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DAS BUCH DER OFFENBARUNG

TEIL 43

HAUSAUFGABE

BIBEL: Offenbarung 1- 22 zügig durchlesen. WICHTIG dabei ist, während des Durchlesens jedes Mal zu vermerken, wenn der Ausdruck „das Lamm“ vorkommt, UND das Buch in vier Teile zu unterteilen:

1. Kapitel 1 - 3
2. Kapitel 4 – 16
3. Kapitel 17 – 20
4. Kapitel 21 - 22

FRAGEN ZUM NACHDENKEN:Aufgrund des umfangreichen Lesestoffes gibt es keine „Fragen zum Nachdenken“.

UNTERLAGEN: NT-Teil 43 aufmerksam durchlesen

DIE ENTWICKLUNG DER SCHRIFTEN DES NT

Bevor man zum Abschluss des NT dem Buch der Offenbarung kommt, ist es hilfreich, sich einige Gedanken über die Entwicklung der Schriften zu machen.

In der Zeit um etwa 50-150 n.Chr. wurden innerhalb der Urgemeinde viele verschiedene christliche Schriften zwischen den Gemeinden hin- und hergeschickt. Es war üblich, dass solch ein Brief oder eine Homilie bei einer Gemeinde einlangte, diese(r) von der Gemeinde öffentlich vorgelesen wurde (siehe 1.Thess.5,27 und Kol.4,16). Auch in Offb.1,3 können wir uns vorstellen, dass diese gewaltige Offenbarung vor der versammelten Gemeinde vorgelesen und dann an die nächste örtliche Gemeinde weitergeschickt wurde.

Öfters waren Briefe für eine ganze Gegend bestimmt, wie dies der Fall beim Galaterbrief war („den Versammlungen von Galatien“ – 1,2), dem 2.Korintherbrief („der Versammlung Gottes, die in Korinth ist, samt allen Heiligen, die in ganz Achaja sind“ – 1,1) und dem Buch der Offenbarung („…den sieben Versammlungen, die in Asien sind“ – 1,4). Im Laufe der Zeit wurden dann von den Briefen Kopien für jede örtliche Gemeinde angefertigt, damit diese zur Unterweisung und zum Studium bei der Versammlung bleiben konnten, wenn der Brief weitergeschickt werden musste.

Etwa um 100 n.Chr. wurde der erste Band von christlicher Literatur allgemein von den verschiedenen Gemeinden anerkannt. Dieser Band umfasste 10 Briefe des Apostels Paulus. Kurz danach wurden die vier Evangelien in ähnlicher Weise zusammengebracht. Vor diesem Zeitpunkt hatten die Evangelien hauptsächlich nur für jene Gruppe von Menschen Bedeutung, für welche sie geschrieben waren:

Matthäus - für die Gemeinde in Antiochien in Syrien
Markus - für die Gemeinde in Rom
Lukas - für die heidnischen Gemeinden, gegründet von Paulus
Johannes - für die Gemeinden in Ephesus und Asien.

Diese zwei Bände dienten der Gemeinde als Grundlage der Offenbarung über Jesus Christus und gewann langsam dieselbe Autorität als die heiligen Schriften des AT.

Bald danach folgten dann die Apostelgeschichte (der 2.Teil des Gesamtwerkes „Lukas-Evangelium/ Apostelgeschichte“), der 1.Petrusbrief, der 1.Johannesbrief und das Buch der Offenbarung.

Durch das Zunehmen von Irrlehrern und ihren ketzerischen Schriften wurde die Gemeinde veranlasst zu deklarieren, was sie als „göttlich“ inspiriert akzeptierte und was nicht. Um etwa 200 n.Chr. gab es bereits 21 Bücher des neutestamentlichen Kanons, die allgemein als „göttlich inspirierte“ Schriften angesehen wurden. Durch die kirchlichen Konzile von Hippo, 393 n.Chr., und Karthago, 397 n.Chr., wurden dann die 27 Bücher „unseres“ NT völlig akzeptiert.

