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2. KORINTHER 1 - 7

TEIL 29

HAUSAUFGABE

BIBEL:2. Kor. 1-7 aufmerksam durchlesen.

FRAGEN ZUM NACHDENKEN: Schreibe kurze Antworten auf folgende Fragen, bevor die Unterlagen durchgelesen werden.

a) An wen sandte Paulus den Brief? Zeige die betreffende Gegend an Hand einer Karte.

b) In Kap. 1 spricht Paulus von großer Drangsal. Lies Apg. 19,23-41 und 1. Kor. 15,32 und versuche diese Drangsal in eigenen Worten zu beschreiben.

c) Weswegen tröstete Gott den Paulus?

d) Was war das Problem in 2,5-11? (Lies diesbezüglich auch 1. Kor. 5,1-5).

e) Welche gewaltige Wahrheit kommt in 5,21 zum Ausdruck? Fasse diese Wahrheit in eigenen Worten zusammen.

UNTERLAGEN: NT-Teil 29 aufmerksam durchlesen

2. KORINTHERBRIEF

Paulus verließ Ephesus kurz nachdem er den 1. Korintherbrief verfasst hatte. In Apg. 20,1-3 wird von dieser Reise berichtet; in 2. Kor. 2,12-13 lesen wir, dass Paulus nach Troas kam, wo er auf Titus wartete. Titus hätte Paulus dort treffen sollen, um ihm von der Lage in Korinth zu berichten. Titus kam jedoch nicht und Paulus zog enttäuscht und besorgt nach Mazedonien weiter, wo er (wahrscheinlich in Philippi – 2. Kor. 7,5-16) Titus endlich antraf, welcher ihm von der positiven Wende in der Gemeinde zu Korinth berichtete. (Bezüglich weiterer Einzelheiten über die Korintherbriefe, siehe 1. Korintherbrief, Merkmale 8b) der (die) verlorene(n) Briefe(e), Seite 230).

1) Gruppe: 2 - die Heilsbriefe

2) Datum der Niederschrift: ca. 56 n.Chr. während der dritten Missionsreise (Apg. 18,23 – 21,14), von Mazedonien, wahrscheinlich Philippi aus (7,5-16)

3) Hintergrund: Apg. 18,1-17

4) Leserschaft: die Gemeinde in Korinth

5) Absicht: Der Unterschied zwischen Kap. 1 – 9 und Kap. 10 – 13 wird öfters durch die Tatsache erklärt, dass dieser Brief eine Teilung der Gemeinde offenbart, welche durch die Ermahnungen des 1.Korintherbriefes zustande gekommen ist. In der Gemeinde gab es nun eine große Gruppe von Gläubigen, welche sich gebeugt hatten (2,6-7; 7,6-7) und eine kleine Gruppe, die noch rebellisch waren (10,2; 10,7; 10,10-12; 11,13).

Wenn dies der Fall war, verfolgte Paulus mit dem Brief eine zweifache Absicht:

  1. Danksagung für die vielen, welche Buße getan hatten
  2. Rechtfertigung gegenüber der wenigen, welche seinen apostolischen Auftrag ablehnten.

6) Schlüsselwort: Trost (1,4-7; 2,7; 7,4; 7,6-7; 7,13; 13,11)

7) Schlüsselvers: „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Erbarmungen und Gott allen Trostes, der uns tröstet in all unserer Drangsal, auf dass wir die trösten können, die in allerlei Drangsal sind, durch den Trost, mit welchem wir von Gott getröstet werden.“ (1,3-4).

