Anwendernotizen zu Matthäus 10

Matthäus 10

Mt 10,1-8:     Der Auftrag der Zwölf
Mt 10,8-15:   Die Rahmenbedingungen des Auftrags
Mt 10,16-23: Wölfe, Schafe, Schlangen und Tauben
Mt 10,24-25: Das Vorbild des Meisters
Mt 10,26-33: Furchtloses Bekennen
Mt 10,34-39: Das Schwert Christi
Mt 10,40-42: Die indirekte Aufnahme Gottes

Mt 10,1-8: Der Auftrag der Zwölf

Jesus sendet seine zwölf Jünger mit demselben Auftrag aus, den er selbst gemeinsam mit ihnen ausgeführt hat: zu den verlorenen Schafen Israels zu gehen, das Evangelium vom Reich zu predigen und alle Gebrechen zu heilen. Er stattet sie mit der Vollmacht dazu aus.

Detail

  1. Jesus gibt Vollmacht bzw. Gaben, um einen Auftrag auszuführen, nämlich das Evangelium des Reiches zu verbreiten. Gaben und Dienst kann man nicht von einander trennen.
     
  2. Der Auftrag ist, das Evangelium vom Reich der Himmel zu predigen. Die Heilungen sind Zeichen, die die Botschaft bekräftigen: Hebr 2,3-4
     
  3. Die Zwölf werden zu den verlorenen Schafen Israels gesandt, nicht zu den Heiden. Gott hat einen Heilsplan, gemäß dem zuerst seinem berufenen Volk das Evangelium verkündet werden soll. Zu Lebzeiten Jesu war sein Dienst und der seiner Jünger im Wesentlichen an Israel. So wie damals ist es auch heute noch wichtig, gemäß Gottes Plan das Evangelium zu verkünden.

Anwendung

  1. Ich soll mich nicht nach Vollmacht und Gaben sehnen sondern nach einem Auftrag. Der Herr wird die Gaben und Vollmacht dazu geben, wenn ich gehorsam bin.
     
  2. Ich brauche mich nicht nach spektakulären Begleiterscheinungen der Verkündigung ausstrecken. Der Herr wird seinem Wort die nötige Bekräftigung geben - ob mit oder ohne Zeichen, Heilungen usw. - das ist seine Sache und er wird sich darum kümmern.
     
  3. Herr, lass mich bitte ganz deutlich erkennen, was meine Rolle in deinem Plan zur Ausbreitung deines Reiches ist, und lass es uns als Gemeinde, im Besonderen die Hauptverantwortlichen erkennen. Und vergib mir, wo ich selbst da, wo ich Erkenntnis hatte, nicht hinausging, um deinen Auftrag auszuführen.
Seitenanfang

Mt 10,8-15: Die Rahmenbedingungen des Auftrags

Die Jünger sollen kein Geld für ihren Dienst nehmen. Sie sollen keine finanzielle Vorsorge für die Reise treffen, sondern nur das Allernötigste mit sich haben. Wohnen sollen sie bei denen, die würdig sind und sie aufnehmen wollen. Über solche wird ihr Friede kommen. Wer sie oder ihr Wort nicht aufnimmt, denen wird es zum Gericht. Von solchen sollen sie weggehen.

Detail

  1. Die Jünger sollen unentgeltlich dienen.
     
  2. Sie sollen keine Vorsorge an Geld, Kleidung, Proviant usw. treffen. Sie sind Arbeiter, die ihrer Nahrung wert sind. Der Arbeitgeber ist der Herr. Von ihm empfangen sie, was sie nötig haben. Sie brauchen sich weder zu Sorgen machen noch Menschen anzubetteln.
     
  3. Sie sollen erforschen, wer in einer Stadt würdig ist, dass sie bei ihm wohnen. Damit ist jemand gemeint, der gastfrei ist. Bei ihm sollen sie auch bleiben und nicht die Gastgeber wechseln, weil ihnen womöglich irgendetwas nicht passt. Sie sollen nicht wählerisch sein.
     
  4. Wenn ein Haus oder eine Stadt sie oder ihr Wort zurückweisen, so sollen sie sich abwenden und "den Staub von ihren Füßen schütteln". Solche Menschen bringen ein schweres Gericht über sich.

