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Bibelüberblick - Teil 45

2. Könige 18-25

HAUSAUFGABE
  1. BIBEL: 2Kö 18-25 aufmerksam durchlesen
  2. FRAGEN ZUM NACHDENKEN: Schreibe kurze Antworten auf folgende Fragen aus dem obigen Abschnitt in der Bibel, bevor du die Unterlagen durchliest.
    1. Nenne die zwei gottesfürchtigsten und die zwei gottlosesten Könige von Juda in Kap. 18-25.
    2. Wie versuchte Rabschake die Juden zum Aufgeben zu überreden? Nenne vier Punkte seiner Taktik (siehe Kap. 18).
    3. Beschreibe in eigenen Worten die Regierung von Jojakim (24,1-7)
  3. UNTERLAGEN: Teil 45 aufmerksam durchlesen
    Wiederhole die Hauptpunkte des bisherigen Studiums von 2. Könige (Teil 43 und Teil 44). Eine Frage im Test basiert auf dieser Wiederholung.

II) DAS EINZEL-REICH: 18-25

Nach der assyrischen Gefangenschaft stand das Süd-Reich allein im Brennpunkt der biblischen Geschichte. Das einst herrliche Reich unter David und Salomo schrumpfte zu einem kleinen Landstück zusammen.

Karte 93 - Das Einzel-Reich Juda

Die Könige, welche in dieser Zeit regierten, sind auf Karte 94 zu finden.

Karte 94 - Die Könige in 2. Könige 18-25 (Ausschnitt von Karte 86)

Während dieser Zeit kommen zwei der gottesfürchtigsten und zwei der gottlosesten Könige Judas vor.

4) HISKIA: 18-20

  1. die Not Hiskias (18)
  2. das Gebet Hiskias (19)
  3. das verlängerte Leben Hiskias (20

ad a) Die Not Hiskias - 18

Hiskia befreite sich von der politischen Herrschaft Assyriens. König Sanherib griff Jerusalem an und belagerte die Stadt. Er schickte seinen Befehlshaber, Rabschake, um die Bewohner der Stadt einzuschüchtern. Hierbei sind vier Punkte zu beachten:

  1. er verhöhnte die Hilfe, welche Juda von Ägypten erwartete – viele dachten, dass eine pro-ägyptische Politik von Vorteil wäre. Rabschake verglich Ägypten mit einem "geknickten Rohrstab".
     
  2. er schmähte die Anstrengungen und das Können der Juden – er machte sich lustig über sie.
     
  3. er verdrehte bewusst die Tatsachen – er behauptete, dass Hiskia vom Herrn abgefallen sei, und dass Gott Assyrien geschickt hatte, um die Stadt einzunehmen.
     
  4. er machte leere Versprechungen – er versprach allen denjenigen Segen und Fülle, welche bereit wären, sich Assyrien zu unterwerfen – dies waren leere Versprechungen.

Die Methoden von Rabschake sind sehr interessant, denn Satan verwendet dieselben Prinzipien auch heute noch!

ad b) Das Gebet Hiskias - 19

Mit dieser Not ging Hiskia zum Herrn im Gebet. Er bekannte, dass Juda sich aus eigener Kraft nicht mehr retten könne. Die Nation ist wie eine schwangere Frau "denn die Kinder sind bis an die Geburt gekommen, aber da ist keine Kraft zum Gebären" (19,3). Jesaja überbrachte Hiskia eine Botschaft der Hoffnung. Sanherib schickte einen bedrohlichen Brief an Hiskia – dieser ging noch einmal in den Tempel und betete. Gott beantwortete sein Gebet und 185.000 Assyrer starben durch den Engel des Herrn.

ad c) Das verlängerte Leben Hiskias - 20

In 20,1 wurde Hiskia über sein bevorstehendes Abscheiden informiert. Er flehte zu Gott und der Herr schenkte ihm noch weitere 15 Jahre. Der Schatten auf dem Sonnenzeiger ging zehn Stufen zurück, um zu zeigen, dass diese zusätzlichen Jahre im Leben Hiskias nur durch ein übernatürliches Eingreifen Gottes ermöglicht wurden.