Bei dem bisher Gesagten handelt es sich natürlich um die „menschliche“ Geschichte des NT. Obwohl Menschen die Schriften ausgewählt und bestimmt haben, war dennoch der lebendige Gott dahinter, um genau die 27 Bücher zusammenzubringen, die er haben wollte.

„Das Herz des Menschen erdenkt seinen Weg, aber Jahweh lenkt seine Schritte.“ (Spr.16,9)

Karte 97 - Die Briefe des NT in der chronologischen Reihenfolge ihrer Niederschrift

Schreiber

Schrift

Datum (n.Chr.)

Ort

Periode

Jakobus
Paulus
Markus
Paulus
Paulus
Paulus
Paulus
Paulus

Jakobusbrief
Galaterbrief
Markus-Evangelium
1.Thessalonicherbrief
2.Thessalonicherbrief
1.Korintherbrief
2.Korintherbrief
Römerbrief

ca. 45
ca.49
ca.50
ca.50/51
ca.50/51
ca.55
ca.55/56
ca.56

Jerusalem?
Antiochien
Rom?
Korinth
Korinth
Ephesus
Mazedonien
Korinth

A
N
F
Ä
N
G
E

Paulus
Paulus
Paulus
Paulus
Lukas
Petrus
Apollos?
Matthäus
Paulus
Paulus
Petrus
Judas
Paulus

Kolosserbrief
Philemon
Epheser
Philipper
Lukas-Evang./Apostelgeschichte
1.Petrusbrief
Hebräerbrief
Matthäus-Evangelium
1.Timotheusbrief
Titusbrief
2.Petrusbrief
Judasbrief
2.Timotheusbrief

ca.60/61
ca.60/61
ca.60/61
ca.60/61
ca.62
ca.63-65
ca.60-70
ca.65
ca.67
ca.67
ca.65-67
ca.65-67
ca.68

Rom
Rom
Rom
Rom
Cäsarea?
Rom?
?
Juda?
Mazedonien?
Ephesus?
Rom?
Jerusalem?
Rom?

K
E
R
N
Z
E
I
T

Johannes
Johannes
Johannes

Johannes-Evangelium
1.-3.Johannesbrief
Offenbarung

ca.90-100
ca.90-100
ca.90-100

Ephesus?
Ephesus?
Patmos

ABSCHLUSS

EINLEITUNG ZU DEM BUCH DER OFFENBARUNG

Das Buch der Offenbarung gehört den so genannten „apokalyptischen“ Schriften an. Ein weiteres Beispiel solcher Schriften ist das Buch Daniel im AT. Diese „apokalyptischen“ Schriften wurden in Zeiten von Verfolgung und Not geschrieben (z.B. Daniel während der babylonischen Gefangenschaft; die Offenbarung während der Verfolgung durch die Römer), um durch ein Offenbarwerden der glorreichen Zukunft Ermutigung und Trost zu geben. Dem Buch der Offenbarung kann man entnehmen, dass die Gemeinde im allgemeinen und die sieben Gemeinden in Asien (an welche der Brief geschrieben wurde) im besonderen, durch schwierige Zeiten gegangen sind.

Bis etwa 60 n.Chr. hatte der „Pax Romana“ auch für die Christen Gültigkeit, da sie von der römischen Behörde als Zugehörige des Judentums angesehen wurden. Da das Judentum eine anerkannte Religion war, genossen auch die Christen diese Freiheit. In den Tagen des Kaisers Nero (54-68 n.Chr.) wurde jedoch von der Behörde diesbezüglich eine Unterscheidung gemacht und das Christentum wurde als „religio illicita“ (verbotene Religion) deklariert. Im Jahre 64 n.Chr. wurde den Christen in Rom auch noch die Schuld für den Großbrand zugeschoben und eine Zeit der Verfolgung und Not brach über die Gemeinde des ersten Jahrhunderts herein.