Anwendung

  1. Ich weiß nicht, wie weit das heute und für uns anwendbar ist. Sollen wir statt immer denselben Boden zu beackern, immer denselben Leuten jahrelang nachzugehen, uns lieber anderen Gegenden, anderen Menschen zuwenden? Würde sich das Evangelium dadurch vielleicht mehr verbreiten? Ist es falsch, viel Zeit mit der Evangelisation solcher zu verbringen, die es nicht hören wollen? Herr, wenn das so ist, dann zeige es uns bitte, und lehre uns deine Wege in der Evangelisation!
     
  2. Jedenfalls sollen wir als Evangelisten nicht wählerisch, anspruchsvoll sein, was unsere Verpflegung und Unterkunft betrifft. Wir sollen uns auch nicht den angenehmsten Dienst aussuchen, sondern unseren Dienst dort und solange verbringen, wie uns der Herr eine Tür auftut.
Seitenanfang

Mt 10,16-23: Wölfe, Schafe, Schlangen und Tauben

Jesus sendet seine Jünger wie Schafe unter die Wölfe. Sie sollen ohne Falschheit aber dennoch klug sein und sich hüten vor den Menschen, die sie an religiöse und weltliche Obrigkeiten überliefern werden. Sie brauchen aber in solchen Situationen nicht besorgt zu sein, denn der Geist Gottes wird ihnen dann zeigen, was sie reden sollen. Selbst Familienmitglieder werden sich gegenseitig überliefern. Um Jesu Namen willen werden die Jünger gehasst werden. Bei Verfolgung sollen sie in die nächste Stadt fliehen, und bevor sie alle Städte durch sind, wird Jesus gekommen sein. Wer bis zum Ende ausharrt wird gerettet werden.

Detail

  1. Wölfe, Schafe, Schlangen und Tauben: Es ist normal, wenn Christen von hinterlistigen, bösartigen Menschen angefeindet werden und dabei äußerlich schwach, wie wehrlose Opfer erscheinen. Darin ist Christus vorangegangen und so sendet er seine Jünger. Sie sollen zwar einfältig, "unvermischt", unschuldig sein - d.h. sie dürfen nicht böse Mittel zum guten Zweck verwenden - aber sie sollen nicht dumm sein, sondern klug. Jesus redet von einer reinen, geistlichen Klugheit, nicht von einer gerissenen Schlauheit. Dasselbe Wort verwendet er für
    • den klugen Mann, der sein Haus auf Fels baut (Mt 7,24),
    • den treuen und klugen Knecht, den sein Herr über sein Gesinde gesetzt hat, um ihnen Speise zu geben zur rechten Zeit (Mt 24,45),
    • die 5 klugen Jungfrauen (Mt 25,2) und
    • den klugen, wenn auch ungerechten, Verwalter (Lk 16,8).
    Diese Weisheit kommt nicht aus dem Fleisch - obgleich der Herr oft auch den gesunden Menschenverstand gebrauchen und segnen kann - sondern will erbeten sein: Jak 1,5.
     
  2. Eroberung ohne Gewalt: Schafe unter den Wölfen
     
  3. Klugheit ohne Falschheit: wie Schlangen, und doch wie Tauben
     
  4. Auf der Hut ohne Besorgnis: Die Jünger sollen sich sehr wohl vorsehen, auf der Hut sein; das hat wieder mit der Klugheit der Schlange zu tun. Aber sie brauchen keine Angst zu haben, als liege ihr Schicksal in ihrer eigenen Hand oder in der ihrer Verfolger. Sie sollen den Verfolgern also nicht in die Arme laufen. Wenn Gott es aber zulässt, dass sie ihnen in die Hände fallen, so brauchen sie nicht besorgt zu sein. Gott wird ihnen in dieser Situation durch den heiligen Geist beistehen.
     
  5. Flucht ohne Feigheit: Sie dürfen, ja sollen fliehen, denn es ist ihr Auftrag, möglichst viele Städte bzw. Menschen zu erreichen. Die Flucht ist in diesem Fall nicht Feigheit sondern Pflichtbewusstsein, Erfüllung des Auftrags.
     