In 20,12-15 wird die Sünde und die Torheit Hiskias geoffenbart. Der König von Babylon versuchte die politische Autorität Assyriens zu untergraben und war daher an freundlichen Beziehungen mit Juda interessiert. Hiskia in seiner Torheit begriff nicht, dass diese Männer eine Bedrohung für seinen Staat darstellen könnten und zeigte ihnen alles – "sie haben alles gesehen, was in meinem Hause ist; es gibt nichts in meinen Schätzen, was ich ihnen nicht gezeigt hätte" (20,15). Jesaja prophezeite, dass Babylon eines Tages kommen und alles wegnehmen würde. Zusammenfassend kann man sagen:

Kap. 18-19 zeigen den Glauben Hiskias
Kap. 20 zeigt die Torheit Hiskias

5) MANASSE UND AMON: 21

Manasse regierte von allen Königen Judas am längsten – nämlich 55 Jahre. Seine Regierungszeit war gekennzeichnet von Gewalttätigkeit (21,16). Er brachte und befestigte den Götzendienst in Juda soweit, dass die geistlichen Auswirkungen davon nicht mehr rückgängig gemacht werden konnten. Das Gericht Gottes musste kommen. Durch seine Bosheit hob er all die guten und gerechten Taten seines Vaters auf. Amon regierte nicht so lange wie sein Vater, und daher waren die Auswirkungen nicht so verheerend, doch er folgte mit allen Konsequenzen dem Wege Manasses.

6) JOSIA: 22-23

Während der Regierungszeit von Manasse und Amon wurde der Tempel völlig vernachlässigt. Josia, der Sohn Amons, begann seine religiöse Erweckung mit der Renovierung des Tempels. Er wusste, dass das Volk Gottes nach Manasse und Amon unter dem Gericht Gottes stand. Trotz der Tatsache, dass Babylon das Süd-Reich binnen 25 Jahren erobern würde, begann dieser treue König mit seinem Programm für die geistliche Erneuerung des Landes.

Bevor die traurigen Begebenheiten, welche nach der Regierungszeit von Josia kamen, betrachtet werden, wäre es gut, noch einen letzten Blick auf die geistlichen Erneuerungen durch Hiskia und Josia zu werfen.

Karte 95 - Die geistlichen Erneuerungen von Hiskia und Josia

REGIERUNGS-
JAHR

H I S K I A

REGIERUNGS-
JAHR

J O S I A

1






4-6




14

öffnete die Türen des Tempels
(2Chr 29,3)
er war 25 Jahre alt,
zerstörte den
Götzendienst (2Kö 18,1-8)
Priesterschaft und Anbetung
wieder eingeführt (2Chr 29,4)

Augenzeuge des Gerichtes über
das Nord-Reich (2Kö 18,9-10)
Einladung zum Passahfest für
alle (2Chr 30,1-12)

Jerusalem von Sanherib
angegriffen (2Kö 18,13)

8

12



18

suchte den Herrn (2Chr 34,3)

er war 16 Jahre alt
zerstörte den Götzendienst
(2Chr 34,8)

Tempel wiederhergestellt
(2Chr 34,8)
Wort Gottes gefunden
Bund geschlossen
Priesterschaft und Anbetung
wieder eingeführt (2Chr 35,1)
Einladung zum Passahfest für
alle (2Chr 35,18-19)

7) DIE BABYLONISCHE GEFANGENSCHAFT: 24-25

Die letzten vier Könige bereiteten den Weg für die Gefangenschaft vor:

Mit dem Fall Jerusalems geht die Linie Davids zu Ende. Sie regierte nicht mehr in Jerusalem, doch 2. Könige endet mit einem Hinweis auf Jojakin (24,27-30) der sich in Babylon befand. Durch ihn wurde die Linie Davids fortgesetzt, bis sie eines Tages in einem Mann aus Nazareth – Jesus Christus – ihre Vollendung finden würde!

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