| [ vorheriger Teil | Inhalt | nächster Teil ] |
HAUSAUFGABE
|
Markus kehrt in diesem Abschnitt zu seinem Lieblingsthema zurück, nämlich die Werke des Herrn. Er wählt sechs Wunder des Herrn aus und zeigt Ihn als den großen Wundertäter, den Knecht Gottes, Der mit göttlicher Kraft ausgestattet ist und unermüdlich arbeitet. Durch diese Wunder wird die Gewalt und Autorität des Herrn über jeden Bereich des Lebens gezeigt. Man könnte den Ablauf dieses Abschnittes wie folgt darstellen:
Um den unermüdlichen Einsatz des Knechtes des Herrn wiederzugeben, verwendet Markus stets das Bindewort "und". Zwischen jedes der oben genannten Wunder setzt er ein "und":
4,35 UND an jenem Tage...
5,1 UND sie kamen...
5,21 UND als Jesus in dem Schiffe...
5,25 UND ein Weib...
6,30 UND die Apostel versammeln sich...
6,45 UND alsbald nötigte Er seine Jünger...
"Und, und, und" - Jesus Christus, der unermüdliche Knecht des Herrn!
(Der Abschnitt 4,35-41 gehört zu Teil 8, wird jedoch erst in diesem 9. Teil behandelt).
Wie bereits erwähnt, berichtet Markus von sechs Wundern des Herrn. Mit diesem Abschnitt (4,35 - 6,56) geht das Jahr der Beliebtheit (das zweite Jahr des öffentlichen Dienstes) zu Ende.
Setze die biblischen Antworten auf der nachstehenden Karte ein, die eine Analyse dieser sechs Wunder darstellt.
Karte 28 - Jesus der Wundertäter
| 1 |
4,35-41 Er ist der Herr über WIND UND MEER Was konnte den Herrn nicht aufwecken? Wodurch ist Er wach geworden? Warum
waren die Jünger furchtsam? |
| 2 |
5,1-20 Er ist der Herr über die UNSICHTBARE WELT Was waren einige Auswirkungen der Besessenheit des Mannes im Land der Gadarener? Wie nannte Ihn der böse Geist?
Welchen Auftrag bekam der Befreite vom Herrn? |
| 3 |
5,21-24 und 5,35-53 Er ist der Herr über DEN TOD Welche Not veranlasste den vielleicht sonst stolzen und selbstgerechten Jairus,
vor dem Herrn auf die Knie zu fallen? |
|
4 |
5,25-35 Er ist der Herr über KRANKHEIT UND NOT Welche Not trieb die Frau zum Herrn?
Was bewirkte die Berührung mit dem Herrn? |
| 5 |
6,30-44 Er ist der Herr über DIE BEDÜRFNISSE DER MENSCHEN Welche Empfindung verspürte der Herr, als Er die große Volksmenge
sah?
Verspürten die Jünger die gleiche Empfindung? |
| 6 |
6,45-52 Er ist der Herr über DIE GESETZE DER NATUR In diesem Fall befanden sich die Jünger in Not. Um welche Not handelte es
sich? Was machte der Herr, um die Not zu beenden? |
Diese Wunder lösten bei verschiedenen Personen verschiedene Reaktionen aus.
Setze die fehlende Information ein:
Ab 7,1 beginnt das letzte Jahr des öffentlichen Dienstes.
|
ÖFFENTLICHER DIENST |
||
|
1,14-10,52 |
||
|
das erste Jahr |
das zweite Jahr BELIEBT |
das dritte Jahr |
|
nicht in Markus berichtet ! |
1,14 - 6,56 |
7 - 10 |
|
|
Der nächste Abschnitt in Markus (7,1-8,26) ist von drei Schwerpunkten gekennzeichnet. Einerseits geht der Herr von Ort zu Ort und wirkt viele Wunder, wie z.B. die Heilung von Tauben und Blinden. Andererseits wächst ständig der Widerstand gegen Ihn. Dieser Widerstand wird von den aus Jerusalem kommenden religiösen Führern des Volkes Israel angeführt. Drittens versucht der Herr ständig Seinen Jüngern die geistlichen Wahrheiten und Hintergründe zu erklären.
Der Dienst des Herrn während dieser Zeit kann wie folgt dargestellt werden:

(vgl. Mt 15,1 - 16,12)
Die religiöse Elite von Jerusalem kommt zum Herrn nach Galiläa. Wie üblich, nehmen sie Anstoß an den Jüngern des Herrn: "Warum wandeln deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten...?" Der Herr antwortet mit den Worten Jesajas in Jes 29,13. Er sagt, wenn jemand sein Herz von Gott fernhält, dann gewinnt bei dieser Person (oder bei diesem Volk) die Überlieferung der Menschen mehr Autorität als das Wort Gottes.
Die Jünger wollen die Auslegung der Gleichnisse in Vers 15 wissen. Ein Gleichnis ist "eine kurze sinnbildliche Darstellung eines Alltagsereignisses"; in diesem Sinne sind die Worte des Herrn in Vers 15 kein Gleichnis, sondern die Beschreibung einer geistlichen Realität (siehe Verse 18-23).