  6. Ausharren bis zum Ende: Es geht darum, nicht Anstoß zu nehmen an der Nachfolge Christi, auch nicht wenn der Kampf heiß wird, wenn Opfer notwendig sind, wenn es heißt Hass, Schmach und Verfolgung um Christi willen zu leiden. Ausharren ist gefragt. Der Lohn bleibt bestimmt nicht aus.

Anwendung

  1. Ich will mich nicht wundern, wenn ich Widerstand, Verachtung, ja Hass um des Namens Jesu willen erlebe. Ich brauche mich dann weder zu kränken noch wild um mich zu schlagen und Gleiches mit Gleichem vergelten, vielmehr will ich dann um göttliche Weisheit beten. Herr Jesus, hilf mir bitte, klug zu sein und doch ohne jede Falschheit. Danke, dass du auch mich aussendest, und dass du selbst vorangegangen bist.
     
  2. Hilf mir auch, auf der Hut zu sein vor bösen Menschen und errette mich vor ihnen (2Thes 3,2). Danke für deinen Geist, der mich in der Bedrängnis lehren wird, was ich reden und wie ich mich verhalten soll.
     
  3. Und ganz besonders hilf mir, Herr Jesus, treu zu sein und auszuharren bis zum Ende, egal in welcher Anfechtung ich stehe, sei es Wohlstand und Friede oder Armut und Verfolgung.
     
  4. Sollen auch wir weniger statisch sein, immer am gleichen Ort predigen, egal, ob und wie viele es interessiert, oder sollen wir immer weiter gehen, wenn die Botschaft abgelehnt wird, und nur dort bleiben, wo man sie hören will. Kann man dieses Prinzip für uns anwenden und wenn ja, wie?
Seitenanfang

Mt 10,24-25: Das Vorbild des Meisters

Ein Jünger darf nicht mehr erwarten als sein Meister: Wenn er beschimpft wurde - wie viel mehr sie.

Anwendung

  1. Als Christ muss ich auf Christus schauen. Er ist das Vorbild, der Meister, der Herr. Warum maße ich mir an, dass es mir besser gehen sollte als ihm. Wenn ich beschimpft werde um seines Namens willen, so soll mich das trösten. Wenn es mir gut geht und ich nicht verfolgt oder verachtet werde, so will ich trotzdem an diese Worte denken und mich darauf einstellen, dass sich das leicht ändern kann und dass ich mich dann nicht zu wundern brauche.
Seitenanfang

Mt 10,26-33: Furchtloses Bekennen

Die Jünger sollen sich nicht vor Menschen fürchten, die die Seele nicht töten können, sondern freimütig verkündigen, was sie von Jesus gehört haben. Eines Tages wird alle Wahrheit ohnedies offenbar werden. Daher sollen sie statt Menschen zu fürchten lieber Gott fürchten, der das Leben von Leib und Seele in der Hand hat. Er, der keinen Sperling übersieht, vergisst auch die Jünger nicht. Daher sollen sie Jesus furchtlos vor den Menschen bekennen, dann wird auch Jesus sie vor dem Vater bekennen.

Detail

  1. Mit der Wahrheit brauchen wir uns nicht zu verstecken, da sie eines Tages ohnedies ans Licht kommen wird. So gesehen sind Jünger Jesu Vorboten eines kommenden Zeitalters. Sie leben jetzt schon nach den Gesetzen und nach der Wahrheit, die in diesem Zeitalter von der Welt nicht akzeptiert werden. Sie sind Menschen der Wahrheit Gottes. Das soll sie auszeichnen. Darum sollen sie freimütig das vor den Menschen bekennen, was sie von Jesus gelernt haben.
     
  2. "Fürchtet euch nicht ...", denn
    1. die Wahrheit kommt ohnedies ans Licht,
    2. die Menschen können die Seele nicht töten,
    3. Gott überwacht das Leben der Sperlinge, wie viel mehr das der Jünger,
    4. das freimütige Bekennen hat einen Lohn im Himmel.
       
