Nazareth Abschied und ging nach Jerusalem, um sich für den Anfang Seines öffentlichen Dienstes vorzubereiten. Bevor dieser Dienst jedoch angetreten werden konnte, musste der Herr zwei von Gott geplante Erfahrungen durchmachen - die Taufe des Johannes und die Versuchung durch den Teufel.
Joh 1,28 sagt uns, wo Johannes getauft hat, nämlich "zu Bethanien, jenseits des Jordans". Bei einigen der Urschriften steht "Bethabara" statt Bethanien. Dieser Ort ist auf keinen Fall mit Bethanien in der Nähe von Jerusalem zu verwechseln (siehe Karte 9). Mt 3,5-7 und Mk 1,5-7 beschreiben, wie die Menschenmengen zu Johannes strömten. Dann kam Jesus zu Johannes, um getauft zu werden.
Die Versuchung des Königs 4,1-11 (vgl. Mk 1,12-13; Lk 4,1-13)
Die Evangelien beschreiben nur drei der Versuchungen des Teufels an den Herrn Jesus. Es gab jedoch während dieser Tage mehrere Versuchungen, genauso wie der Herr während Seines ganzen Lebens versucht wurde (Lk 4,13). Doch Er sündigte kein einziges Mal dadurch, dass Er der Versuchung nachgegeben hätte.
Karte 13 - Die Versuchungen Jesu in der Wüste
Setze in die jeweils vorgesehenen Spalten die richtigen Antworten ein.
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laut Matthäus |
"Wenn" |
die Versuchung |
Bereich der |
die Antwort Jesu |
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1. Versuchung STEINE |
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2. Versuchung ZINNE |
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3. Versuchung KÖNIGREICHE |
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a) Bericht (4,12-25)
b) Rede - die Bergpredigt (5,1-7,27)
(vgl. Mk 1,14-39; Lk 4,14-44; Joh 4,43-45)
Gemäß Karte 11 beginnt mit 4,12 chronologisch das zweite Jahr des öffentlichen Dienstes des Herrn, d.h. Matthäus überspringt das erste Jahr des Wirkens Jesu in Judäa (davon wird nur in Joh 1,1-4,2 berichtet) und geht von den Ereignissen der Vorbereitungszeit (die Taufe und die Versuchung) direkt zum zweiten Jahr des Dienstes des Herrn über. In diesem Jahr verbrachte der Herr die meiste Zeit in Seiner Heimat Galiläa. Das Jahr war von zunehmender Beliebtheit unter dem Volk gekennzeichnet. In dem Bericht von Matthäus erstreckt sich dieses Jahr bis 14,36.
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ÖFFENTLICHER DIENST |
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4,12 - 20,34 |
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der erste Jahr |
das zweite Jahr |
das dritte Jahr |
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nicht in Matthäus berichtet ! |
4,12 - 14,36 |
15,1 - 20,34 |
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In diesem Abschnitt schließt der Herr nahtlos an die Betonung von Johannes dem Täufer an, nämlich: "Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen." (4,17 - vgl. 3,2)
Der Herr beruft auch Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes in Seine Nachfolge. Ein Vergleich mit Joh 1,35-51 zeigt, dass dies nicht die erste Begegnung dieser Männer mit dem Herrn war.
Die Zusammenstellung der 12 Apostel kann man in drei groben Abschnitten sehen:
(vgl. Lk 6,17-49)
Das ist die erste der fünf Predigten in Matthäus - das Thema ist "die Grundlagen des Reiches Gottes". Jesus Christus, der versprochene König, proklamiert die Grundlagen für Sein Reich.
In 5,2 liest man, dass der Herr Seine Jünger lehrte (d.h. im übertragenen Sinne, dass sich die ganze Bergpredigt nur auf Gläubige bezieht).
Die Bergpredigt ist eine Charakterbeschreibung: So sollen wir sein. Sie ist kein ethischer oder moralischer Kodex, bzw. keine neutestamentliche "Zehn Gebote"-Gesetzgebung und auch keine Sammlung geistlicher Faustregeln.
Die Bergpredigt ist die große, vollkommene und sorgfältige Ausarbeitung des neuen Gebotes des Herrn: einander zu lieben, wie Er uns liebte. Hier wird gezeigt, wie wir es tun sollen, d.h. wenn wir Christen sind, sollen wir so leben (und nicht umgekehrt).
Der Herr Jesus Christus starb, damit wir nach diesen
Prinzipien leben können!
(Die Lehren der Bergpredigt werden in den verschiedensten
Briefen gefunden, d.h. sie sind gültig für uns).
EINTEILUNG
ÜBERSICHT DER PRINZIPIEN DER BERGPREDIGT
1. Prinzip - Die neue Natur (Kapitel 5)
Ein Christ hat eine neue Natur und ist darauf bedacht (5,17 -
48), dass die Gerechtigkeit des Gesetzes in ihm erfüllt wird (durch den Wandel
im heiligen Geist - vgl. Röm 8,3-4), obwohl er nicht mehr unter dem Gesetz
lebt.
2. Prinzip - Die neue Lebensrichtung (Kapitel 6)
Er lebt immer in der Gegenwart Gottes (der große Unterschied
zum Nicht-Christen). Er tut alles, um Gott zu gefallen. (Er lebt nicht für
Essen, Trinken und Kleidung).
3. Prinzip - Die neue Herzenseinstellung (Kapitel 7)
Er wandelt immer in der Furcht Gottes.
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1. PRINZIP |
2. PRINZIP |
3. PRINZIP |
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Kapitel 5 |
Kapitel 6 |
Kapitel 7 |
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DIE NEUE |
DIE NEUE |
DIE NEUE |
In 5,1-12 legt der Herr das Fundament für alles weitere. Man kann diese Verse wie folgt zusammenstellen:
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