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PHILIPPERBRIEF 1 - 4

TEIL 35

HAUSAUFGABE

BIBEL: Apg. 16,6-40 und Phil. 1-4 aufmerksam durchlesen.

FRAGEN ZUM NACHDENKEN: Schreibe kurze Antworten auf folgende Fragen, bevor die Unterlagen durchgelesen werden.

a) Lies Apg. 16,6-12. Wie erkannte Paulus den Willen Gottes? Was können wir von dieser Geschichte bezüglich göttlicher Führung und dem Willen Gottes lernen?

b) In Phil. 1,3-11 betet Paulus für die Gläubigen. Notiere alles, was dir in diesem Gebet auffällt. Was können wir daraus in Bezug auf Gebet lernen?

c) Was war „die Gesinnung Jesu Christi“ (2,4-8)? Wie drückte sich diese Gesinnung in seinem Leben aus?

d) Was tat Gott als Antwort auf diese Gesinnung? (2,9-11)

UNTERLAGEN: NT-Teil 35 aufmerksam durchlesen
Wiederhole die wichtigsten Punkte des bisherigen Studiums der Christus-Briefe, Teile 33 und 34

PHILIPPERBRIEF

Der Philipperbrief wurde während der zweijährigen Gefangenschaft (eigentlich Hausarrest) von Rom aus geschrieben (Apg. 28,30-31). Über die Gründung der Gemeinde wird in Apg. 16,6-40 berichtet.

In Apg. 16,12 beschreibt Lukas Philippi als eine Kolonie - die erste Stadt jenes mazedonischen Teiles.

Die Provinz wurde bekannt als die Heimat von König Philippus und seinem berühmten Sohn Alexander dem Großen. Im Jahre 168 v.Chr. teilten die Römer diese Provinz in vier Verwaltungsbezirke auf. Während des römischen Bürgerkrieges (42 v.Chr.) gewannen Antonius und Octavius (der spätere Kaiser Augustus) eine entscheidende Schlacht über Brutus und Cassius bei Philippi. Als besondere Auszeichnung erhielt die Stadt den Status einer römischen Kolonie. Die Bürger von Philippi waren sehr stolz darauf, dass sie Römer waren (Apg. 16,20-21).

Die Tatsache, dass es in Philippi keine Synagoge gab, deutet auf eine sehr kleine jüdische Bevölkerung hin, da bereits 10 jüdische Männer zur Bildung einer Synagoge genügt hätten. Laut Apg. 16,13-15 hatte Paulus Kontakt mit den dort ansässigen Juden; es waren jedoch Frauen und nach den Überlieferungen hatte die Anzahl der jüdischen Frauen bei der Bildung einer Synagoge keine Bedeutung.

In 16,9 lesen wir, dass Paulus in der Nacht ein Gesicht sah „Ein mazedonischer Mann stand da und bat ihn und sprach: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns!“

Nach anfänglichem Erfolg gerieten Paulus und seine Begleiter bald in Konflikt mit wichtigen Geschäftsmännern der Stadt und wurden ohne Verurteilung geschlagen und ins Gefängnis geworfen (Apg. 16,10-40).

Nun, etwa 10 Jahre später, befindet sich Paulus wieder in Gefangenschaft, diesmal in Rom (Apg. 28,30-31). Angesichts dieser Umstände ist es umso erstaunlicher, dass Paulus in seinem Brief immer wieder die Worte „Freude“ und „sich freuen“ verwendet. Der Schlüssel dazu liegt sicher in seiner Aussage „…denn ich habe gelernt, mich darin zu begnügen, worin ich bin.“ (4,11); ein strahlendes Zeugnis für die Wirklichkeit des christlichen Glaubens!

Aber was ist Freude?

Im Lexikon steht „hochgestimmter Gemütszustand; Gefühl des Aufschwungs; das Froh- und Beglücktsein“. Diese Beschreibung stimmt zum Teil, drückt aber nicht den vollen Inhalt des Wortes aus, wie es in der Bibel, vor allen Dingen im Philipperbrief, verwendet wird.

Der Schlüssel zur wahren Freude ist HINGABE.