  3. "Fürchtet Gott ...", denn
    1. er wird alles Verborgene ans Licht bringen,
    2. er vermag Leib und Seele in der Hölle zu verderben,
    3. wer Jesus nicht bekennt, den wird er auch nicht vor dem Vater bekennen.
    Auch das Gotteskind soll Gott als denjenigen fürchten, der in die Hölle verbannen kann. Er ist allgewaltig, er ist gerecht, er lässt sich nicht spotten. Zum Christsein gehört das Bekennen (Röm 1,10). Das private, heimliche Christsein ist kein biblisches

Anwendung

  1. Ich will mich nicht schämen für die Wahrheit, die eines Tages für alle Menschen offenkundig wird; nicht für das Evangelium, welches eine Kraft Gottes ist zur Rettung für jeden, der glaubt. Ich will bewusster in der neuen, kommenden Welt leben, statt in der bestehenden, sichtbaren, vergehenden. Bitte schenke mir dafür täglichen einen klaren Blick, Herr.
     
  2. Herr lehre mich bitte, was es heißt, nicht Menschen zu fürchten, die einem letztlich nichts anhaben können, sondern vielmehr dich, der du Leib und Seele in der Hölle verderben kannst und der auch all mein Verborgenes ans Licht bringen wird - das edle und das verwerfliche.
     
  3. Danke, Vater, dass du über mir wachst, dass ich dir nicht egal bin, dass ich mir keine Sorgen zu machen brauche, weil mir nichts zustoßen kann, was du nicht zulässt.
Seitenanfang

Mt 10,34-39: Das Schwert Christi

Christus ist gekommen um Trennung zwischen Familiengliedern und Hausgenossen zu bringen. Wer ihm nachfolgt, muss ihn mehr lieben als seine engste Familie, muss sein Kreuz auf sich nehmen und sein eigenes Leben loslassen, um das Leben zu gewinnen.

Detail

  1. Der Friedefürst bringt nicht einen falsch verstandenen Frieden. Weil er die Wahrheit ist, bringt er Trennung. Seine Nachfolger müssen immer bereit sein, um der Wahrheit willen Trennung auf sich zu nehmen. Eigentlich geht es bei Bekehrung und Nachfolge um Gemeinschaft und Trennung; Gemeinschaft mit Gott und mit den Heiligen; Trennung vom System dieser Welt, von der Sünde und von der Gemeinschaft mit Sündern (Ps 1,1). Man könnte auch sagen, es geht um Krieg und Frieden, Feindschaft und Freundschaft: Freundschaft und Friede mit Gott und den Heiligen, Feindschaft und Krieg gegen Satan und seine Mächte und gegen die Sünde (in uns und um uns). Folgende Trennungen erwähnt Jesus hier:
    • Sohn von Vater
    • Tocher von Mutter
    • Schwiegertochter von Schwiegermutter
    • Mensch von Hausgenossen
    • Nachfolger von bequemem Leben
    • Nachfolger von eigenem Leben

    Natürlich bedeutet die Nachfolge nicht notwendiger Weise die Trennung von der Familie oder von Freunden, sondern immer nur dann, wenn die Gemeinschaft mit ihnen sich nicht mit der Gemeinschaft mit Christus verträgt; wenn sich die Liebe zu ihnen nicht mit der Liebe zu Christus vereinen lässt. Dasselbe gilt für das Verlieren des eigenen Lebens: nicht als Selbstzweck sondern um Christi willen, d.h. da, wo sie der Liebe zu Christus im Wege stehen, muss ich bereit sein, Gewohnheiten, Vorlieben, Hobbies, usw. loszulassen. Das Prinzip, um das es hier geht ist: Christus zuerst. Das muss mit allem Ernst und Nachdruck gesagt werden. Das christliche Leben ist keine Spielwiese, kein Spaziergang, kein von Lust und Laune bestimmtes Leben sondern ein Leben, in dem klare Prioritäten gesetzt werden. Einer der Jesus nachfolgen will, soll sich dessen bewusst sein, dass es bedeutet,

    • Christus mehr zu lieben als Freunde und Familie, sogar mehr als die eigenen Kinder,
    • das Kreuz auf sich zu nehmen, d.h. aktiv an der Hinrichtung des alten Menschen mitzuarbeiten, daraufhin zu arbeiten,
    • das eigene Leben, die eigenen Vorstellungen und Wünsche zurückzustellen, aufzugeben um Christi willen,
    • um das wahre Leben zu gewinnen

Anwendung

  1. Herr, ich weiß, dass nicht sehr viel Trennung um deinetwillen in meinem Leben ist. Vergib mir, wo dies auf Kosten der Gemeinschaft mit dir ist. Ich will die völlige Gemeinschaft mit dir, Herr; zeige mir, welche Trennungen ich als Folge eingehen muss. Gib mir Mut dazu, du weißt, dass ich nicht der geborene Held bin, dass ich mich viel lieber treiben lasse, als selbst den Krieg gegen die Sünde voranzutreiben.
     