8) Merkmale:
a)
der dreifache Angriff gegen Paulus

Dieser Brief beinhaltet die wichtigste Rechtfertigung des Dienstes des Apostel Paulus im NT.
1. seine Person - 10,1; 10,10; 11,16
die Verteidigung - 10,7; 13,4

2. seine Lehre - 10,12-18; 11,7-12; 12,13; 11,4; 2,17
die Verteidigung - 2,17; 4,2; 4,5; 10,12-18; 11,1-4; 11,22-30; 12,1-12

3. sein Charakter - 1,15-17; 10,9-11; 11,16-19; 12,16-19
die Verteidigung - 3,1-6; 10,18; 1,15-24; 12,14-18; 7,2-4; 5,13; 11,16-19

b) wichtige Lehren im 2. Korintherbrief

  1. der Gegensatz des AT zum NT (Kap. 3)
  2. das stellvertretende Opfer Jesu Christi (5,21)
  3. das Evangelium der Versöhnung (5,18-20)
  4. das Wesen der Welt und die Verantwortung der Gläubigen sich abzusondern (6,14 - 7,1)
  5. die Herrlichkeit des Evangeliums (4,5-6)
  6. das Leben nach dem Tode (5,1-10)
c) wichtige praktische Hinweise im 2. Korintherbrief
  1. wir sollten bereit sein zu vergeben (2,10)
  2. wir sollten dankbar sein für gute Nachricht (2,13-14)
  3. wir sollten tapfer und voll Hoffnung sein (4,8-10)
  4. wir sollten erkennen, dass Trübsal uns Herrlichkeit beschafft (4,16-18)
  5. wir sollten ein wirkliches Ziel im Leben haben (5,9)
  6. wir sollten erkennen, dass das christliche Leben öfters zwei Seiten hat (6,8-10)
  7. wir sollten Gläubigen in ärmeren Verhältnissen helfen (Kap. 8 - 9)
  8. wir sollten nicht übereifrig sein uns selbst zu verteidigen, doch ab und zu ist dies notwendig (Kap. 10 - 11)
  9. wir sollten uns freuen für Gott leiden zu dürfen, wenn es sein Wille ist (12,8-10)
  10. wir sollten ehrlich sein (8,16-22; 12,17-18)

9) Die Unterteilung des 2. Korintherbriefes
So wie der 1. Korintherbrief behandelt auch der 2. Korintherbrief die Probleme in der örtlichen Gemeinde. In diesem Brief werden vor allem die Probleme eines Dieners Gottes aufgezeigt. Daraus ergibt sich auch die Einteilung des Briefes.

Karte 68 – Die Unterteilung des 2.Korintherbriefes

DAS KREUZ UND DER GEISTLICHE CHRIST

1,3 – 7,16

8,1 – 9,15

10,1 – 13,10

1,1-2

BEGRÜSSUNG

DIE PROBLEME DES CHRISTLICHEN DIENSTES

DIE PROBLEME DES CHRISTLICHEN GEBENS

DIE PROBLEME DES CHRISTLICHEN DIENERS

13,11-13

SCHLUSSWORT

EINTEILUNG DES 2. KORINTHERBRIEFES

HAUPTGEDANKE:

DAS HEIL IN DER ÖRTLICHEN GEMEINDE AUSGELEBT – DER GEISTLICHE CHRIST

1) BEGRÜSSUNG 1,1 - 2

2) PROBLEME DES CHRISTLICHEN DIENSTES 1,3 - 7,16

a) Persönliche Angelegenheiten (1,3 - 2,13; 6,11 - 7,16)
b) Die verkündigte Botschaft (2,14 - 6,10)

3) PROBLEME DES CHRISTLICHEN GEBENS 8,1 - 9,15

a) Ein williger Geist (8,1-24)
b) Ein fröhliches Gemüt (9,1-15)

4) PROBLEME DES CHRISTLICHEN DIENERS 10,1 - 13,10

a) Rechtfertigung des apostolischen Dienstes (10,1 - 12,13)
b) Ermahnungen (12,14 - 13,10)

5) SCHLUSSWORT 13,11 - 13

Wie bereits erwähnt, behandeln 1. und 2. Korintherbrief das „Alltagsleben“ in einer örtlichen Gemeinde. In dieser Hinsicht sind sie einander ähnlich, in einer anderen Weise jedoch sind sie grundsätzlich verschieden. Der 1. Korintherbrief behandelt die Probleme, welche durch Fleischlichkeit verursacht werden; der 2.Korintherbrief zeigt die Probleme auf, mit denen ein geistlicher Christ zu kämpfen hat.

