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Bibelüberblick - Teil 18

4. Mose 20-36

HAUSAUFGABE
  1. BIBEL: 4Mo 20-36 aufmerksam durchlesen
  2. FRAGEN ZUM NACHDENKEN: Schreibe kurze Antworten auf folgende Fragen aus dem obigen Abschnitt in der Bibel, bevor du die Unterlagen durchliest.
    1. Vergleiche 4Mo 21,4-9 mit Joh 3,14-15. Wieviele Parallelen gibt es zwischen der Begebenheit mit den Schlangen und dem Werk Jesu Christi?
    2. Beschreibe das Leben von Bileam
  3. UNTERLAGEN: Teil 18 aufmerksam durchlesen
    Wiederhole die Hauptpunkte des bisherigen Studiums von 4. Mose (Teil 16 und Teil 17) Eine Frage im Test basiert auf dieser Wiederholung.

IV) DIE VOLLENDUNG DER REISE: 20-36

Die Reise in das gelobte Land fing wieder an. Nach der Wüstenwanderung ging das Volk wieder nach Kadesch zurück und marschierte von dort aus weiter, um die südliche Spitze des Toten Meeres und nördlich nach Edom und Moab. Die folgenden drei Begebenheiten offenbarten die Bewahrung Gottes für Sein Volk während dieser Reise:

  1. Bewahrung vor Durst bei Meriba (20,1-13)
  2. Bewahrung vor den feurigen Schlagen (21,4-9)
  3. Bewahrung vor der Bosheit des Königs Balak, der Israel durch Bileam verfluchen lassen wollte (22-25)

10) DIE BEWAHRUNG VON GOTTES VOLK: 20-25

Bevor das Volk Gottes Kadesch verließ ist Mirjam gestorben.

1. Bewahrung vor Durst bei Meriba (20,1-13) -

Das Volk murrt wieder, da es kein Wasser gibt. Gott befiehlt Mose zu einem Felsen zu reden, damit für das Volk Wasser hervorströme. Aus Verärgerung schlägt Mose jedoch den Felsen, anstatt wie von Gott befohlen zu ihm zu reden. Trotz dieses Ungehorsams von Mose, gab Gott das lebenswichtige Wasser. Er bewahrte Sein Volk trotz allen Ungehorsams und Murrens. Mose aber musste den persönlichen Preis für seine Sünde bezahlen - er durfte das Volk nicht in das verheißene Land Kanaan hineinführen. Er würde das verheißene Land nicht betreten. Der Ort wo sich diese Begebenheit abspielte, hieß Meriba, was "das Haderwasser" bedeutet.

Nach dieser Begebenheit ist auch Aaron gestorben "am Berge Hor, an der Grenze des Landes Edom" (20,23). Mose sollte den Sohn von Aaron, Eleasar, mit dem hohepriesterlichen Gewand seines Vaters bekleiden. Der erste Wechsel in der Führungsspitze des Volkes, in Vorbereitung auf die Einnahme des Landes, wurde vollführt.

Karte 46 - Die Führungsspitze des Volkes Gottes

DIE ALTE MANNSCHAFT

DIE NEUE MANNSCHAFT

POLITISCH

RELIGIÖS

POLITISCH

RELIGIÖS

Mose

Aaron

Josua

Eleasar

der Auszug aus Ägypten;
    die Reise von Sinai nach Kanaan    

    die Einnahme des Landes    

2. Bewahrung vor den feurigen Schlangen (21,4-9) -

Mose bat den König von Edom um die Erlaubnis, auf der Straße des Königs durch sein Land zu ziehen. Doch die Antwort des Königs war eindeutig - "Du sollst nicht durchziehen!" (20,20). Das Volk war nun gezwungen, das Land Edom zu umgehen. Entmutigt fingen sie wieder an zu murren (21,4-5). Als Antwort auf dieses neuerliche Murren, brachte Gott das Gericht der feurigen Schlangen auf das Volk. In Joh 3,14-15 bestätigt der Herr, dass diese Begebenheit ein Typus für Sein Erlösungswerk auf dem Kreuz war.