Der Schlüsselvers im Philipperbrief, dem Brief der christlichen Freude ist:

„Denn das Leben ist für mich Christus, und das Sterben Gewinn“ (1,21)

Da diese Lebenseinstellung in Paulus Leben tief verwurzelt war, konnte er sich, ungeachtet seiner momentanen Umstände, freuen und auch andere dazu auffordern, wie dies im Philipperbrief der Fall ist. Freude, sich freuen, usw. kommt 16 mal vor.

Daher ist Freude nicht nur ein Gemütszustand, sondern eine Lebenseinstellung.

Freude ist DIE FRUCHT - eines Christus-hingegebenen Lebens
Freude ist DIE FOLGE - eines Christus-orientierten Willens
Freude ist DIE FREIHEIT - eines Christus-durchdrungenen Wesens

In den folgenden Punkten werden einige wichtige Informationen über den Brief kurz zusammengefasst:

1) Gruppe: 3 - die Christus-Briefe

2) Datum der Niederschrift.
ca. 61/62 n.Chr. in Rom, während der Gefangenschaft geschrieben (Apg. 28,30-31)

3) Hintergrund:
Apg. 16,11-40

4) Leserschaft:
die Gemeinde in Philippi

5) Absicht:
a) Danksagung für eine Gabe, die Paulus von der Gemeinde durch Epaphroditus empfangen hatte (2,25; 4,10; 4,14)
b) Ermahnung zu einer einheitlichen Gesinnung, bewirkt durch Demut

Schlüsselwort:
„Freude“, „sich freuen“ (16 mal)

Schlüsselvers:
„denn das Leben ist für mich Christus, und das Sterben Gewinn“ (1,21)

Merkmale:
a) die Erniedrigung und Erhöhung Jesu Christi (2,5-11)
b) den Willen Gottes erkennen

Die Reise des Paulus durch Asien (Apg. 16,6-12) gibt einige wichtige Hinweise in Bezug auf den Willen Gottes. Kurz zusammengefasst kann man folgende Prinzipien sehen:

Paulus wollte den Willen Gottes erkennen, er gab nicht auf bevor er ihn gefunden hatte.

Gott will, dass wir seinen Willen für unser Leben erkennen. Er hat verschiedene Möglichkeiten, uns seinen Willen zu offenbaren.

Der Wille Gottes bedeutet für uns nicht immer sofortige Freude und sofortiges Glück, aber er ist trotzdem die einzige Grundlage für Gottes Wirksamkeit, Gottes Segen und die daraus resultierende geistliche Fruchtbarkeit.

In Mt. 7,21-23 sagte der Herr Jesus, dass nur der, welcher den Willen des Vaters tut, in das Reich der Himmel eingehen wird. Andere Stellen in der Schrift, die auf die absolute Vorrangigkeit des Willens Gottes hinweisen sind: Mt. 12,50; 1.Petr. 4,1-2; Eph. 2,10; 5,17; Kol. 1,9; 4,12; 1.Joh. 2,17; Apg. 13,22; Ps. 40,8; Joh. 4,34.

Der Wille Gottes ist das Allerbeste für unser Leben. An dem Willen Gottes vorbei gelebt zu haben, bedeutet an dem Leben vorbei gelebt zu haben.

Die Führung, welche Paulus in Apg. 16,6-12 durch den Heiligen Geist erfuhr, zeigt die Sehnsucht Gottes, dass wir seinen Willen erkennen mögen. Wir müssen aber fünf Voraussetzungen mitbringen, um diesen Willen zu erfahren:


GLAUBEN

„Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen…“

Spr. 3, 5 - 6

KEIN VERTRAUEN IN DIE EIGENE WEISHEIT

„und stütze dich nicht auf deinen Verstand…“

GEHORSAM

„Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn, dann ebnet er selbst deine Pfade!“

HINGABE

„eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Schlachtopfer…“

Röm. 12, 2

ERNEUERTER SINN

„Und seid nicht gleichförmig dieser Welt1, sondern werdet verwandeltdurch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“.


Der Herr tut seinen Willen auf zwei Ebenen kund, durch das innere und durch das äußere Zeugnis des Heiligen Geistes.