1)

BEGRÜSSUNG 1,1 - 2

Paulus grüßt nicht nur die Geschwister in Korinth, sondern in ganz Achaja, d. h. der Brief wurde mit der Absicht geschrieben, den Gläubigen dieser ganzen Provinz vorgelesen zu werden.

2)

PROBLEME DES CHRISTLICHEN DIENSTES1,3-7,16

Persönliche Angelegenheiten (1,3 – 2,13;6,11 – 7,16)
Die verkündigte Botschaft (2,14 – 6,10)

Als Paulus diesen Brief schrieb, war er sich der göttlichen Absicht mitten in Drangsalen und Verfolgungen bewusst. Ob er seine eigene Lage betrachtete (1,8-11) oder die Probleme der Gemeinde in Korinth (2,5-11), es gab nur eine Antwort: Gott tröstet uns, um uns zu stärken, sodass wir dann auch andere trösten können (1,4).

Hinzu kommt auch die Danksagung des Paulus bezüglich der Güte Gottes:

a) für seinen Sieg
„Gott aber sei Dank, der uns allezeit im Triumphzug umherführt in Christo“ (2,14)

b) für Seine Mitarbeiter
„Gott aber sei Dank, der denselben Eifer für euch in das Herz des Titus gegeben hat“ (8,16)

c) für seinen Sohn
„Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe“ (9,15)

Der erste Abschnitt des Briefes behandelt grundsätzlich zwei ineinander verwobene Themen, welche von Paulus auf eine sehr persönliche Art und Weise dargelegt werden.

  1. Persönliche Angelegenheiten (1,3 - 2,13;6,11 - 7,16)
  2. Verteidigung der Botschaft des Paulus (1,14- 6,10)

Das Thema „was Gott für sein Kind tut“, kann man in diesem Abschnitt wie einen roten Faden verfolgen:

Gott tröstet (1,3-4; 7,6)
Gott errettet (1,10)
Gott befestigt (1,21-22)
Gott gibt Sieg (2,14)
Gott macht tüchtig (3,6)
Gott erleuchtet (4,6)
Gott kräftigt (4,7)
Gott wecktaus den Toten auf (4,14)
Gott bereitet (5,5)
Gott versöhnt (5,18)
Gott ermahnt (5,20)
Gott nimmt seine Kinder wie ein Vater auf (6,17-18)

ad a) Persönliche Angelegenheiten 1,3 – 2,13

Der Schauplatz der in diesem Abschnitt von Paulus beschriebenen Drangsal war Asien. Es geht nicht klar hervor, welche Begebenheit Paulus hier genau meint. Am wahrscheinlichsten ist, dass es sich um den Aufruhr in Ephesus handelt (Apg. 19,23-41; 1. Kor. 15,32). Aufgrund zurückgehender Verkaufseinnahmen der Silberschmiede in Ephesus entstand eine Verfolgung, weil „dieser Paulus nicht allein von Ephesus, sondern beinahe von ganz Asien eine große Volksmenge überredet und abgewandt hat, indem er sagt, dass das keine Götter seien, die mit Händen gemacht werden“ (Apg. 19,26). Gott erlaubte solche Not, damit man den Trost Gottes erleben kann und als Endziel dann auch andere in ähnlichen Nöten trösten kann.

Paulus sagte, dass er das Urteil des Todes in sich hatte (1,9). Dies stärkte seinen Glauben an den Gott, der Tote auferweckt.