Während der Regierung des Kaisers Domitian gab es weitere Verfolgungskampagnen. Domitian behauptete nämlich, selbst göttlich zu sein und alle Bürger des römischen Staates sollten ihn anbeten. Er beanspruchte für sich „Dominus et Deus“ (Herr und Gott) zu sein. Die Gläubigen dieser Zeit wurden zu einer Entscheidung gezwungen, entweder „den Herrn Kaiser“ oder „den Herrn Jesus“ anzubeten. Eine öffentliche Verweigerung der Anbetung des „Herrn Kaisers“ bedeutete vermutlich Verfolgung, Verbannung und sogar den Tod. Johannes lebte auf der Insel Patmos in der Verbannung, als er die Offenbarung für dieses Buch empfing.

Verschiedene Stellen in der Offenbarung beschrieben die Lage, in welcher sich die Gemeinden befanden:

Smyrna - „Ich kenne deine Drangsal“ (2,9)
„Fürchte nichts von dem, was du leiden wirst … der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen“ (2,10)
„ihr werdet Drangsal haben zehn Tage … sei getreu bis zum Tode“ (2,10)
Pergamus - „Antipas, mein treuer Zeuge … ermordet worden ist“ (2,13)
Thyatira - es kommt eine „große Drangsal“ (2,22)
Philadelphia - „… ich werde auch dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird…“(3,10)

Zu diesen leidgeprüften Gemeinden sagte der Herr: „Offenbarung Jesu Christi, welche Gott ihm gab, um seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muss“ (1,1). Was musste bald geschehen? „Das Reich der Welt unseres Herrn und seines Christus ist gekommen, und er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (11,15). Alles Leid, alle Not, Verfolgung, Verbannung wird ein Ende haben – Jesus Christus ist Sieger!

Die ersten Worte des Buches deklarieren die Absicht ganz klar:

„Apokalupsis Iêsus Christou“ (eine Offenbarung von Jesus Christus)

Eine Offenbarung seiner Person
er ist der Herr
er ist das Wort
er ist das Alpha und das Omega
er ist Jesus
er ist der Christus
er ist der König aller Könige
er ist der Herr aller Herren
er ist das Lamm
er ist der Löwe
er ist der Morgenstern


Eine Offenbarung seiner Aktivitäten
er züchtigt seine Gemeinde
er sammelt die Juden wieder
er richtet die Welt

Eine Offenbarung seiner Verbindungen
er ist in Verbindung mit dem Vater
er ist in Verbindung mit dem Heiligen Geist
er ist in Verbindung mit den Engeln
er ist in Verbindung mit den Heiligen
er ist in Verbindung mit den Sündern

Zusammengefasst: er ist in Verbindung mit Himmel, Erde und Hölle

Eine Offenbarung seiner Wichtigkeit
er ist wichtig für die Gemeinde (Kap.1-3)
er ist wichtig für die himmlische Ordnung (Kap.4-5)
er ist wichtig für die abgefallene Welt (Kap.6-19,10)
er ist wichtig für das Tausendjährige Reich (Kap.19,11-20)
er ist wichtig für das neue Jerusalem (Kap.21-22)

Die Methode der Auslegung:
Es gibt vier verschiedene Methoden, welche von Gläubigen angewendet werden, um das Buch der Offenbarung zu verstehen und auszulegen:

  1. die Vergangenheits-Methode

    Methode:
    - alle Prophezeiungen wurden bereits im ersten Jahrhundert erfüllt
    - die beschriebenen Konflikte spielen sich zwischen der Gemeinde des ersten Jahrhunderts und dem römischen Reich ab

    Nachteil:
    - diese Methode gibt keine befriedigende Antwort auf Stellen wie 1,3; 1,19; 22,18-19
  1. die geschichtliche Methode

    Methode:
    - hier wird die Offenbarung als „Bilderbuch“ verstanden, welches den Lauf der Geschichte vom ersten Jahrhundert an bis zum Weltende beschreibt.

