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Bibelüberblick NT - Teil 6

Matthäus 15-23

HAUSAUFGABE
  1. BIBEL: Mt 15-23 aufmerksam durchlesen
  2. FRAGEN ZUM NACHDENKEN: Schreibe kurze Antworten auf folgende Fragen aus dem obigen Abschnitt in der Bibel, bevor du die Unterlagen durchliest.
    1. Warum hat, deiner Meinung nach, die religiöse Führerschaft der Juden ihrem König, Jesus Christus, widerstanden?
    2. Was wollte der Herr in 16,13 von Seinen Jüngern wissen?
    3. Warum wollte Er es wissen?
    4. Was sagte der Herr wirklich zu Petrus? Was sagte der Herr nicht zu Petrus, was jedoch von der Aussage Jesu abgeleitet wird und von der Kirche Roms für ihre Lehre verwendet wird?
    5. Wie beantwortete der Herr die Fragen Seiner Jünger in 18,1 und 18,21?
  3. UNTERLAGEN: NT-Teil 6 aufmerksam durchlesen

Ab Kapitel 15 beginnt das dritte und letzte Jahr des öffentlichen Dienstes - das Jahr des Widerstandes!

ÖFFENTLICHER DIENST

4,12-20,34

der erste Jahr
UNBEKANNT

das zweite Jahr
BELIEBT

das dritte Jahr
WIDERSTANDEN

nicht in Matthäus berichtet !

4,12-14,36

15,1-20,34

                        

5) DAS SCHICKSAL DES KÖNIGS 13,54 - 19,2 (Fortsetzung)

a) Bericht (13,54 - 17,27)
b) Rede - Rangordnung und Vergebung (18,1 - 19,1)

Die Beliebtheit des Königs unter dem Volk wurde immer geringer, da Er eine Botschaft verkündigte, die sie nicht gern hörten. Die Meinung des Volkes, dass dieser nicht der Messias und König war, den sie sich vorgestellt hatten, wurde immer deutlicher.

Der Herr benutzte dieses letzte Jahr hauptsächlich zur Ausbildung Seiner Apostel.

Während dieser Zeit vollbrachte Er auch die sogenannten "Speziellen Dienste", da Er nicht so oft auftrat und eher mit speziellen Gruppen zu tun hatte, wie z.B.

ad a) Der Widerstand der Pharisäer  15,1-20

(vgl. Mk 7,1-23)

Die Pharisäer nahmen eine Äußerlichkeit zum Anlass, die Autorität des Königs in Frage zu Stellen (15,1-2).

Die religiöse Führerschaft der Juden war der Hauptgegner Jesu. Es gab grundsätzlich 4 Gründe, warum sie Ihm widerstand:

  1. Seine bescheidene (menschliche) Herkunft
  2. Seine Jünger und die Menschen mit denen Er verkehrte
  3. Seine Auslegungen des Gesetzes bezüglich Reinigung, Fasten und Sabbath
  4. Seine Behauptung, der Messias zu sein.

Der Herr Jesus versuchte ihnen die Wahrheit von 1Sam 16,7 beizubringen:

"der Mensch sieht auf das Äußere, aber Jahwe sieht auf das Herz".

Die wirkliche Verunreinigung des Menschen kommt nicht von außen, sondern von innen!

ad a) Die Reise nach Tyrus und Sidon  15,21-28

(vgl. Mk 7,24-30)

Tyrus und Sidon waren zwei heidnische Hafenstädte, nordwestlich von Galiläa gelegen (siehe Karte 9). Dort begegnete Ihm eine Griechin, "eine Syro-Phönizierin von Geburt" (Mk 7,26). Sie kam zu Ihm, weil sie eine große Not hatte (15,22). Obwohl ihr der Herr vorerst nicht helfen wollte (Sein irdischer Dienst galt vornehmlich Seinem eigenen Volk), heilte Er schließlich doch ihre Tochter, weil sie einen so großen Glauben hatte. Dieser Glaube drückte sich durch Beharrlichkeit aus.

ad a) Viele geheilt, viele gespeist  15,29-39

(vgl. Mk 7,32-8,19)

Nach Seiner Reise nach Nord-Westen kehrte der Herr nach Galiläa zurück und ging noch weiter nach Süd-Osten, nach Dekapolis.