In 1,15 erwähnt Paulus, dass er zu den Korinthern kommen wollte. Scheinbar hatte er die Korinther auch über dieses Vorhaben unterrichtet. Es kam jedoch nicht zustande. Deswegen wurde ihm nun vorgeworfen, er handle leichtfertig oder fleischlich (V. 17). Ein Kennzeichen des Fleisches ist Unbeständigkeit und Unverlässlichkeit. Paulus kam nicht, weil er sich vorgenommen hatte nicht wieder in Traurigkeit (gr. „lupe“ = schweren Herzens) zu der Gemeinde in Korinth zu kommen (d. h. er war mindestens schon einmal schweren Herzens in Korinth).

In 2,5-11 spricht Paulus einen konkreten Fall in der Gemeinde an. Ein Bruder wurde unter Gemeindezucht gestellt und aus der Gemeinde ausgeschlossen. Wahrscheinlich handelte es sich um jenen Bruder, von welchem in 1. Kor. 5,4-5 die Rede ist. Er war in Bezug auf die Sünde der Hurerei unbußfertig. Paulus sagte sogar, dass es ganz schlimm war – „dass einer seines Vaters Weib habe“ (1. Kor. 5,1).

Wie man im Falle einer Gemeindezucht vorgehen soll, wurde von dem Herrn Jesus Christus in Mt.18,15-20 ganz klar dargestellt:

EIN GLÄUBIGER SÜNDIGT SCHWER


Zwei Möglichkeiten:

a) Entweder er sieht seine Sünde ein,
bekennt sie

b) oder er sieht sie nicht ein und beharrt darin, er ist unbußfertig



Folge von a:

Die Gemeinschaft mit Gott ist wiederhergestellt!
Keine weiteren Schritte nötig.

Folge von b = Schritt 1

1. Schritt

ÜBERFÜHRUNG DES SÜNDERS UNTER VIER AUGEN


Zwei Möglichkeiten:

a) Entweder er sieht seine Sünde ein,
bekennt sie

b) oder er sieht sie nicht ein und beharrt darin, er ist unbußfertig

Folge von a:

Die Gemeinschaft mit Gott ist wiederhergestellt!
Keine weiteren Schritte nötig.

Folge von b = Schritt 2

2. Schritt

ÜBERFÜHRUNG DES SÜNDERS IM BEISEIN VON ZWEI ODER DREI ZEUGEN


Zwei Möglichkeiten:

a) Entweder er sieht seine Sünde ein,
bekennt sie

b) oder er sieht sie nicht ein und beharrt darin, er ist unbußfertig



Folge von a:

Die Gemeinschaft mit Gott ist wiederhergestellt!
Keine weiteren Schritte nötig.

Folge von b = Schritt 3

3. Schritt

ÜBERFÜHRUNG DES SÜNDERS VOR DER VERSAMMLUNG


Zwei Möglichkeiten:

a) Entweder er sieht seine Sünde ein,
bekennt sie

b) oder er sieht sie nicht ein und beharrt darin, er ist unbußfertig

Folge von a:

Die Gemeinschaft mit Gott ist wiederhergestellt!
Keine weiteren Schritte nötig.

Folge von b = AUSSCHLUSS AUS DER GEMEINDE

Dieser Ausschluss war nun erfolgt. Vermutlich hatte diese Person in der Zwischenzeit jedoch Buße getan und seine Verhältnisse in Ordnung gebracht. Nun ermutigt Paulus die Gemeinde, ihn wieder aufzunehmen „auf dass wir nicht vom Satan übervorteilt werden; denn seine Gedanken sind uns nicht unbekannt“ (2. Kor. 2,11). Satan führt eine ganz bestimmte Strategie gegen Kinder Gottes!

ad b) Die verkündigte Botschaft (2,14 – 6,10)

In diesem Abschnitt wird kein eng zusammenhängendes Thema behandelt, sondern verschiedene Aspekte bezüglich der Verkündiger der Botschaft, der Botschaft selbst und denjenigen, welche die Botschaft hören.