    Nachteil:
    - es werden keine Anhaltspunkte für die verschiedenen Symbole gegeben; welches Symbol
    beschreibt welches geschichtliche Ereignis
  1. die Zukunfts-Methode *)
    Methode:
    - abgesehen von den ersten drei Kapiteln, bezieht sich die Erfüllung der Prophezeiung auf eine Periode am Ende der Zeiten, genannt „die große Trübsal“, welche kurz vor der Wiederkunft Jesu Christi stattfindet

    - 1,19 und 4,1 nehmen daher auf diese zukünftige Zeit Bezug

    - Vertreter dieser Auslegungsmethode verstehen auch die Briefe an die sieben Gemeinden (Kap. 1-3) als eine Darstellung der sieben Gemeinde- Perioden in der Geschichte der Gemeinde Jesu Christi.

    Nachteil:
    - eine Tendenz das Buch von seinen ursprünglichen Umständen zu trennen und zu isolieren

    *) in dem vorliegenden Studium wird grundsätzlich die Zukunfts-Methode für die Auslegung des Buches verwendet.


  1. die idealistische Methode

    Methode:
    - im Gegensatz zu den ersten drei Methoden werden hier alle Ereignisse im Buch als „geistliche Prinzipien“ verstanden und nicht als tatsächliche Geschichte in Raum und Zeit

    - das Buch beschreibt den Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen der Gemeinde und der heidnischen Kultur und zwischen Gott und Satan

Die Darstellung von Jesus Christus:
Das NT beginnt, durch die vier Evangelien, mit vier Darstellungen der Person Jesu Christi –

Matthäus - Jesus Christus, der versprochene König
Markus - Jesus Christus, der gehorsame Knecht
Lukas - Jesus Christus, der vollkommene Mensch
Johannes - Jesus Christus, der göttliche Sohn

Das NT endet mit dem Buch der Offenbarung, welches gleichfalls vier Darstellungen von Jesus Christus beinhaltet:

Der Schlüssel zum Verständnis dieser Darstellungen ist der Ausdruck: „im Geiste“ (1,10; 4,2; 17,3; 21,10). Jede der vier Darstellungen (oder vier Gesichte) von Jesus Christus wird mit diesem Ausdruck eingeleitet:

1. Gesicht - Christus, der Herr, und die Gemeinde (Kap. 1 – 3)

2. Gesicht - Christus, das Lamm, und das Gericht über die Erde (Kap. 4-16)

3. Gesicht - Christus, das Wort Gottes, und die Feinde Gottes (Kap. 17-20)

4. Gesicht - Christus, der Bräutigam, und die Gemeinde, seine Braut (Kap. 21,22)

Johannes wird in dem „prophetischen“ Geist aufgenommen, um jedes Mal eine Offenbarung oder ein Gesicht des Herrn zu empfangen. Die folgende Karte 98 zeigt einen Vergleich dieser vier Gesichte.

Karte 98 - Ein Vergleich der vier Gesichte in der Offenbarung

Über den auf Karte 98 dargestellten Vergleich der vier Gesichte des Christus kann folgendes gesagt werden:

a) Gesicht 1 und 4 zeigen Christus in einer bestimmten Beziehung zu seiner Gemeinde. Gesicht 2 und 3 zeigen Christus in einer bestimmten Beziehung zu der abgefallenen Welt.

b) Gesicht 1 liefert die meiste Information über Christus, Gesicht 4 die wenigste.

c) Die meisten Ähnlichkeiten in den Darstellungen von Christus findet man in den Gesichten 1 und 3.

Die Hauptbezeichnung von Jesus Christus
Eine Bezeichnung für den Herrn zieht sich durch das ganze Buch hindurch, und zwar ist dies:

„arnion“ - das Lamm

Eigentlich bedeutet das Wort „das Lämmlein“ und ist das Diminutiv von „amnos“ – das Lamm, wie es in Joh.1,29; 1,36; Apg.8,32; 1.Petr.1,19 vorkommt.