In den nächsten Versen wird die Reise des Herrn nach Tyrus und Sidon und wiederum in das Gebiet von Dekapolis beschrieben. In diesen Gegenden bringt Er dem Volk große Hilfe durch Seine Wunder.
Die religiöse Elite aber gibt nicht auf. In der Gegend von Dalmanutha versuchen sie Ihn noch einmal zu überlisten. Der Herr Jesus tut das, was bei diesen Heuchlern am wirksamsten ist, und zwar: "Er ließ sie, stieg wieder in das Schiff und fuhr an das jenseitige Ufer" (8,13).
Während der Bootsreise will der Herr Seine Jünger vor der Heuchelei der Pharisäer warnen, doch sie verstehen nichts. Zu diesem Zeitpunkt sind es schon mindestens 18 Monate in denen die Jünger Ihren Herrn ständig begleiten, und doch muss Er über ihren geistlichen Zustand folgende Feststellung machen:
|
sie begreifen und verstehen nicht |
|
Verse 17-21 |
(vgl. Mt 16,13-28; Lk 9,18-27)
Als der Herr über die vergangenen Monate des öffentlichen Dienstes nachdenkt, stellt er den Jüngern eine Frage: "Wer sagen die Menschen, dass ich sei?". Die Antworten der Jünger (8,28) lässt durchblicken, dass der Herr Sein Ziel nicht erreicht hatte, nämlich Seine wahre Identität dem Volk zu offenbaren. Dieses Gespräch mit den Jüngern bei Cäsarea Philippi bedeutet einen Wendepunkt in dem Dienst des Herrn. Zu diesem Zeitpunkt befindet Er sich etwa 170 km von Jerusalem entfernt. Als Er langsam Richtung Jerusalem geht, verbringt Er die meiste Zeit mit Seinen Jüngern, um sie für die bevorstehende Aufgabe vorzubereiten.
| "Und Jesus ging hinaus und Seine Jünger in die Dörfer von Cäsaräa Philippi. Und auf dem Wege fragte Er Seine Jünger und sprach zu ihnen: WER SAGEN DIE MENSCHEN, DASS ICH SEI ?" (8,27) | ![]() |
Das Wort Gottes sagt: "...aus der Fülle des Herzens redet sein Mund" (Lk 6,45). Aus diesem Grund will der Herr wissen, "wer sagen die Menschen...". Denn das würde ihre innere Überzeugung offenbaren. Der Herr hat hohe Achtung unter dem Volk gewonnen - einige Menschen sind innerlich überzeugt, dass Er Johannes der Täufer sei. Andere glauben, dass Er sogar der wiederkommende Elias sei, eine dritte Gruppe hält Ihn für einen anderen Propheten. Doch die Antworten bezeugen, dass das Volk innerlich nicht davon überzeugt ist, dass Er der Christus sei. Trotz allen Redens, aller Zeichen und Wunder, bleibt ihr Herz für diese Wahrheit verschlossen.
(vgl. Mt 17,1-23; 16,1-35; Lk 9,28-50)
Der Wendepunkt im öffentlichen Dienst ist nun vorbei. Der Weg nach Jerusalem und zum Kreuz ist nun unabwendbar. In dieser Zeit verstärkt der Herr Seinen Dienst unter den Aposteln und Jüngern. Die Zeit ist kurz. Markus beschreibt in diesem Abschnitt sieben Situationen, in denen der Herr versucht, Seine Jünger zu lehren:
Schwerpunkt 1: zukünftige Herrlichkeit (9,2-8)
Schwerpunkt 2: die Auferstehung von den Toten (9,9-13)
Schwerpunkt 3: mangelnder Glaube (9,14-29)
Schwerpunkt 4: das Kreuz (9,30-32)
Schwerpunkt 5: wahre Größe im Reich Gottes (9,33-37)
Schwerpunkt 6: Einheit im Geist (9,38-42)
Schwerpunkt 7: praktische Heiligung (9,43-50)
(vgl. Mt 19,1 - 20,28; Lk 18,15-43)
Der Herr ist nun nahe an Jerusalem; Er ist nach Peräa gekommen. Diese Verse beschreiben Seinen abschließenden öffentlichen Dienst, bevor Er zum letzten Mal nach Jerusalem gehen wird. Markus zeigt, wie in fünf verschiedenen Situationen Menschen oder Menschengruppen zum Herrn kommen und wie Er in vier Fällen Menschen oder Menschengruppen zu sich ruft:
|
Sie kamen zu Ihm |
Er rief sie zu sich |
|
|
|
| Die letzte Reise des gehorsamen Knechtes nach Jerusalem, wie sie im Markusevangelium beschrieben wird, kann man wie folgt darstellen: | ![]() |
Ergänze die fehlende Information auf Karte 29.
Karte 29 - Die letzte Reise des gehorsamen Knechtes
|
SIE KAMEN |
DIE |
DIE |
DIE JÜNGER |
DER REICHE |
JAKOBUS UND |
|
|
|||||
|
|
|||||
|
Was machte |
|
ER RIEF SIE |
DIE KINDER |
DIE ZWÖLF |
DIE ZEHN |
DEN BLINDEN |
|
|
||||
|
|
||||
|
|
| [ vorheriger Teil | Inhalt | nächster Teil ] |
© 2003 Evangeliums-Zentrum e.V.