Das innere Zeugnis ist die Führung des Geistes in unserem Leben. Das Problem der Gläubigen besteht darin, diese Führung zu erkennen. Ein wesentliches Merkmal dabei ist FRIEDE:

„die Gesinnung des Geistes aber Leben und Frieden…“ (Röm. 8,6)
„und der Friede des Christus regiere in euren Herzen…“ (Kol. 3,15)

Um die Führung des Geistes überhaupt wahrnehmen zu können, muss der Gläubige „ … sondern werdet voller Geist,“ sein (siehe Eph. 5,15-21).

Der Geist Gottes hat drei Möglichkeiten, um das äußere Zeugnis seiner Führung zu zeigen:

Apg. 16,16-40 zeigt die Schwierigkeiten und Bedrängnisse, welche Paulus in Philippi erlebte: Paulus erlebte all das, obwohl er sich im Willen Gottes befand. Der Wille Gottes muss für den Betroffenen nicht automatisch „eitle Wonne“ bedeuten, doch

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind.“ (Röm. 8,28)

9. Unterteilung des Philipperbriefes
Die Betonung liegt auf Freude, bzw. wie die göttliche Freude in den verschiedenen Umständen zum Ausdruck kommt.

Karte 74 - die Unterteilung des Philipperbriefes

„Denn das Leben ist für mich Christus, und das Sterben Gewinn“

1

2

3

4

DIE FREUDE IN SCHWIERIGKEITEN

DIE FREUDE AM DIENEN

DIE FREUDE IN GEMEINSCHAFT

DIE FREUDE IM HERRN ALLEZEIT

EINTEILUNG DES PHILIPPERBRIEFES

HAUPTGEDANKE:

HINGABE, DER SCHLÜSSEL ZUR WAHREN FREUDE


1 ) DIE FREUDE IN SCHWIERIGKEITEN 1

2) DIE FREUDE IM DIENEN 2

3) DIE FREUDE IN GEMEINSCHAFT 3

4) DIE FREUDE IM HERRN ALLEZEIT 4

1) DIE FREUDE IN SCHWIERIGKEITEN

Nach der üblichen Einleitung und den Grußworten (1,1-2) beginnt Paulus in 1,3-11 mit einem Gebet für die Philipper. Den Kern des Gebetes bildet die Aussage „Ich bin ebenso in guter Zuversicht, dass der, der ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu.“ (1,6). Paulus sagt, dass das christliche Leben „ein gutes Werk“ ist. Das ist Gottes Blickpunkt von dem, was er in unserem Leben tut. Wenn Gott etwas beginnt, dann nur mit der Absicht es auch zu vollenden. Das ist absolut sicher, da es im Einklang mit der Eigenschaft Gottes – der Unwandelbarkeit – steht.

Aufgrund dieser Zuversicht betet Paulus für die Gläubigen in Philippi. Das Gebet kann wie folgt gegliedert werden:
  1. er dankte für alle (V.3)
  2. er betete mit Freuden (V.4)
  3. er betete mit Zuversicht (V.6)
  4. er betete in inniger Verbundenheit mit den Gläubigen (V.8)
  5. er betete für geistliches Wachstum (V.9)
  6. er betete mit dem Ziel, dass Gott verherrlicht wird (V.10-11)

In 1,12-26 berichtet Paulus über seine Umstände. Dieser Abschnitt kann wie folgt eingeteilt werden:

V. 12

V. 13 – 18

V. 19 – 26

VERGANGENE UMSTÄNDE

GEGENWÄRTIGE UMSTÄNDE

ZUKÜNFTIGE UMSTÄNDE

„Ich will aber, dass ihr wisst, Brüder, dass meine Umstände mehr zur Förderung des Evangeliums ausgeschlagen sind,“ (1,12).