Der Name Dekapolis bedeutet im Griechischen "10 Städte". Die Städte waren Scythopolis, Hippos, Gadara, Pella, Philadelphia, Gerasa, Dion, Canatha, Raphana und Damaskus. Sie wurden von den Griechen im Zuge der Eroberungen Alexanders des Großen gebaut.

In dieser Gegend heilte der Herr viele und speiste auch 4.000.

ad a) Der Widerstand wächst  16,1-4

(vgl. Mk 8,10-12)

Wiederum tritt die religiöse Führerschaft des Volkes gegen den Herrn auf. Diesmal verlangt sie ein Zeichen. Diese Forderung hatte sie bereits in 12,38 gestellt, worauf der Herr Jesus mit dem Gleichnis von Jona antwortete. In diesem Fall verweist der König sie mit Seiner Antwort auf die Vorhersage des Wetters.

ad a) Die Ausbildung der Jünger  16,5 - 17,27

(vgl. Mk 8,13-9,32; Lk 9,18-45)

In diesem Abschnitt geht es vor allem um die Ausbildung und Vorbereitung Seiner Jünger und Apostel. Diese Ereignisse bilden den Auftakt für die Rede des Königs über Rangordnung und Vergebung in 18,1-19,1.

Der Kern dieser Ausbildung besteht in der Begebenheit in 16,17-20.

Hier begegnet man dem Wendepunkt in dem öffentlichen Dienst des Herrn. In allem was der Herr tat und sagte, verfolgte Er nur ein Ziel, nämlich den Juden Seine wahre Identität zu offenbaren, sodass sie wissen würden "WER ER IST...".

Jetzt war der Hauptteil Seines Dienstes vorbei, und darum stellt Er die Schlüsselfrage:

"Wer sagen die Menschen, dass Ich, der Sohn des Menschen, sei?"

Die Antwort der Jünger zeigt, dass die Mühen des Herrn eigentlich nicht den zu erwartenden Erfolg unter Seinem Volk gehabt haben. Trotz des mehr als 2 Jahre ausgeübten öffentlichen Dienstes kannte das Volk Seine wahre Identität noch immer nicht.

Aber Petrus hat erkannt, wer Jesus ist, weil es ihm der Vater im Himmel geoffenbart hat:

"Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes."

Die anschließenden Worte des Herrn werden häufig dazu verwendet, um die Grundlage für die Kirche Roms zu bilden. Was hat der Herr zu Petrus wirklich gesagt?

Die wirkliche Bedeutung von "Petros" wird in Joh 1,42 gegeben:

"Du bist Simon, der Sohn Jonas; du wirst Kephas heißen, (was verdolmetscht wird: Stein = gr. Petros)".

"Kephas" ist ein aramäisches Wort und stammt vom hebr. "Keph", welches "Aushöhlung" bedeutet (siehe Hi 30,6; Jer 4,29). Der Herr sagt: "Du bist Petros" (d.h. Kephas = Aushöhlung, Stein), "auf diesem Felsen..." (gr. "Petra" - weibliche Form von Petros und bedeutet eben "Felsen") - (siehe auch Mt 7,24-25; 27,51.52.60).

Die von Petrus ausgesprochene Tatsache, dass Jesus der von Gott gesalbte Erlöser und Sohn Gottes ist, ist der Fels, auf dem Christus seine Gemeinde baut. Nicht auf Petrus, obwohl er einer der Grundsteine ist (Eph 2,20), sondern auf Christus, den Eckstein (1Kor 3,11; 1Petr 2,4-8), wie Petrus selbst in seinem ersten Brief deutlich erklärt. So ist die Gemeinde Christi nicht auf irgendeine menschliche Basis gegründet sondern auf Christus bzw. die göttliche Offenbarung des Christus. Das ist auch der Grund, warum die Pforten des Totenreiches (d.h. die Heere, die Mächte des Totenreiches) sie nicht überwinden werden.