Einen Vergleich zwischen diesem Typus und der Erfüllung in Christus ergeben folgende Parallelen:

 

DER TYPUS
(4Mo 21,4-9)

DIE ERFÜLLUNG IN CHRISTUS
(Joh 3,14-15)

1)

das Volk murrte und rebellierte gegen Gott

der Fall des Menschen im Garten Eden

2)

das Gericht Gottes - die feurigen Schlangen

der Mensch kommt unter die Macht der Sünde und des Todes

3)

ein Biss der Schlange brachte den Tod

die Folge von Sünde war der Tod; er ist unausweichlich

4)

viele Leute sind bereits gestorben

viele Menschen sind in ihren Sünden, getrennt von Gott, gestorben

5)

das Volk kommt zu Mose - er betet für sie

das Gesetz, die guten Werke (Mose ist ein Typus dafür) können niemandem helfen - die Hilfe ist allein bei Gott

6)

Gott gibt einen Ausweg - eine feurige Schlange aus Erz soll auf einem Stab aufgestellt werden - wer auf diese Schlange blickt, wird augenblicklich gerettet

das Evangelium - "denn also hat Gott die Welt geliebt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe" (Joh 3,16)

Nach dieser Begebenheit setze das Volk seine Reise fort und lagerte in den Ebenen oder Steppen Moabs, "jenseits des Jordan von Jericho" (22,1).

3. Bewahrung vor der Bosheit des Königs Balak, der Israel durch Bileam verfluchen lassen wollte (22-25) -

Balak, der König von Moab, fürchtete sich vor dem Volk Gottes und ließ Bileam, einen Propheten aus Mesopotamien, holen. Zuerst weigerte sich Bileam mitzugehen, doch nachdem Balak zum zweiten Mal nach ihm schickte, ging er mit, obwohl es auf der Hand lag, dass Gott an der Haltung Bileams kein Wohlgefallen hatte. Es scheint, als ob Bileam gute Kenntnis über den Herrn hatte, doch einige Schriftstellen würden eher darauf hindeuten, dass er keine persönliche Beziehung zu Gott hatte und daher ein Ungläubiger war (siehe 4Mo 31,16; 5Mo 23,5-6; Jos 13,22; 24,9-10; Neh 13,2; 2Petr 2,13-16; Jud 11; Offb 2,14)

Über die Prophezeiungen Bileams wird in den Kap. 23-24 berichtet:

die erste Prophezeiung (23,1-12) von den Höhen des Baal
die zweite Prophezeiung (23,13-26) von dem Gipfel des Pisga
die dritte Prophezeiung (23,27-24,9) von dem Gipfel des Peor
die vierte Prophezeiung (24,10-25)

Viermal segnete er Israel, anstatt es zu verfluchen, wie Balak es von ihm verlangte. Der Schlüsselvers ist 23,8 "Wie soll ich verfluchen, den Gott nicht verflucht, und wie verwünschen, den Jahwe nicht verwünscht hat?" Die Absicht Balaks, das Volk Gottes zu verfluchen, war von Anfang an zum Scheitern verurteilt, da diese Absicht gegen ein Grundprinzip des Bundes mit Abraham stieß, nämlich - ".... und wer dir flucht, den werde ich verfluchen" (1Mo 12,3).

Doch die Wahrheit über Bileam kommt auch ans Licht. 2Petr 2,15 offenbart, dass Bileam "den Lohn der Ungerechtigkeit liebte" und daher versuchte er immer noch dieses Geld zu bekommen, indem er Gottes Volk durch Ausschweifungen zu Fall brachte. Er beriet das Volk dahingehend, dass ihnen überhaupt nichts passieren könnte, ganz egal was sie tun würden, da sie das Volk des Bündnisses wären (31,16). Gott richtete Sein Volk wegen der Ausschweifungen, und auch dieser falsche Prophet von Mesopotamien wurde erfasst und getötet (31,8).