Die Apostelgeschichte gibt Einblick in die vergangenen Umstände:

Gefängnis (Apg. 21,11; 21,30)
Prozess (Apg. 23,1-2)
Verschwörung (Todesgefahr) (Apg. 23,13-14)
verlorene Zeit (Apg. 24,27)
Schiffbruch (Apg. 27,15)

Trotz all dieser Nöte sah Paulus sie als Umstände, welche zur Förderung des Evangeliums gedient hatten. Auch die gegenwärtigen Umstände (Hausarrest in Rom), sah er als von Gott bestimmt, um das Evangelium voran zu treiben. Als der Apostel über die Zukunft nachdenkt und mit der Möglichkeit seines Todes rechnet, sagt er: „…Ich werde aber von beidem bedrängt: Ich habe Lust15, abzuscheiden und bei Christus zu sein, …“ (1,23). Das Wort „abzuscheiden“ ist im Griechischen „analuo“ und wird in der griechischen Literatur in verschiedenen Weisen gebraucht:

  1. Der Matrose lockert die Halteleine eines Schiffes, damit es wegsegeln kann.
  2. der Reisende lockert die Zeltschnüre, damit das Zelt abgebrochen werden kann, um die Reise fortzusetzen.
  3. Der Bauer nimmt seinen Lasttieren die schwere Last ab, damit sie rasten können.
In 1,27 – 2,3 erfolgt die erste Ermahnung von Paulus an die Gläubigen. Diese Ermahnung hat zwei Hauptbetonungen:

2) DIE FREUDE IM DIENEN

Die Fortsetzung der Ermahnung kommt in 2,1-3. Um diesen Appell zur geistlichen Einheit unter den Geschwistern in Philippi zu untermauern, gibt Paulus in Bezug auf die Gesinnung Jesu Christi einige Offenbarungen weiter, welche im NT durch nichts übertroffen werden (2,4-8). Vor allem spricht er von den zwei wichtigsten Entscheidungen aller Zeiten, die Christus freiwillig traf.

1) Christus entschied SICH SELBST ZU NICHTS ZU MACHEN V. 7
Aus dem Zusammenhang scheint hervorzugehen, dass diese Entscheidung in der „vergangenen“ Ewigkeit getroffen wurde. Diese Entscheidung, bildete die Grundlage für die Erlösung. Obwohl Jesus Christus als die zweite Person der Dreieinigkeit Gottes, in der Gestalt (gr. „morphe“) Gottes war, entschied er sich, die Gestalt eines Knechtes (wortwörtlich „Sklave“) anzunehmen (2,5-6):

„Morphe“ Gottes -„Morphe“ Knechtes

2) Christus entschied SICH SELBST ZU ERNIEDRIGEN V. 8
Wiederum scheint es aus dem Zusammenhang hervorzugehen, dass diese Entscheidung während des irdischen Daseins des Herrn getroffen wurde. Zu einem bestimmten Zeitpunkt während seines irdischen Lebens fiel seine Entscheidung, sich selbst zu erniedrigen und gehorsam zu werden bis zu dem Kreuzestod.

In 2,9-11 gibt Paulus dann die Reaktion Gottes auf diese Gesinnung Jesu Christi weiter, welche in den Worten von 2,4 zusammengefasst werden kann:

DIE GESINNUNG JESU CHRISTI

„…ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen! “

Die Reaktion Gottes war:
1) Jesus Christus wird hoch erhoben (V.9)
2) er gibt ihm einen Namen, der über jedem Namen ist (V.9)

Aufgrund dieser Reaktion Gottes gibt es nun universale Folgen für jedes Geschöpf Gottes (Menschen und Engeln) – nämlich, dass sie in dem Namen Jesu Christi sich beugen müssen und mit ihren Zungen bekennen müssen, dass Jesus Christus der Herr ist (2,10-12).

