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Bibelüberblick - Teil 47

2. Chronik 10-20

HAUSAUFGABE
  1. BIBEL: 2Chr 10-20 aufmerksam durchlesen
  2. FRAGEN ZUM NACHDENKEN: Schreibe kurze Antworten auf folgende Fragen aus dem obigen Abschnitt in der Bibel, bevor du die Unterlagen durchliest.
    1. Beschreibe zumindest drei Fehler, welche Asa in Kap. 16 macht.
    2. Fasse in eigenen Worten das Leben von Joschafat zusammen.
  3. UNTERLAGEN: Teil 47 aufmerksam durchlesen

II) DER ZERFALL DES TEMPELS: 10-36

Die nächsten Kapitel befassen sich mit der Geschichte des Süd-Reiches Juda, in dem geteilten Reich und im Einzel-Reich. Der Verfasser betont das Süd-Reich, da in Jerusalem der Tempel stand.

3) REHABEAM UND ABIJAM: 10-13

Einzelheiten über diese Könige wurden bereits in Teil 40 erörtert.

4) ASA: 14-16

a) der gute Wandel von Asa (14)
b) die Ermutigung für Asa (15)
c) die bösen Wege von Asa (16)

Das Leben von Asa kann grundsätzlich in zwei Abschnitte unterteilt werden - die Jahre, in welchen er sein Vertrauen auf Gott setzte und danach die Jahre, in welchen er sein Vertrauen auf andere Leute setzte.

Karte 98 - Das Leben von Asa

14

15

16

  SEIN WANDEL  

  SEINE ERMUTIGUNG  

  SEINE BÖSEN WEGE  

Asa vertraute Gott allein

Asa vertraute anderen

ad a) Der gute Wandel von Asa - 14

Kap. 14 zeigt zwei Begebenheiten, in denen Asa auf Gott vertraute. Solange Frieden herrschte, benutzte er die Zeit, um das Land von dem Götzendienst zu befreien. Als dann später eine Armee der Kuschiter ihn angriff, betete er zu Gott, um von Ihm Hilfe zu bekommen.

ad b) Die Ermutigung für Asa - 15

In diesem Kapitel wird Asa durch das Wort des Propheten Asarja ermutigt, sein Säuberungsprogramm fortzusetzen. Vor allem die Worte in 15,7 gaben ihm neuen Mut – "Ihr aber seid stark und lasset eure Hände nicht erschlaffen, denn es gibt Lohn für euer Tun!" (Ähnliche Worte schrieb Paulus den Gläubigen in Korinth viele Jahre später – siehe 1Kor 15,58). Asa reinigte das Land von weiterem Götzendienst. Er war sogar bereit, seine eigene Mutter, Maaka, abzusetzen, weil sie eine Götzendienerin war. In dieser Zeit der Säuberung herrschte großer Frieden im Süd-Reich (siehe 15,19).

ad c) Die bösen Wege von Asa - 16

Allmählich aber änderte sich das Leben von Asa. Er vertraute nicht mehr Gott, sondern setzte sein Vertrauen auf andere. Kap. 16 zeigt drei grundsätzliche Fehler:

  1. Er machte ein Bündnis mit Ben-Hadad von Syrien - als Baesa, der König des Nord-Reiches, gegen ihn zog, vertraute er mehr auf Ben Hadad als auf Gott.
     
  2. Er lehnte Gottes Warnung ab - Gott sandte Hanani, um Asa über seinen Fehler aufzuklären. Asa lehnte die Botschaft ab und "legte ihn (Hanani) in das Stockhaus."
     
  3. Er wurde sehr krank - statt Gott für Heilung zu vertrauen, wandte sich Asa an die Ärzte. Er starb kurz danach an dieser Krankheit.

5) Joschafat: 17-20

  1. der anfängliche Gehorsam Joschafats (17)
  2. das Bündnis mit Gottlosen (18-19)
  3. der endgültige Sieg Joschafats (20)

ad a) Der anfängliche Gehorsam Joschafats - 17

Von Beginn seiner Regierung an gehorchte er Gottes Wort. Er säuberte auch das Land vom Götzendienst. Joschafat aber ging einen Schritt weiter als sein Vater Asa. Im dritten Jahr seiner Regierung sandte er eine Mannschaft in die Städte Judas, um das Volk in dem Worte Gottes zu unterrichten. Diese Mannschaft bestand aus:

  1. fünf Obersten des Volkes (politische Autorität)
  2. zwei Priester (geistliche Autorität)
  3. neun Leviten (um dem Volke zu helfen das Wort Gottes zu verstehen und zu befolgen)

Die Folge dieser umfangreichen geistlichen Erneuerung war Frieden, wie dies in V. 10 steht:

"Und der Schrecken Jahwes kam auf alle Königreiche der Länder, die rings um Juda waren, sodass sie nicht wider Joschafat stritten."

ad b) Das Bündnis mit Gottlosen - 18-19

Auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn "so hatte Joschafat Reichtum und Ehre in Fülle" (18,1), verschwägerte sich Joschafat mit Ahab, dem gottlosen König des Nord-Reiches. Sein Sohn Joram heiratete Athalja, die Tochter Ahabs. Einige Zeit später musste Joschafat, verpflichtet durch dieses Bündnis, Ahab in einem Krieg gegen die Syrer zu Hilfe kommen. In diesem Krieg fiel Ahab. Joschafat kehrte nach Jerusalem zurück und wurde von dem Propheten Jehu wegen dieses gottlosen Bündnisses zurechtgewiesen. Im Gegensatz zu seinem Vater Asa, beugte sich der König unter dieser Ermahnung.

ad c) Der endgültige Sieg Joschafats - 20

Kap. 20 zeigt, wie Joschafat und das Süd-Reich einen großen Sieg gegen die Moabiter und die Ammoniter errangen. Ihr Vertrauen auf Gott brachte ihnen diesen Sieg ein.

Die letzten Verse in Kap. 20 zeigen jedoch, dass, obwohl Joschafat in vieler Hinsicht ein vorbildlicher König war, er immer wieder darin sündigte, mit gottlosen Königen Bündnisse einzugehen. Kap. 20,35-37 zeigt ein Bündnis mit Ahasja, dem Sohn Ahabs vom Nord-Reich. Es war hauptsächlich ein Handelsübereinkommen – Gott zeigte, was er von diesem Übereinkommen hielt – "und die Schiffe wurden zertrümmert und vermochten nicht nach Tarsis zu fahren" (20,37).

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