Nach diesem Gespräch verkündigt der Herr zum erstenmal Seinen bevorstehenden Tod und Seine Auferstehung. Insgesamt macht Er diese Ankündigung dreimal:

In Kapitel 17 berichtet Matthäus den Juden das, was für sie eigentlich der Stein des Anstoßes war: dass der Messias der Sohn des ewigen Gottes und zugleich Sohn des Menschen (Verse 9 + 22 "...des Menschensohn...") war.

In den ersten zwei Abschnitten (Verse 1-21) zeigt er die überragende Größe des Sohnes Gottes:

17,1-13  

  -   Der verherrlichte Sohn Gottes durch die Verklärung auf dem Berg

V. 2

  - Für einen kurzen Moment kam zum Vorschein, wie herrlich der Sohn Gottes wirklich war.

V. 5  

  - Das Zeugnis Gottes über Ihn    
1. Mein geliebter Sohn
2. an welchem Ich Wohlgefallen habe
3. höret auf ihn.

17,14-21

  - Der unumschränkte Herrscher in der unsichtbaren Welt (der Dämon konnte den Jüngern Widerstand leisten, dem Herrn jedoch nicht).

V. 20

  - Er fuhr nicht aus wegen des Kleinglaubens. Das heißt, unsere Werke und unsere Vollmacht im geistlichen Bereich sind entsprechend unserem Glauben, und nicht jeder Feind muss automatisch fliehen.

Während die ersten zwei Abschnitte die überragende Größe Jesu Christi zeigen, zeigt Matthäus von V. 22 an gleichzeitig auch Seine unfassbare Demut, Seine Erniedrigung und Bereitschaft, als der Menschensohn den Weg des Kreuzes zu gehen (V. 22 - 23: "...sie werden Ihn töten und am dritten Tage wird Er auferstehen") und sich mehr unter die menschlichen Autoritäten zu beugen, als es notwendig wäre (V. 24 - 27: als Sohn Gottes wäre Er frei von der Tempelsteuer gewesen, aber Er war bereit, auf Seine Stellung als der Sohn Gottes zu verzichten und sich zu demütigen und jeden Anstoß zu vermeiden).

ad b) Rede - Rangordnung und Vergebung  18,1 - 19,1

(vgl. Mk 9,33-50; Lk 9,46-50)

Diese Rede wird durch zwei Fragen der Jünger ausgelöst:

  1. "Wer ist denn der Größte im Reich der Himmel?" (18,1)
  2. "Herr, wie oft soll ich meinem Bruder, der wider mich sündigt, vergeben?" (18,21)

Als Antwort auf die erste Frage, holt der Herr "ein Kindlein" und zeigt am Beispiel dieses Kindes die richtige Herzenseinstellung bezüglich der Einschätzung der eigenen Größe im Reich Gottes.

Die zweite Frage beantwortet der Herr, indem Er ein Gleichnis von einem König erzählt, der einem seiner Knechte eine unbezahlbare Schuld erlässt. Der Knecht hingegen verlangt von einem seiner Mitknechte, der ihm etwas schuldet, eine kleinere Summe unbarmherzig zurück.

6) DIE PROBLEME DES KÖNIGS:  19,2 - 26,2

a) Bericht (19,2-23,39)
b) Rede - Predigt auf dem Ölberg (24,1-26,2)

Nach dem Fest der Tempelweihe, das am 1. Jänner zu Ende war, ging der Herr nach Peräa (jenseits des Jordans - Joh 10,40). (Dieses Fest begann am 25. Dezember und dauerte 8 Tage. Es wurde zur Erinnerung an die Wiedereinweihung des Tempels durch die Makkabäer 164 v.Chr. gefeiert). Sechs Tage vor dem Passah, d.h. am 8. April (Joh 12,1), kam Jesus nach Bethanien, Seinem "zu Hause" für diese letzte Zeit. Er war ungefähr 3 Monate in Peräa unterwegs.

Karte 18 - Der Dienst des Königs in Peräa

PERÄISCHE PERIODE

3 M O N A T E

 

KURZE UNTERBRECHUNG

 

PERÄA

BETHANIEN

PERÄA

  EVANGELISATION  

WUNDER

  EVANGELISATION  

nicht vollständig in Matthäus berichtet!