  2. Wir haben uns in der westlichen "toleranten" Welt als Christen daran gewöhnt, kaum Feindschaft um Jesu willen zu kennen. Das soll uns nicht täuschen. Es ist das Normale, dass entschiedene Nachfolge Trennungen mit sich bringt. Das muss gelehrt und gelebt werden.
     
  3. Andererseits dürfen wir in der Lehre und Ermahnung nicht den Eindruck erwecken, Trennung, Selbstverleugnung hätten an sich etwas Positives an sich. Wenn ich nicht um Christi willen die Trennung eingehe oder mich selbst verleugne, so ist die Trennung und Selbstverleugnung nichts wert. Es ist dann nichts als Selbstkasteiung, selbstgewählte Religion. Wir sollen Familie, Freunde, ja uns selbst lieben, soweit diese Liebe mit der Liebe zu Christus vereinbar ist.
     
  4. Zusammengefasst: Ich will eine positive Einstellung zu meiner Umwelt, zu mir selbst (Leib, Seele und Geist), ja zum ganzen Leben haben. Aber Christus muss immer absolut zuerst kommen. Ihn will ich lieben mit allem, was ich bin und habe, und wo es die Liebe zu ihm erfordert, will ich Trennung von Menschen, Gewohnheiten und Vorlieben auf mich nehmen, ja mein eigener Feind werden, wo ich selbst Christus im Wege stehe.
Seitenanfang

Mt 10,40-42: Die indirekte Aufnahme Gottes

Wer einen Jünger Jesu aufnimmt, nimmt Jesus auf und damit auch den Vater. Wer einem Propheten, einem Gerechten oder einem geringen Jünger Gutes tut, der wird Lohn empfangen.

Detail

  1. Aufnehmen kann man
    • Menschen: Jünger, Kindlein (siehe Mt 18,1-6)
      Jesus nahm die Volksmengen auf: Lk 9,11
    • Jesus: Joh 1,12
    • eine Botschaft: das Evangelium, das eingepflanzte Wort
    • die Liebe zur Wahrheit: 2Thes 2,10
    • das Reich Gottes: Mk 10,15
       
  2. Das Kindlein, den geringen Jünger, den Propheten, den Gerechten, Jesus, den Vater, das Wort, das Reich Gottes, die Liebe zur Wahrheit an- bzw. aufzunehmen - es ist das, was der Mensch zu tun hat, wenn ihm die Gnade Gottes begegnet.
     
  3. Es ist unsere große Chance, ewigen Lohn zu gewinnen, wenn wir die Gelegenheiten nützen und den Niedrigen unter dem Volk Gottes, den Dienern am Wort, den Gerechten Gutes tun; nicht um Ehre von Menschen zu nehmen, nicht um unser Gewissen zu beruhigen, nicht um wieder etwas von ihnen zu erwarten, sondern um Jesu willen, um der Tatsache willen, dass diese Diener Gottes sind. Das ist gegen die Grundsätze dieser Welt. Sie hält sich nicht zu den Geringen, sondern zu den Hohen, und sie tut dem Gerechten und Propheten nicht Gutes, weil er ein Gerechter oder Guter ist, sondern - wenn überhaupt - aus niedrigeren Motiven.

Anwendung

  1. Herr, gib mir offene Augen, täglich die Gelegenheiten zu sehen, deinen Jüngern, Propheten und Gerechten Gutes zu tun, sie aufzunehmen und somit dich und den Vater.
     
  2. Ich brauche als Jünger, der in Jesu Auftrag unterwegs ist, keine Angst zu haben, dass ich von allen zurückgewiesen werde. Der Herr hat überall Leute, die seine Jünger aufnehmen, und die er dafür segnet.
Seitenanfang