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HAUSAUFGABE
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Wie bereits in der Einleitung erwähnt wurde, verwendet Markus fast 40% seines Berichtes, um die unmittelbare Zeit vor, während und nach der Kreuzigung zu betonen.
Die Karte 19 (NT-Teil 6) kann auch hier verwendet werden, um die letzte Woche in Jerusalem darzustellen.
Karte 19a - Die Woche der Kreuzigung
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KÖNIG GELOBT |
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DIENST FÜR DIE VOLKSMENGE |
DIENST FÜR DIE JÜNGER |
DIENST ALLEIN |
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SONNTAG |
MONTAG |
DIENSTAG |
MITTWOCH |
DONNERSTAG |
FREITAG |
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11,1 -11,11 |
11,12 - 11,19 |
11,26 - 14,11 |
keine Erwähnung |
11,12 - 14,25 |
14,26 - 15,46 |
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AKTIVE TAGE |
RUHIGE TAGE |
GEWALTSAMER TAG |
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AUTORITÄT |
BARMHERZIGKEIT |
BEUGUNG |
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J E S U S R E D E T V I E L |
J E S U S R E D E T W E N I G |
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(vgl. Mt 21,1-11; Lk 19,29-44; Joh 12,12-19)
Die folgende Karte gibt einen geographischen Überblick dieser letzten Woche.
Karte 30 - Jerusalem und Umgebung

Bethanien war ein kleines Dorf etwa 5 km von Jerusalem entfernt. Es war die Heimat von Lazarus, Maria und Martha. Der Herr wohnte gerne hier. Der heutige Name ist Azarujeh oder Lazarujeh - "der Ort des Lazarus".
In der Nähe dieses Dorfes bestieg der Herr das Maultier und ritt die kurze Distanz nach Jerusalem hinein. Wie man auf der Karte erkennen kann, ritt Er in der Nähe des Tempels in die Stadt hinein. Bis Er zu dem Tempel kam, war es bereits "schon spät an der Zeit". An diesem ersten Sonntag tat Er daher nichts, außer dass Er "über alles umhergeblickt hatte" (11,11).
(vgl. Mt 21,12-19; Lk 19,45-48)
Auf dem Weg von Bethanien nach Jerusalem hatte der Herr Hunger. Vielleicht ist Er mit Seinen Jüngern so früh aufgebrochen, dass sie keine Zeit zum Essen gehabt hatten. Markus betont, dass die Jünger den Fluch des Herrn über den unfruchtbaren Baum (V. 14) ganz klar gehört hatten. Am nächsten Tag war der Baum total ("von den Wurzeln an" - V. 20) verdorrt.
Als der Herr den Tempel reinigte, zitierte Er Jes 56,7, worin die wahre Bestimmung des Tempels geoffenbart wird. Im Hinblick auf das kommende Passahfest machten die Wechsler und Taubenverkäufer ein gutes Geschäft. Diese Wechsler (gr. "kollubistes" oder "kermatistes" - bedeutet "Münzenwechsler") saßen in dem Hof der Heiden. Sie wechselten alle Fremdwährungen der aus dem römischen Reich anreisenden Tempelbesucher in den Sekel des Tempels. Dieses Wechseln war durch eine Verordnung in 2Mo 30,13-15 notwendig, wobei jeder Jude über 20 Jahre die Hälfte eines Sekels als Hebopfer für den Herrn geben musste. Für das Wechseln verlangten diese Menschen eine hohe Provision. Dadurch verdienten sie viel Geld und das Geschäft im Tempel, besonders zu den Zeiten der Feste, blühte. Den Herrn ärgerte diese Geldgier, die aus den Verordnungen Gottes ein Geschäft machte.

(vgl. Mt 21,20 - 26,25; Lk 20,1 - 22,6; Joh 12,20-50)
Der Herr ergreift die Gelegenheit, um Seinen Jüngern angesichts des verdorrten Feigenbaumes geistliche Wahrheiten in Bezug auf Glauben und Gebet mitzuteilen.
Die geistliche Führerschaft fragt den Herrn:
"In welchem Recht tust die diese Dinge?
Und wer hat dir dieses Recht gegeben, dass du diese Dinge tust?" (V. 28)
Nur der Hohepriester oder der Sanhedrin hatten das Recht, den Tempel zu reinigen, wie der Herr es am Tage zuvor getan hatte. Jetzt wollten sie wissen, mit welcher Autorität Er diese Reinigung durchgeführt hatte.
Matthäus berichtet von vier Gleichnissen an diesem Dienstag, Markus nur von einem:
Man kann den Zeitablauf dieses markanten Dienstages wie folgt darstellen:

