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HAUSAUFGABE
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Das Lukas-Evangelium ist der erste Band des Gesamtwerkes "Lukas-Evangelium und Apostelgeschichte". Das Gesamtwerk wurde an einen gewissen Theophilus geschrieben. Über diese Person ist fast nichts bekannt, außer dass er ein wohlhabender Jünger des Herrn gewesen sein musste. Für diese Annahme gibt es zwei Hinweise:
Einige Stellen, die "wir"-Stellen, in der Apostegeschichte zeigen, dass Lukas des öfteren ein Reisegenosse des Paulus war (siehe Apg 16,10-17; 20,5 - 21,18 und 27,1 - 28,16). Lukas war wahrscheinlich ein Grieche, der in der Gemeinde in Antiochien zum Glauben gekommen war. In dieser Gemeinde dienten Paulus und Barnabas (Apg 11,25-26). Später ging er mit Paulus von Troas nach Philippi (Apg 16,10). Paulus ging inzwischen nach Ephesus, doch als er zurückkam, ging Lukas mit ihm nach Jerusalem (Apg 20,5 - 21,15). Während der Zeit, als Paulus in Cäsarea gefangen gehalten wurde, schrieb Lukas vermutlich sein Evangelium. Paulus wurde dann nach Rom gebracht. Lukas ging mit ihm (Apg 27,1 - 28,15). Während oder kurz nach diesen zwei Jahren in Rom hatte Lukas das zweite Werk, "die Apostelgeschichte" fertig geschrieben.
Kol 4,14: Paulus nennt ihn "der geliebte Arzt".
Phim 24:
Lukas wird als "Mitarbeiter" des Paulus bezeichnet.
2Tim 4,11:
Am Ende des Lebens von Paulus liest man "Lukas ist allein bei mir".
Man kann vermuten, dass die Eltern von Lukas Griechen waren. Sie gaben ihm den Namen Lukas, der die verkürzte Form des römischen Namen "Lucanus" ist. Er war daher der einzige Heide, der ein Buch des NT geschrieben hat.
Lukas war ein Arzt. Abgesehen von der Bezeichnung durch Paulus in Kol 4,14, kann man diese Tatsache von der Verwendung von medizinischen Ausdrucksweisen ablesen:
4,38-39: "von einem starken Fieber befallen..."
8,43-44: "seit zwölf Jahren mit einen Blutfluss behaftet..."
13,11: "die achtzehn Jahre einen Geist der Schwachheit hatte; und sie war zusammengekrümmt und
gänzlich unfähig sich aufzurichten..."
16,20-21: "voller Geschwüre..."
Es gibt sechs Wunder, die nur in Lukas berichtet werden, von diesen sechs sind fünf Wunder der Heilung:
7,11-18: der Sohn der Witwe
13,11-13: die Frau, die achtzehn Jahre einen Geist der Schwachheit hatte
14,1-6: der wassersüchtige Mensch
17,11-19: die zehn Aussätzigen
22,50-51: das Ohr des Malchus wiederhergestellt
Weitere wichtige Informationen über das Lukas-Evangelium werden in den folgenden Punkten kurz zusammengefasst:
Karte 32 - Die Unterteilung des Lukas-Evangeliums

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HAUPTGEDANKE: DER VOLLKOMMENE MENSCHENSOHN |
1) DIE VORBEREITUNG DES MENSCHENSOHNES: 1,1 - 4,13
2) DER MENSCHENSOHN DIENT IN GALILÄA: 4,14 - 9,50
Wunder
3) DER MENSCHENSOHN DIENT IN PERÄA: 9,51 - 18,30
Gleichnisse
4) DER MENSCHENSOHN DIENT IN JERUSALEM: 18,31 - 21,38
Lehre
5) DER MENSCHENSOHN WIRD GEKREUZIGT: 22 - 23
Leiden
6) DIE VERHERRLICHUNG DES MENSCHENSOHNES: 24
Die folgende Karte zeigt die Aufteilung im Evangelium der drei Jahre des öffentlichen Dienstes.
Karte 33 - Das irdische Leben des Herrn im Lukas-Evangelium

Gleich zu Beginn des Evangeliums geht klar hervor, dass Lukas auch ein Historiker war. Ihn interessierten genaue Zeitangaben sowie geographische Angaben. Als Zacharias die Ankündigung des Engels empfing, war es "in den Tagen Herodes" (1,5). Der Zeitpunkt der Geburt des Herrn war während der Regierungszeit von Kaiser Augustus (2,1) (siehe Karte 7). Der Beginn des Dienstes von Johannes dem Täufer war "im fünfzehnten Jahre der Regierung von Kaiser Tiberius" (3,1) (siehe Karte 7). Als Historiker zeigt Lukas, dass der Herr zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt der menschlichen Geschichte gekommen ist. Paulus bezeichnet diesen Zeitpunkt als "die Fülle der Zeit" (Gal 4,4).
Die Geburt des Herrn war außergewöhnlich. Durch die Schilderung von vielen Details, versucht Lukas, dies seiner Leserschaft klarzumachen. Indem er von einem Thema zum anderen wechselt, stellt Lukas geschickt die Vorbereitungszeit dar.
Karte 34 - Die Vorbereitung des Menschensohnes