In 2,12-16 wird die erwartete Reaktion der Kinder Gottes auf die Gesinnung Jesu Christi ganz spezifisch ausgedrückt. Es wird durch eine Lebensweise zum Ausdruck gebracht; ein Leben nach außen und nach innen:

UNSERE ANTWORT AUF DIE GESINNUNG JESU CHRISTI

das Leben nach innen

das Leben nach außen

gehorsam …….…….. (V.12)
bewirken ………….... (V.12)
tun ……………….…. (V.14)

tadellos und lauter sein .............. (V.15)
leuchten ..................................... (V.15)
festhalten ................................... (V.16)


In 2,13 spricht Paulus von einer sehr wichtigen Arbeit Gottes in dem Leben eines Kindes Gottes. Wenn man diese Stelle mit anderen des gleichen Briefes vergleicht, erkennt man „die Dreieinigkeit“ von Gottes Wirken in unserem Leben:

 

3)  DIE FREUDE IN GEMEINSCHAFT

Zu Beginn des 3. Kapitels warnt der Apostel vor der falschen Lehrer und „der Zerschneidung“, wie Paulus sie nennt, eine Lehre von guten Werken, die viele in die Irre führt.

In 3,3-14 lesen wir von dem persönlichen Zeugnis des Apostels. Man kann dieses Zeugnis wie folgt aufteilen:

1) das Leben vor der Bekehrung  (V.5-6):
Diesen Abschnitt seines Lebens stellt Paulus unter die Überschrift „das Fleisch“.
Was war das Fleisch in dem Leben des Apostels?

a) beschnitten am achten Tage - Geburt - Vererbt (V.5)
b) vererbt  (V.5) vom Geschlecht Israel - Geburt - Vererbt (V.5)
c) Erziehung vom Stamme Benjamin  - Erziehung - Vererbt (V.5)
d) Hebräer von Hebräern - Erziehung - Vererbt (V.5)
e)  was das Gesetz betrifft, ein Pharisäer  - Karierre - freiwillige Entscheidung (V.6)
f) was den Eifer betrifft, ein Verfolger - moralische Stärke - freiwillige Entscheidung (V.6)
g) was die Gerechtigkeit betrifft, die im Gesetz ist, tadellos erfunden  - moralische Gerechtigkeit - freiwillige Entscheidung (V.6)

2) die Bekehrung (V.7):
Früher sah Paulus all diese Sachen als Gewinn; er dachte, sie brächten ihn näher zu Gott. Als er auf dem Weg nach Damaskus Jesus Christus begegnete, änderte sich die Einschätzung seiner Lage schlagartig. Er erkannte, dass er ein Sünder war, und dass die guten Werke des Fleisches durchaus kein Gewinn sind. Er achtete sie alle für Verlust.

 3) das Leben nach der Bekehrung (V.8-14):
Diese Verse klingen fast wie ein Manifest des Apostels für das christliche Leben:

  1. das Ziel – „Auferstehung aus den Toten“ (V.11)
  2. zunehmende Erkenntnis (V.8)
  3. zunehmendes Loslassen (V.8)
  4. zunehmende Abhängigkeit von Gott (V.9)
  5. zunehmende Ähnlichkeit mit Jesus Christus (V.10)
  6. zunehmende Demut (V.12-13)
  7. zunehmende Entschiedenheit (V.13-14)

In 3,17-21, vor allem in den Versen 18-19, nennt der Apostel eine weitere Beschreibung von dem „bösen Arbeiter“, „der Zerschneidung“ (3,2), nämlich, dass sie „Feinde des Kreuzes Christi“ sind (3,18).

Das Kapitel schließt mit einem weitern Hinweis auf die Wiederkunft des Herrn. Der Brief beinhaltet einige Hinweise auf diesen Tag:

4)  DIE FREUDE IM HERRN ALLEZEIT 

Der Brief endet mit wichtigen Hinweisen auf das Gebet (4,4-7) und die Disziplin in den Gedanken (4,8-9).

Letztlich spricht Paulus über den eigentlichen Anlass für das Schreiben des Briefes, und zwar das Geschenk, welches die Philipper durch Epaphroditus für Paulus nach Rom gesandt hatten. Die Philipper-Gemeinde scheint eine der wenigen Gemeinden zu sein, welche Paulus finanziell unterstützten. Er stellt aber ganz klar, dass er auf diese Geldmittel nicht angewiesen ist. Er freut sich zwar über das war er bekommt, hat jedoch auch gelernt Gott in mageren Zeiten zu vertrauen.
 
Der Brief schließt mit seinem Gruß und dem Gruß der Geschwister aus „des Kaisers Haus“ (4,22).

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