Zuerst beschreibt Paulus den Verkündiger der Botschaft, nämlich sich selbst als er in Troas ankam und Titus nicht traf, war er so unruhig, dass er nicht in der Lage war zu predigen, obwohl er dazu eine offene Tür gehabt hätte. Er hatte keine Ruhe in seinem Geiste (2,13). Das Wort Ruhe ist im Griechischen „anesis“ und bedeutet „die Ruhe, die nach einer Zeit der Drangsal und Not eintritt“. Man kann daher sagen, dass diese Freiheit im Geiste eine Voraussetzung für die Verkündigung des Evangeliums ist. In einem gewissen Rahmen verließ er Troas als Besiegter (er hatte in Troas nicht gepredigt) und ging nach Mazedonien.

Paulus beschreibt diese (und auch alle anderen) Reisen anhand eines Bildes, das in der ganzen römischen Welt bekannt war. Das Bild wird durch das griechische Wort „thriambeuo“ in V. 14 (kommt auch in Kol. 2,15 vor) dargestellt. Ein siegreicher römischer Feldherr veranstaltete eine Prozession durch die Stadt, bei welcher alle Kriegsgefangenen zur Schau gestellt werden. Paulus sieht sich als solch ein Gefangener, der dem siegreichen Feldherrn (Jesus Christus) nachfolgend, allezeit und an jedem Ort geführt wird.

Kapitel 3 gibt Einblick in die Botschaft des Evangeliums und es beginnt nun ein Abschnitt, welcher voll Gegenüberstellungen ist (Kap. 3 und 4).

DER NEUE BUND

DER ALTE BUND

Im Geiste (V. 6)

In dem Buchstaben (V. 6)

Macht lebendig (V. 6)

Tötet (V. 6)

Eine Botschaft, geschrieben mit dem Geiste des lebendigen Gottes auf fleischernen Tafeln des Herzens (V. 3)

Eine Botschaft, mit Buchstaben in Steine eingegraben (V. 7)

Dienst der Gerechtigkeit (V. 9)

Dienst der Verdammnis (V. 9)

Überströmend in Herrlichkeit (V. 9)

Herrlichkeit (V. 9)

Dienst des Geistes (V. 8)

Dienst des Todes (V. 7)


Kap. 4 besteht aus einer Reihe von Gegenüberstellungen:

V. 1 – 2

Verborgen – die geheimen Dinge der Scham

Aufgedeckt – die Offenbarung der Wahrheit

V. 3 – 4

Verblendet-den Sinn der Ungläubigen verblendet

Erleuchtet-Ausstrahlung des Lichtglanzes des Evangeliums

V. 5

Herr-Christus Jesus als Herrn

Sklave-uns selbst als eure Knechte um Jesu willen

V. 6

Finsternis-der Gott, der aus Finsternis

Licht-Licht leuchten ließ

V. 7

Schwachheit-in irdenen Gefäßen

Kraft-die Überschwänglichkeit der Kraft

V. 8 – 10

Prüfungen-allenthalben bedrängt

Siege-aber nicht eingeengt

V. 11 – 12

Sterben-allezeit das Sterben Jesu

Leben-das Leben Jesu

V. 13

Geschriebenes-was geschrieben stand

Gesprochenes-darum habe ich geredet

V. 14 – 15

Vergangenes-den Herrn Jesus auferweckt hat

Zukünftiges-uns mit Jesus auferwecken … wird

V. 16

Der äußere Mensch -der äußere Mensch verfällt

Der innere Mensch-der innere Mensch wird erneuert

V. 17

Drangsal-vorübergehende, leichte Drangsal

Herrlichkeit-über die Maßen überschwängliches Gewicht

V. 18

Sichtbar-nicht das anschauen was man sieht

Unsichtbar-sondern das was man nicht sieht

V. 18

Zeitlich- das was man sieht ist zeitlich

Ewig-das was man nicht sieht ist ewig

In 5,1-10 schreibt Paulus darüber, was mit einem Kind Gottes geschieht, wenn es im Herrn einschläft (d. h. wenn es stirbt – die Bibel spricht prinzipiell nicht davon, dass ein Gläubiger stirbt, sondern dass er einschläft).