(vgl. Mt 1,18 - 2,13)
Lukas macht wiederholt Gegenüberstellungen, wie auch hier, bei der Geburt des Herrn. Die zwei Ankündigungen werden miteinander verglichen.
Karte 35 - Die zwei Ankündigungen
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ZACHARIAS UND ELISABETH |
JOSEF UND MARIA |
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WIE WAREN DIE ELTERN? |
"Beide aber waren gerecht vor Gott, indem sie untadelig wandelten in allen Geboten und Satzungen des Herrn" |
"Sei gegrüßt, Begnadigte! der Herr ist mit dir ... Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade bei Gott gefunden" (V. 28-30) |
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WO FAND DIE ANKÜNDIGUNG STATT? |
"im Tempel, in Jerusalem" (V. 9) |
"Nazareth, eine Stadt von Galiläa" |
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WER BRACHTE DIE ANKÜNDIGUNG? |
"der Engel Gabriel" (V. 19) |
"der Engel Gabriel" (V. 26) |
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ZU WEM? |
"Zacharias" (V. 12) |
"Maria" (v. 27) |
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WELCHE REAKTION? |
"er ward bestürzt, und Furcht überfiel ihn" (V .12) |
"sie ward bestürzt über sein Wort und überlegte, was für ein Gruß dies sei" (V. 29) |
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ERSTE FRAGE? |
"Woran soll ich dies erkennen?" |
"Wie wird dies sein?" (V. 34) |
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DIE ANKÜNDIGUNG ÜBER DIE KINDER |
"Johannes ... er wird dir zur Freude und Wonne sein, und viele werden sich über seine Geburt freuen. Denn er
wird groß sein vor dem Herrn..." |
"Jesus ... Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; der Herr, Gott, wird Ihm den Thron
Seines Vaters David geben..." |
(vgl. Mt 2,19-23)
Man kann diesen Abschnitt in vier Teile gliedern:

(vgl. Mk 1,1-8; Mt 3,1-12; Joh 1,6-34)
Lukas, der Historiker, leitet den Beginn des öffentlichen Dienstes des Herrn mit einigen überprüfbaren historischen Fakten ein:
"im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius"
Tiberius war der Adoptivsohn von Augustus. Er bestieg den Thron um 14 n.Chr.; daher würde das
fünfzehnte Jahr um 28-29 n.Chr. sein. (siehe Karte 7)
"Pontius Pilatus, Landpfleger von Judäa"
Er wurde von Tiberius eingesetzt und seine Aufgabe war es, die kaiserliche Provinz von Judäa zu
leiten. Er regierte zwischen 26-36 n.Chr.
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"Herodes, Vierfürst von Galiläa" "Philippus, Vierfürst von Ituräa und der Landschaft Trachonitis" "Lysanias, Vierfürst von Abilene" |
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"Vierfürst",das griechische Wort dafür ist "tetrarches" und bedeutet "ein Fürst, der über ein Viertel eines Landes herrscht" Nach dem Tod von Herodes dem Großen wurde sein Reich geviertelt und seinen Söhnen und Lysanias gegeben. |

"unter dem Hohepriestertum von Annas und Kajaphas"
Kajaphas war der regierende Hohepriester, Annas, sein Schwiegervater, war der Hohepriester i.R., der
aber doch noch viel Einfluss ausübte (siehe Joh 18,13).
(vgl. Mt 3,13-17; 1,1-17; 4,1-11; Mk 1,9-13)
Lies nochmals die Unterlagen über den Stammbaum, die Taufe und die Versuchung durch (Teil 4).
Matthäus beginnt mit dem Stammbaum, weil es absolut wichtig ist zu wissen, woher der versprochene König stammt. Lukas hingegen bringt auch den Stammbaum, denn es ist wichtig zu wissen, woher der Menschensohn kommt. Aber Lukas bringt den Stammbaum erst nachdem sich der Menschensohn durch die Taufe und die Versuchung bewährt hat. Der Stammbaum ist nicht, wie bei Matthäus, das Allerwichtigste, sondern er soll in der Gesamtheit der Person des Menschensohnes verstanden werden.
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