Es ist bezeichnend, dass Markus darüber berichtet, wie der Herr, bevor Er den Tempel verließ, die Ereignisse bei dem Schatzkasten beobachtete. Die arme Witwe gab im Verhältnis zu den anderen sehr wenig, doch in den Augen Gottes war dies mehr als alles andere, weil sie "von ihrem Mangel" eingelegt hatte. Dies ist auch ein Bild für die religiöse Führerschaft und "die Sünder". Äußerlich gaben sie viel mehr; sie fasteten, gaben den Zehnten, beteten, waren ständig im Tempel, kannten das Wort Gottes usw. Doch all diese äußerliche "Show" beeindruckte Gott nicht. Er sieht auf das Herz. Wenn ein "Sünder", der all diese religiösen Übungen vorher nicht gemacht hat, eines Tages sein Leben wirklich Gott übergibt, dann ist das viel mehr wert als alles andere.
Nach dieser Begebenheit verlässt der Herr den Tempel zum letzten Mal. Es ist gegen Abend. Als Er sich auf den Weg in Richtung Bethanien macht, bleibt Er auf dem Ölberg stehen, setzt sich und blickt auf den Tempel.
Der Ölberg spielt in vier NT- Ereignissen eine Rolle:
Die Jünger stellten dem Herrn zwei Fragen:
(siehe Teil 7, Seite 55, bezüglich der Auslegung der Prophezeiungen des Herrn)
Im Matthäus-Evangelium waren die zwei Schlüsselworte in Bezug auf die Endzeitereignisse "WACHET" und "SEID BEREIT". In Markus kommt noch ein Wort dazu: "SEHET ZU" (13,5; 13,9; 13,23; 13,33). Es ist das griechische Wort "blepo" und bedeutet "ein bewusstes Hinblicken und Überlegen". Die Grammatik des Wortes deutet auf ein ständiges, nicht aufhörendes Hinblicken hin.
Am Abend ist der Herr wieder in Bethanien, nicht bei Lazarus, Martha und Maria, sondern im Haus von Simon dem Aussätzigen zum Abendessen eingeladen. In Jerusalem sind die Pharisäer und Schriftgelehrten in hektische Verhandlungen verwickelt, wie sie "Ihn mit List" ergreifen und töten können.
Während Er sich in dem Haus von Simon befindet, wird Er von einem "Weib, die ein Alabasterfläschchen mit Salbe von echter, kostbarer Narde hatte" (14,3), gesalbt. Diese Frau war Maria, die Schwester von Martha (siehe Joh 12,2-3).
Diese Handlung der Hingabe an den Herrn war zuviel für Judas Iskariot, und er verließ die Gesellschaft und ging die etwa 5 Kilometer lange Strecke nach Jerusalem zurück, um den Hohepriestern seine Dienste anzubieten (14,10-11).
(vgl. Mt 26,17-35; Lk 22,7-38; Joh 13,18-30)
Wie bereits erwähnt wurde, wird in den Evangelien vom Mittwoch nichts berichtet. Am Donnerstag in der Früh fragen zwei Jünger, wie sie das Passahmahl für den Herrn bereiten sollen. Sie erhalten den Auftrag, nach Jerusalem zu gehen und alles bereit zu machen. Der Herr bleibt den ganzen Tag in Bethanien "und als es Abend geworden war, kommt Er mit den Zwölfen" (14,17).
Die folgende Karte 31 zeigt die letzten Tage. (Man muss in Erinnerung halten, dass der jüdische Tag immer von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang gezählt wird).
Karte 31 - Die letzten Tage

Markus berichtet auch von dem Spott, den der Herr am Kreuz hat erdulden müssen: "Andere hat Er gerettet, sich selbst kann er nicht retten" (15,31).
"Im Spott um das Kreuz schreien sie höhnisch: ‚Anderen hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen’. Die das dort rufen, ahnen nicht, wie recht sie haben, und ahnen erst recht nicht, dass keine Huldigung die Gottessohnschaft Jesu so bestätigen könnte, wie dieses Wort der Schmähung. Jesus, der anderen so geholfen, der Aussätzige rein und Gelähmte heil gemacht hatte, der sogar Tote ins Leben zurückrief, der kann sich selbst nicht helfen! Er könnte den Vater um mehr als zwölf Legionen Engel bitten. Er könnte vom Kreuz herabsteigen, sodass die Spötter entsetzt zu Boden gesunken wären. Aber er konnte sich selber nicht helfen, weil es gerade in diesem Sterben und an diesem Kreuz leuchtend klar werden sollte: Nichts, nichts für Jesus selbst, alles nur für Gott! Das ist ‚Jesus selbst’, das ist der Sohn!"
("So ist Jesus" von Werner de Boor"; Brockhaus Verlag.)
Markus beendet sein Evangelium in dem selben präzisen Schreibstil, wie er es begonnen hat. In 20 Versen beschreibt er die Auferstehung, den Dienst des auferstandenen Herrn und die Himmelfahrt.
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