Matthäus 19,2 - 20,34

ad a) Durch Peräa in Richtung Jerusalem  19,2 - 20,34

(vgl. Mk 10,1-45; Lk 18,15-34)

In 19,1 liest man: "..(Er) kam in das Gebiet von Judäa, jenseits des Jordan". Die Karte 7 zeigt, dass während des irdischen Dienstes des Herrn Herodes Antipas der Herrscher des Gebietes von Galiläa und Peräa war. Die Geschichtsschreiber stellen ihm kein gutes Zeugnis aus, z.B. sagt Schürer, dass er "hinterlistig und ehrgeizig war und großen Reichtum und Wohlstand liebte, doch nicht so fähig wie sein Vater (Herodes der Große) war. Hausrath beschreibt ihn als "einen listigen Schleicher". Der Herr Jesus bezeichnet ihn als "Fuchs" (Lk 13,32). Zwischen diesem Herrscher und dem Herrn Jesus sollte es in der nächsten Zeit noch zu einem Treffen kommen!

Die Zeit in Peräa beginnt wieder mit einer Konfrontation mit den Pharisäern. Sie stellten ihm eine theologische Falle und hofften, dadurch Möglichkeiten zur Anklage zu finden.

In 19,13-15 wird die Liebe des Königs zu den kleinen Kindern gezeigt.

Auch in Peräa bleibt "das Reich der Himmel" ein zentrales Thema des Königs: siehe 19,12; 19,14; 19,23-24; 20,1.

Drei geographische Hinweise ermöglichen es, "die Route" des Herrn während dieser drei Monate festzustellen:

  1. "...kam in das Gebiet von Judäa, jenseits des Jordan" 19,1
  2. "Und als Jesus nach Jerusalem hinaufging..." 20,17
  3. "und als sie von Jericho auszogen..." 20,29

Drei Monate waren vorwiegend mit der Ausbildung der Jünger ausgefüllt.

Ab Kapitel 21 beginnt die letzte Woche im irdischen Leben des Herrn. Die Evangelien geben der Woche der Kreuzigung viel Platz (der biblische Bericht über diese Woche nimmt etwa 35 % von Matthäus, Johannes und Markus und etwa 15 % von Lukas ein). Dies zeigt die Wichtigkeit dieser Woche; für diese Woche wurde der König geboren.

Diese Woche kann mit Mk 10,45 zusammengefasst werden:

"denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und Sein Leben zu geben als Lösegeld für viele" (Mk 10,45).

Dies war der Grund für die Menschwerdung Jesu Christi.

Karte 19, "Die Woche der Kreuzigung", zeigt die Einteilung dieser Tage.

Karte 19 - Die Woche der Kreuzigung

    KÖNIG GELOBT                      KÖNIG VERSPOTTET

DIENST FÜR DIE VOLKSMENGE

DIENST FÜR DIE JÜNGER

DIENST ALLEIN

SONNTAG

MONTAG

DIENSTAG

MITTWOCH

DONNERSTAG

FREITAG

AKTIVE TAGE

RUHIGE TAGE

GEWALTSAMER TAG

AUTORITÄT

BARMHERZIGKEIT

BEUGUNG

J E S U S   R E D E T   V I E L

J E S U S   R E D E T   W E N I G

HINEINGERITTEN AUF
EINEM MAULTIER
(Luk. 19,35-37) 

HINAUSGETRIEBEN
MIT EINEM KREUZ
(Joh. 19,17)

 

ad a) Sonntag - der Tag des Einzuges  21,1-11

(vgl. Mk 11,1-11; Lk 19,29-44; Joh 12,12-19)

Jetzt war die Stunde gekommen, in welcher der König in "Seine" Stadt einziehen sollte. Matthäus zitiert Sach 9,9:

"Frohlocke laut, Tochter Zion; jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König wird zu dir kommen: gerecht und ein Retter ist Er, demütig und auf einem Esel reitend..."