Die Tatsache, dass wir uns vor dem Herrn verantworten und Rechenschaft ablegen müssen, spornt Paulus an, die Menschen zu überreden Jesus Christus nachzufolgen. Dabei gibt er acht Beweggründe an, welche ihn anspornen:

1. Das Gericht (V. 10)
Die Grundlage für das Gericht wird sein, „was jeder in (oder durch den) Leib“ getan hat.

2. der Schrecken (V. 11)
Die Furcht Gottes sollte das Leben eines Gläubigen prägen.

3.die Selbstlosigkeit (V. 12-13)
Es ging nun darum, dass Paulus für sich Ruhm haben wollte.

4.die Liebe (V. 14-15)
Die Liebe des Christus drängt (gr. „synecho“, normalerweise bedeutet es „zusammenhalten“, in diesem Zusammenhang wahrscheinlich „vorantreiben, anspornen“).

5.die Notwendigkeit der neuen Geburt (V. 16-17)
Alles was zählt, ist die neue Geburt; dann ist das Alte vergangen, es ist alles neu geworden.

6.die Versöhnung (V. 18-21)
Paulus sieht sich als Gesandter Jesu Christi (gr. „presbeuo“, bedeutet „alt und dadurch reif an Weisheit und Erfahrung“; das Wort kommt noch in Eph. 6,20 vor).

2. Kor. 5,21 ist einer der gewaltigsten Verse im NT, welcher Einblick in den ewigen Heilsplan Gottes gibt – wortwörtlich steht: „Derjenige, welcher Sünde nicht kannte, für uns zur Sünde gemacht wurde, damit wir wurden Gottes Gerechtigkeit in ihm“. Dies heißt, der Sündlose (durch Zurechnung) wurde zur Sünde für den Sünder, damit der Sünder (durch Zurechnung) sündlos in dem Sündlosen wird. Hier ist der Kern des Evangeliums!

7)die Zeit (6,1-2)
Jetzt ist Gottes Gnadenzeit und Paulus ermahnt, das Angebot Gottes jetzt anzunehmen.

8)die Leiden (6,3-10)
Als Abschluss dieses Abschnittes bezüglich der verkündigten Botschaft zählt Paulus eine lange Liste von Merkmalen eines Dieners Gottes auf. Dadurch soll die Forderung des Apostels in 6,1 …“mitarbeitend aber ermahnen wir…“ unterstrichen werden.

ad a)Persönliche Angelegenheiten 6,11 – 7,16

In diesem Abschnitt kehrt Paulus zu sehr persönlichen Worten zurück. Man könnte die Aussage einfach wie folgt darstellen:

6,11 – 13

6,14 – 18

ÄNDERT EURE EINSTELLUNG
MIR GEGENÜBER!

ÄNDERT EURE EINSTELLUNG
GEGENÜBER DER WELT!

Die Korinther waren sehr distanziert zu Paulus

Die Korinther waren sehr eng mit der Welt verbunden

In den Versen 11-13 spricht der Apostel die allgemeine Einstellung der Gläubigen in Korinth seiner Person gegenüber an – sie waren distanziert. Sie waren in ihren Herzen „verengt“ (V. 12). Das Wort „verengt“ ist im Griechischen „stenochoreo“ und bedeutet „eng gemacht durch das Herumstehen von Gegenständen“. In den Herzen der Korinther gab es soviel, dass für den Apostel wenig Platz übrig blieb. Als krassen Gegensatz dazu, liest man in den nächsten Versen, dass sie mit Ungläubigen in engster Verbindung standen, viel enger als zu den eigentlichen Glaubensgenossen.

In Kap. 7,2 appelliert der Apostel noch einmal an die Korinther „nehmet uns auf“. (gr. „choreo“, bedeutet „Platz machen, jemandem Raum schenken“).

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