11) DIE VORBEREITUNGEN FÜR DIE EINNAHME DES LANDES: 26-33

a) die Verteilung des Landes (26-27)
b) die Opfer und die Gelübde (28-30)
c) die feindlichen Völker (31)
d) das Transjordanland (32)
e) eine Betrachtung der Reise (33)

ad a) Die Verteilung des Landes: 26-27

Eine Volkszählung in Kap. 26 zeigt, dass das Volk in den 40 Jahren um 1.820 Männer kleiner geworden ist. Die Gesamtzahl der wehrfähigen Männer betrug 601.730.

Karte 47 - Ein Vergleich der zwei Volkszählungen in 4. Mose

D I E    Z W Ö L F    S T Ä M M E    I S R A E L S

     REIHENFOLGE NACH GRÖSSE     
Volkszählung 1 in 4Mo 1

     REIHENFOLGE NACH GRÖSSE     
Volkszählung 2 in 4Mo 26

1) JUDA

74.100

1) JUDA

76.500

2) DAN

62.700

2) DAN

64.400

3) SIMEON

59.300

3) ISSASCHAR

64.300

4) SEBULON

57.400

4) SEBULON

60.500

5) ISSASCHAR

54.400

5) ASSER

53.400

6) NAPHTALI

53.400

6) MANASSE

52.700

7) RUBEN

46.500

7) BENJAMIN

45.600

8) GAD

45.650

8) NAPHTALI

45.400

9) ASSER

41.500

9) RUBEN

43.730

10) EPHRAIM

40.500

10) GAD

40.500

11) BENJAMIN

35.400

11) EPHRAIM

32.500

12) MANASSE

32.200

12) SIMEON

22.200

 

603.550

 

601.730

In Kap. 27 kamen die Töchter Zelophchads, von dem Stamme Manasse, zu Mose, um eine Frage hinsichtlich der Erbschaft zu klären.

Im späteren Verlauf dieses Kapitels wurde Mose beauftragt, Josua als seinen Nachfolger einzusetzen.

ad b) Die Opfer und die Gelübde: 28-30

Obwohl die Einnahme des Landes eine geänderte Lebensweise für Sein Volk bedeuten wird, befiehlt Gott, Seine Opfer- und Anbetungseinrichtungen einzuhalten.

ad c) Die feindlichen Völker: 31

Dieses Kapitel beschreibt die Vertilgung der Midianiter wegen ihrer Auflehnung gegen Israel.

ad d) Das Transjordanland: 32

Die Stämme Ruben und Gad "hatten viel Vieh, in gewaltiger Menge; und sie sahen das Land Jaser und das Land Gilead, und siehe, der Ort war ein Ort für Vieh" (32,1). Sie wollten im Transjordanland bleiben. Sie wollten den Segen ohne den Streit haben. Mose gab ihnen dieses Gebiet unter der Bedingung, dass sie aber in den Kampf mitziehen und dem restlichen Volk bei der Einnahme des Landes helfen müssten.

ad e) Eine Betrachtung der Reise: 33

Dieses Kapitel gibt einen Überblick von "der Pilgerreise des Volkes Gottes". Trotz allen Murrens, Auflehnung und Ungehorsams, war die FÜHRUNG GOTTES immer deutlich. Er brachte Sein Volk zum Ziel.

12) IN ERWARTUNG DER EINNAHME DES LANDES: 34-36

a) die Grenzen des Landes (34)
b) die Städte der Leviten (35)
c) einige Fragen bezüglich Erbschaft (36)

ad a) Die Grenzen des Landes: 34

Der Herr bildete einen Ausschuss, welcher das Land gerecht aufteilen sollte (34,16-29).

ad b) Die Städte der Leviten. 35

Der Stamm Levi erhielt kein Erbe wie die übrigen Stämme, sondern den Leviten wurden 48 Städte mit dem umliegenden Weideland gegeben. Diese Städte waren über das ganze Land verstreut, damit die Leviten den Kindern Gottes in ihrem Leben mit Gott überall helfen konnten. Auch die Zufluchtsstädte wurden erwähnt.

ad c) Einige Fragen bezüglich Erbschaft: 36

Kann der Besitz des Landes von Stamm zu Stamm gewechselt werden? Der Herr sagt "Nein". Das Erbe des Landes muss in dem jeweiligen Stamm bleiben.

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