Es ist interessant zu sehen, wie das Volk den Herrn bezeichnete:

"Dieser ist Jesus, der Prophet, der von Nazareth in Galiläa" (Mt 21,11)
"Hosanna! gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn" (Mk 11,9)
"Gepriesen sei der König, der da kommt im Namen des Herrn" (Lk 19,38)

ad a) Montag - die zweite Reinigung des Tempels und das Schicksal des Feigenbaumes  21,12-19

(vgl. Mk 11,15-19; Lk 19,45-48)

Zweimal reinigte der König in Jerusalem den Tempel von der Ungerechtigkeit des Volkes. Das erste Mal vor Beginn des öffentlichen Dienstes (Joh 2,13-17 berichtet ausschließlich davon), das zweite Mal nach Abschluss des öffentlichen Dienstes, und zwar am Montag der Kreuzigungswoche.

Noch an diesem Montag wird der Feigenbaum verflucht, am nächsten Tag ist er bereits verdorrt.

ad a) Dienstag - ein Tag der Konfrontation und der Prophezeiungen  21,20 - 26,25

(vgl. Mk 11,20-14,21; Lk 20,1-22,6; Joh 12,20-50)

Das Wort Gottes, vor allem aber das Matthäus-Evangelium, berichtet sehr viel über diesen Dienstag. Der nächste Tag hingegen, Mittwoch, wird überhaupt nicht erwähnt.

Als der Herr von Bethanien, wo Er bei Seinen Freunden Maria, Martha und Lazarus übernachtet hatte, in der Früh wieder nach Jerusalem kam, sahen Seine Jünger, dass der Feigenbaum, den Er am Tag zuvor verflucht hatte, völlig verdorrt war. Als Er im Tempel angekommen war, konfrontierten Ihn sofort die Priester und Ältesten des Volkes (21,23). Sie wollten wissen "in welchem Recht tust Du diese Dinge" und wer hat Dir dieses Recht gegeben?". Sie sprachen natürlich von den Ereignisses des Vortages, als der König den Tempel von allen Wechslern und Taubenverkäufern gesäubert hatte.

Als der Herr dann ihnen eine Frage stellte, waren sie nicht bereit, diese zu beantworten. Er sprach dann in vier Gleichnissen zu ihnen, die sie auch durchaus verstanden (siehe 21,45-46). Diese vier Gleichnisse sind:

  1. die zwei Söhne (21,28-30)
    betont den Ungehorsam der religiösen Führerschaft, obwohl sie nach außen Gehorsam heucheln
     
  2. der Weinberg (21,33-40)
    betont die Rebellion der religiösen Führerschaft gegenüber Gott, die eine lange Tradition hat. Als der Erbe des Weinberges, von seinem Vater geschickt, dort ankommt, wird er vorsätzlich umgebracht.
     
  3. der Baustein (21,42-44)
    betont das endgültige Gericht Gottes über die religiöse Führerschaft. Ausgerechnet die Person, die sie verworfen haben, wird diejenige sein, die das Gericht und die Zerstörung ausführen wird.
     
  4. das Hochzeitsmahl (22,1-14)
    betont, dass Gott andere (die Heiden) zur Gemeinschaft mit Seinem Sohn einladen wird. Die Juden haben das Angebot abgelehnt. Sie hatten nur Ausreden warum sie nicht kommen konnten, als sie eingeladen wurden.

Die Pharisäer und die Priester hatten genau verstanden, was der Herr mit diesen Gleichnissen sagen wollte. Sie nahmen einen neuen Anlauf und versuchten, Ihn mit listigen theologischen Fragen zu Fall zu bringen. Die Fragen lauteten wie folgt:

  1. "Ist es erlaubt dem Kaiser Steuer zu zahlen?" (22,17)
  2. "Lehrer, Mose hat gesagt ... in der Auferstehung nun, wessen Weib von den sieben wird sie sein?" (22,23-28)
  3. "Lehrer, welches ist das große Gebot in dem Gesetz?" (22,36)

In Kapitel 23 schilt der Herr dann die Pharisäer und Schriftgelehrten. Siebenmal kommt der Ausdruck "Wehe euch" vor:

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