[ vorheriger Teil | Inhalt | nächster Teil ]

Bibelüberblick - Teil 14

3. Mose 8-16

HAUSAUFGABE
  1. BIBEL: 3Mo 8-16 aufmerksam durchlesen
  2. FRAGEN ZUM NACHDENKEN: Schreibe kurze Antworten auf folgende Fragen aus dem obigen Abschnitt in der Bibel, bevor du die Unterlagen durchliest.
    1. Beschreibe die Einweihungszeremonie für die Priester.
    2. Beschreibe den Tag der Versöhnung. Warum war dieser Tag notwendig? Was machte das Volk an diesem Tage? Was machte der Hohepriester - beschreibe die verschiedenen Teile der Zeremonie.
  3. UNTERLAGEN: Teil 14 aufmerksam durchlesen

2) DIE PRIESTERSCHAFT: 8-10

a) die Einweihung der Priester (8)
b) der Dienst der Priester (9)
c) die Übertretungen der Priester (10)

ad a) Die Einweihung der Priester: 8

Zu allererst wird Aaron in den Dienst eingeführt und danach seine Söhne. Die Zeremonie der Einweihung bestand aus:

  1. der Reinigung (V. 6)
  2. der Bekleidung (V. 7-9)
  3. der Einweihung (V. 10-36)

In V. 23-24 nahm Mose das Blut und "tat von dem Blute auf ihr rechtes Ohrläppchen und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die große Zehe ihres rechten Fußes.....". Dieses Blut sollte in einem symbolhaften Charakter die Ohren der Priester dem Herrn weihen, damit sie richtig hören, denn dann konnten sie richtig handeln und wandeln.

ad b) Der Dienst des Priesters: 9

Zuerst brachten die Priester ihr eigenes Opfer dar, dann erst Opfer für das Volk. Das Feuer kam vom Himmel und verzehrte die Opfer.

ad c) Die Übertretungen der Priester: 10

Zwei Söhne Aarons, Nadab und Abihu, brachten vor dem Herrn "fremdes Feuer" dar. Es ist nicht völlig klar, was diese Übertretung genau war. Vielleicht hatten Nadab und Abihu versucht, in der Anbetung auch heidnische Praktiken einzubauen. Gott antwortet auf diese Übertretung sofort und das Feuer, welches kurz vorher die Opfer verzehrt hatte (9,24), verzehrte nun auch diese beiden Männer (10,2). Durch dieses Ereignis erinnerte Gott Sein Volk daran, dass Anbetung nur im Rahmen des Wortes Gottes abgehalten werden kann.

II) GEMEINSCHAFT MIT GOTT FORTSETZEN: 11-27

Kap. 1-10 zeigten, wie die Gemeinschaft mit Gott überhaupt ermöglicht werden kann. In Kap. 11-27 wird das Problem angeschnitten - wie kann die Gemeinschaft mit Gott fortgesetzt werden - wobei der Schlüsselgedanke in 19,2 ausgedrückt wird - "Ihr sollt heilig sein; denn Ich, Jahwe, euer Gott, bin heilig."

3) DIE BEDINGUNGEN FÜR HEILIGKEIT: 11-15

a) hinsichtlich Essen (11)
b) hinsichtlich Kindergebären (12)
c) hinsichtlich Aussatz (13-14)
d) hinsichtlich sexueller Unreinigkeit (15)

Diese Kapitel beschäftigen sich mit dem Reinen und Unreinen, wobei zwei klare Prinzipien deutlich werden:

  1. Gott sehnte sich nach Heiligkeit in jedem Bereich des Lebens. Wie ein Verfasser über diese Kapitel einmal schrieb - "Der Israelit konnte keinen Tag verbringen, keine Mahlzeit vorbereiten, keine Freizeit mit Familie oder Freunden genießen, keine Jagd abhalten oder eine geschäftliche Angelegenheit erledigen, ohne daran erinnert zu werden, dass er sich in einem Bündnis mit einen heiligen Gott befand."
  2. Gott interessiert sich dafür, wie der Körper verwendet wird. Viele dieser Gesetze verfolgten die Absicht, den Gläubigen in gute körperliche Verfassung zu bringen und darin zu behalten.

4) DIE BASIS FÜR HEILIGKEIT - DER TAG DER VERSÖHNUNG: 16

Diesen Tag kann man von drei Perspektiven aus betrachten:

1) die Bekleidung des Hohepriesters

An diesem einzigen Tag im Jahr musste der Hohepriester seine prachtvollen Kleider zur Seite legen und ein einfaches Gewand aus Linnen anziehen (v. 3-4). Nachdem er das Opfer dargebracht hatte, durfte er seine herrlichen, prachtvollen Priesterkleider wieder anziehen (V. 23-24): So auch Jesus Christus, als Er in die Welt kam als der Menschensohn, legte Er Seine göttliche Herrlichkeit zur Seite und wurde Mensch (Phil 2,5-8). Nachdem Er das Opfer auf dem Kreuze vollbracht hatte, kehrte Er in den Himmel zurück, wo Er wieder mit der Herrlichkeit der Gottheit bekleidet wurde (Joh 17,5).

2) das Opfer des Hohepriesters

Aaron, der Hohepriester, sollte für sich und das Volk ein Opfer bringen. Der wesentliche Teil des Opfers bestand aus zwei Ziegenböcken. Der erste Bock wurde geschlachtet und als ein Sündopfer dargebracht. Dieser Bock schuf die Grundlage für die Versöhnung. Der zweite Bock brachte die Folgen der Versöhnung zum Ausdruck. Nachdem durch das Blut des ersten Bockes Sühne gebracht wurde, legte Aaron die Hände auf den zweiten Bock und bekannte alle Sünden des Volkes. Dieser Bock wurde dann in die Wüste geführt, weit weg vom Volk, und trug symbolisch alle Sünden weg. Hier ist ein wunderbares Bild für das Werk Jesu Christi.

3) die Tätigkeit des Hohepriesters

Während der Zeremonie der Versöhnung erschien der Hohepriester an drei verschiedenen Orten:

  1. beim Brandopferaltar, um das Opfer darzubringen (V. 11)
     
  2. in der Gegenwart Gottes, im Allerheiligsten, um das Blut siebenmal auf den Sühnedeckel zu sprengen (V. 14 – 16); allein die Wolke des Räucherwerkes beschützte ihn vor dem Sterben (V. 12 – 13)
     
  3. wieder zurück im äußeren Hof, vor dem versammelten Volk (V. 20-22)

Diese Tätigkeit beschreibt genau die Reihenfolge des Werkes Jesu Christi, wie es in Hebr 9,23-28 beschrieben wird.

  1. ".... jetzt aber ist Er einmal in der Vollendung der Zeitalter geoffenbart worden zur Abschaffung der Sünde durch Sein Opfer ...." (V. 26)
    (DIE VERGANGENHEIT - DAS KREUZ)
     
  2. "um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen ...." (V. 24)
    (DIE GEGENWART - IN DER GEGENWART GOTTES)
     
  3. "zum zweiten male denen, die Ihn erwarten, ohne Sünde erscheinen zur Seligkeit". (V. 28)
    (DIE ZUKUNFT - DIE WIEDERKUNFT)

Karte 34 - Die Tätigkeiten des Hohepriesters am Tag der Versöhnung

[ vorheriger Teil | Inhalt | nächster Teil ]