Diese Diminutiv-Form wird nur in der Offenbarung als Bezeichnung für Jesus Christus verwendet. (Es kommt im NT überhaupt nur noch einmal vor, und zwar in Joh.21,15 wo der Herr zu Petrus sagt: „Weide meine Lämmlein.“).

Allein durch ein Studium dieser Bezeichnung (sie kommt 28mal vor) kann man vieles über Jesus Christus lernen.

GESICHT 1 (Kap.1-3)Christus, der Herr und die Gemeinde
keine Bezeichnung für das Lamm

GESICHT 2 (Kap.4-16)Christus, das Lamm und das Gericht über die Erde
5,6 - „ein Lamm stehen wie geschlachtet“
5,8 - „Und als Er das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamme...“
5,12 - „Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist…“
5,13 - „Dem, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamme, die Segnung und die Ehre…“
6,1 - „als das Lamm eines von den sieben Siegeln öffnete…“
6,16 - „und vor dem Zorne des Lammes; denn gekommen ist der große Tag seines Zornes, und wer vermag zu bestehen?“
7,9 - „und sie standen vor dem Throne und vor dem Lamme…“
7,10 - „Das Heil unserm Gott, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamme…“
7,14 - „haben sie weiß gemacht in dem Blute des Lammes…“
7,17 - „denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie weiden…“
12,11 - „…und sie haben ihn überwunden, um das Blut des Lammes…willen…“
13,8 - „in dem Buch des Lebens des geschlachteten Lammes vor Grundlegung der Welt an“
14,1 - „das Lamm stand auf dem Berge Zion und mit ihm 144.000 …“
14,4 - „diese sind es, die dem Lamme folgen…“
14,5 - „diese sind aus den Menschen erkauft worden als Erstlinge Gott und dem Lamme
14,10 - „wenn jemand das Tier und sein Bild anbeten… er wird mit Feuer und Schwefel gequält werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamme“.
15,3 - „(die Überwinder über das Tier)… und sie singen das Lied Mose’, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes…“

GESICHT 3 (Kap.17-20)Christus, das Wort Gottes, und die Feinde Gottes
17,14 - (die 10 Könige) „Diese werden mit dem Lamme Krieg führen, und das Lamm wird sie überwinden; denn er ist Herr der Herren und König der Könige…“
19,7 - „denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen…“
19,9 - „glückselig, die geladen sind zum Hochzeitsmahl des Lammes.“

GESICHT 4 (Kap.21-22)Christus, der Bräutigam, und die Gemeinde seine Braut
21,9 - „ich will dir die Braut das Weib des Lammes zeigen…“
21,14 - „und auf denselben (zwölf Grundlagen der Mauer des neuen Jerusalems) zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes
21,22 - „der Herr, Gott, der Allmächtige, ist ihr Tempel, und das Lamm
21,23 - „denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet, und ihre Lampe ist das Lamm.“
21,27 - „nur die geschrieben sind in dem Buche des Lebens des Lammes…“
22,1 - „einen Strom von Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der hervorging aus dem Throne Gottes und des Lammes…“
22,3 - „keinerlei Fluch wird mehr sein; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr (dem neuen Jerusalem) sein“

„Arnion“ – das Lamm (das Lämmlein) wird noch einmal in der Offenbarung verwendet, und zwar in 13,11, als Beschreibung von dem zweiten Tier – dem falschen Propheten:

„Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen: und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamme, und es redete wie ein Drache.“

(Äußerlich ist die Verführung Satans vollkommen, doch seine wahre Natur wird durch seine Worte (Botschaft) offenbar!)

Der Begriff „das Lamm“ stammt nicht aus dem NT. Die erste Erwähnung findet man in 1.Mose 22,7-8 (doch der Hinweis auf das Opferlamm kommt in 1.Mose 3,21 und 1.Mose 4,4 vor). In 2.Mose 12 ist der Begriff „das Lamm“ bereits eindeutig auf den Erlöser bezogen. Die Braut des Lammes sind die Erlösten aller Zeitalter.

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